Hollywood Staffel 1
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Worum geht's in Hollywood?
Hollywood handelt von fünf jungen Menschen, die die ersten Schritte in Hollywood wagen und durch ihre liberalen Ideen einen Wandel im Studiosystem der Filmindustrie bewirken. Das war in der Pilotepisode der Netflix-Serie noch nicht abzusehen: Dort stand lediglich Jack Castello (David Corenswet) und seine Frau im Fokus der Erzählung. Außerdem wurden dort Archie Coleman (Jeremy Pope) und Ernie West (Dylan McDermott) vorgestellt. Jack möchte in Hollywood Karriere als Schauspieler machen. Da das jedoch (zuerst) nicht klappt, fängt er an in Dreamland von Ernie zu arbeiten. Durch seine Unterstützung, erhält Archie dort auch eine Anstellung: Er stellt im Gegensatz zum weißen Heteromann Jack den Außenseiter dar, der mit Diskriminierungen und Ausgrenzungen zurechtkommen muss. Archie ist schwarz und homosexuell. Aus diesen Gründen ist es für ihn schwer eine Festanstellung bei einem Studio zu bekommen, weshalb er schließlich auch anfängt in Dreamland zu arbeiten.
Durch seine dortige Tätigkeit lernt Archie Rock Hudson (Jake Picking) kennen, wie er später von Jim Parsons Figur genannt werden soll. Dieser möchte so wie Jack Schauspieler werden, kann jedoch auch keine Schauspielerfahrung vorweisen. Er ist weiß und homosexuell. Ich gehe darauf ein, weil diese Eigenschaften noch an späterer Stelle von Bedeutung sein werden. So werden zum Beispiel Archie und Rock im Laufe der Serie ein Paar. Abgesehen davon kann man ihm sein „Unterscheidungsmerkmal“, wodurch man ihn ausgrenzen könnte, nicht ansehen.
Schließlich verfasst Archie ein Skript, das von dem berühmten Studio-Giganten Ace Pictures angenommen und an den jungen Filmemacher Raymond Ainsley (Darren Criss) gerät, der den Film unbedingt verwirklichen will. Peg erzählt die wahre Geschichte von Peg - einer weißen Schauspielerin, die Selbstmord begeht, indem sie das Hollywood-Zeichen hinunterspringt.
Die Freundin des Regisseurs Ray ist Camille Washington (Laura Harrier) - eine begnadete Schauspielerin. Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, dass ihr diese Hauptrolle zuteil wird, jedoch steht ihr ihre Hautfarbe im weg. Sie ist Afro-Amerikanerin. Zum Glück ist ihr Freund der Regisseur des Films und verschafft ihr einen Screen-Test, bei dem sie ihr Können unter Beweis stellen kann.
Avis Amberg (Patti LuPone) leitet mittlerweile das Studio Ace an Stelle ihres Mannes Ace (Rob Reiner), der im Koma liegt. Auch ihr entgeht zwar nicht, dass Camille mit Abstand die beste Schauspielleistung absolviert, jedoch muss sie stets den (finanziellen) Erfolg des Studios im Blick behalten. So würde es einen finanziellen Schaden bedeuten eine schwarze Schauspielerin, die sonst immer nur in niederen Positionen in Filmen zu sehen sind, als Hauptrolle zu besetzen.
Schließlich trifft sie kurz darauf Eleanor Roosevelt, die von der Idee, eine Schwarze als Protagonistin zu sehen, so begeistert ist, dass sie Ace Pictures einen Besuch abstattet und versucht alle Beteiligten von dem Vorhaben zu überzeugen. Das gelingt ihr auch. Ich werde mich nun im Folgenden kurz fassen: Schließlich beenden sie den Film und er ist nicht nur ein finanzieller Erfolg, sondern auch ein Erfolg bei den Kritikern. So spielt der Film die besten Zahlen seit sieben Jahren ein und ist gleichzeitig für mehrere Oscars nominiert. Dabei ist auffällig, dass im Prinzip jeder Mensch, der normalerweise von der Gesellschaft ausgegrenzt werden würde, den ruhmreichen Academy Award erhält. So bekommt die schwarze und die asiatische Schauspielerin und der schwule, schwarze Drehbuchautor einen Oscar, nicht aber jedoch der weiße heterosexuelle Darsteller. Das erscheint mir persönlich dann doch mehr als Wunschdenken.
Wie kommt's rüber?
Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ein Film mit gesellschaftlichen „Außenseitern“, die auch noch keinerlei Film-Erfahrung aufweisen, von einem riesigen Studio mit einem minimalen Budget realisiert wird und schließlich nicht nur ein finanzieller Erfolg, sondern auch ein Erfolg bei den Kritikern ist.
In Hollywood scheint alles so passend zu kommen: Natürlich fällt der konservative Leiter des Studios ins Koma und das Kommando wird an seine Frau übergeben, die sich dann von Eleanor Roosevelt dazu überreden lässt eine so riskante Entscheidung zu treffen und den Film mit einer schwarzen Hauptdarstellerin, einem schwulen Nebendarsteller von einem schwulen und schwarzen Drehbuchautoren zu produzieren.
Hollywood ist nicht realistisch, es stellt nicht die wahre Geschichte dar. Das könnte man als größten Kritikpunkt ansehen. Hollywood ist für die Träumer: Sie kreiert eine alternative und bessere Welt, in der Träume wahr werden.
Abgesehen davon kann sich leider kaum Raum für Handlungen oder Dramen entwickeln, denn ihnen wird für diese Entfaltung keine Zeit gegeben. Man hat bei der Serie das Gefühl, dass sie nie stehenbleibt, um mal eine Momentaufnahme zu machen oder durchzuatmen. So werden Dramen oder Unheil mal kurz angesprochen, aber es kommt nie wirklich dazu. Es wird nicht vