iZombie 4x08

iZombie 4x08

Ein ermordeter Ritter führt Liv und Clive in iZombie in die LARP-Szene (Live Action Role Playing), während Blaine und ein plötzlich auftauchender Überraschungsgast nach einem Weg suchen, an eine Tasche voller Geld zu gelangen.

Rose McIver und Malcolm Goodwin in „iZombie“ (c) The CW
Rose McIver und Malcolm Goodwin in „iZombie“ (c) The CW
© ose McIver und Malcolm Goodwin in „iZombie“ (c) The CW

In der iZombie-Episode Chivalry is Dead ordnen Liv (Rose McIver) und Clive (Malcolm Goodwin) einen Mord an einem als Ritter verkleideten Mann der LARP-Szene zu und tauchen ein wenig tiefer in die Welt der Rollenspieler ein. Sowohl Peyton (Aly Michalka) als auch Blaine (David Anders), der Besuch von einem alten Bekannten bekommt, jagen einer illegalen Geldquelle nach, während Major (Robert Buckley) von Russ Roche (Giacomo Baessato) in dessen illegale Aktivitäten eingeführt wird.

Live undead with a true heart

Im Zuge ihrer Ermittlungen finden Liv und Clive heraus, dass das Opfer nach dem Mauerbau um Seattle sich von seiner alten LARP-Gruppe trennte und sich Gleichgesinnten anschloss, die komplett aus Zombies bestanden, ohne ihnen jedoch mitzuteilen, noch ein Mensch zu sein. Allerdings war dies zumindest zwei weiteren Mitgliedern der Truppe bekannt, nachdem er mit der menschlichen Frau (Amanda Lisman) eines verheirateten Paares schlief und dabei von deren Ehemann erwischt wurde (Christopher Redman). Letzterer war auch derjenige, der dem Opfer den Todesstoß gab, angeblich ohne gewusst zu haben, dass dieser doch kein Zombie ist. Trotz der Aussagen seiner Frau beharrt er abschließend darauf, seine Chancen vor Gericht wahrzunehmen.

Blaine bekommt derweil Besuch von Stacey Boss (Eddie Jemison), der sich in die Stadt geschmuggelt hat, um einem in Haft sitzenden Mitglied seiner Organisation zu entlocken, wo sich eine nicht unbeträchtliche Geldsumme aus Bosses Vermögen befindet, die er vor seiner Verhaftung verschwinden gelassen hatte. Die Gelegenheit, sich ihr Ziel zu schnappen, bietet sich während eines Gefangenentransports, auf dem er sich befinden wird. Doch woher bekommt Blaine nur eine loyale Armee von Mitarbeitern, die verrückt genug sind, solch ein Risiko einzugehen?

Die Antwort darauf ist die seinem Vater (Robert Knepper) hörige Horde hungriger Zombies, die willens sind, den Bus anzugreifen und an den Insassen ihren Hunger zu stillen. Das Unterfangen glückt und es gelingt ihnen, das Versteck das Geldes von Bosses ehemaligem Mitarbeiter, der als Happen für Blaine endet, zu erfahren. Doch der Spind, in dem sich die Moneten eigentlich befinden sollten, ist leer, denn sie haben nicht mit einer weiteren Partei gerechnet, die sie um das Geld erleichtert hat: Peyton.

Nachdem sie Livs Identität als Renegade entdeckt hatte, beschloss sie nämlich, sich ihrer Freundin anzuschließen und nutzte die Gelegenheit, den Gefangenentransport im Gegenzug für Infos über das Geldversteck zu veranlassen. Das verschafft Renegades Organisation zwar neue Ressourcen, doch kaum ist dieses Problem gelöst, taucht ein neues auf, das allerdings gleichzeitig einen Schlüssel zu einem Gegenmittel zum Zombievirus darstellen könnte. Denn ein junges Mädchen, das Liv eigentlich retten wollte, scheint immun gegen das Virus zu sein...

Major wird unterdessen von Roche auf die Probe gestellt und auf eine Mission mitgenommen. Es gilt, ein Versteck, in dem Gehirnrationen gestreckt werden, mit Gewalt wieder in den Griff zu bekommen. Dabei verhindert er zumindest, dass unnötig Blut vergossen wird und ist nun langsam, aber sicher im Kreis des Vertrauens von Roche angekommen.

Hier kannst Du „iZombie: Staffel 4 (OV)“ bei Amazon.de kaufen

The lord spoke to you about a prison transport bus?

Nach der gelungenen D&D-Episode (Twenty-Sided, Die) kehrt iZombie wieder ins Metier der Rollenspieler zurück. Liv (Rose McIver) wird wieder komplett vom Gehirn des Opfers eingenommen und bricht bis zum Schluss kein einziges Mal aus ihrer Rolle heraus, was an manchen Stellen witzig, an anderen aber auch eintönig wird und sich speziell mit dem Drama des sterbenden Mädchens beißt. Der Fall der Woche hat diverse Kratzer in seiner Rüstung, denn es ist beispielsweise bis zum Schluss nicht wirklich klar, warum das Opfer in die Zombiegruppe wechselte (kannte er „Guinevere“ schon vorher?). Zwar ist es durchaus eine gute Idee, das Fallschema ein wenig abwechslungsreicher zu gestalten, indem man den Täter einmal nicht gestehen lässt, doch gerade hier liegt der Fall durch die Aussage von dessen Ehefrau und der Wahl der Waffe doch recht eindeutig.

Warum man Clive (Malcolm Goodwin) derzeit in seiner unglücklichen Beziehung so leiden lässt, indem man noch einmal extra betont, wie unausstehlich diese Situation doch eigentlich sein muss und wo man damit nun hin will, erschließt sich mir nicht so richtig. Majors Undercover-Eskapaden landen derzeit irgendwie in der Mitte und sind weder besonders langweilig noch besonders aufregend.

Dass Peyton (Aly Michalka) sich Liv anschließen will, passt zu ihrer Figur und schafft interessante neue Möglichkeiten für Renegades Organisation. Auch Ravi (Rahul Kohli) dürfte schon bald mit auf den Zug aufspringen, denn einerseits steht er Peyton nahe und zudem ist der einzige Ansprechpartner, dem Liv das Geheimnis und die Umstände des sterbenden Mädchens anvertrauen könnte. Dieses scheint, wie eben erwähnt, aufgrund eines Antikörpers in ihrem System wahrscheinlich immun gegen den Zombievirus zu sein, ohne dass sie verraten wird. Das öffnet zwar das Tor zu neuer Forschung am Virus, rückt aber auch eine unangenehme Plotfrage in den Fokus: Wenn es Ravi bereits alleine gelungen ist, ein halbwegs wirksames Gegenmittel zu entdecken und zu produzieren, wie kann es sein, dass die komplette Außenwelt mit allen brillanten Köpfen des gesamten Erdballs, die sicherlich an einer Lösung arbeiten, noch nichts Wirksames erfunden hat, zumal es anscheinend ja sogar immune Menschen gibt?

Es gibt aber auch einen großen positiven Faktor in dieser Episode, und das ist die Handlung um Blaine (David Anders): Zunächst einmal bekommen wir mit Crybaby Carl (Nemo Cartwright) eine sehr comichafte Figur vorgestellt. Das ist aber genau das Richtige, um aus ihm einem Handlanger mit markanten Merkmalen zu machen, der einem im Gedächtnis bleibt. Weitere Verstärkung erhält Blaines Truppe durch seine temporäre Allianz mit Stacey Boss (Eddie Jemison). Beide verstehen sich prächtig, denn sie sprechen die Sprache des Geldes gemeinsam fließend. Ihre göttlichen Eingebungen, um Angus (Robert Knepper) für ihr Vorhaben einzuspannen, sorgten für eine starke und witzige Szene. Auch die Wahl, das Massaker nicht auf dem Bildschirm zu zeigen und gemeinsam mit Don E (Bryce Hodgson) anhand ihrer Reaktionen und ihres abgestumpften schwarzen Humors erzählen zu lassen, trifft einfach ins Schwarze. Dass sie sich dabei so viel Zeit lassen können, ohne dass Verstärkung oder Fillmore-Graves auftaucht, wollen wir mal der allgemeinen Desorganisation und dem Chaos in Seattle zuschreiben.

Fazit

iZombie legt mit Chivalry is Dead im Vergleich zur letzten Episode wieder ein wenig zu, krankt jedoch nach wie vor an diversen mäßig gestalteten Storylines, einem abermals sehr dominanten Gehirn im Fall der Woche und schwacher Logik. Großer Gewinner ist diese Woche Blaine, dessen Manipulation seines Vaters und dessen Zusammenarbeit mit Gastcharakter Boss für die mit Abstand besten Momente der Folge sorgt und diese wesentlich aufwertet.

Robert Knepper in „iZombie“
Robert Knepper in „iZombie“ - © The CW
Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 24. April 2018

iZombie 4x08 Trailer

Episode
Staffel 4, Episode 8
(iZombie 4x08)
Deutscher Titel der Episode
Ritterschlag
Titel der Episode im Original
Chivalry is Dead
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 23. April 2018 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 8. November 2018
Autor
Diane Ruggiero
Regisseur
Jason Bloom

Schauspieler in der Episode iZombie 4x08

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?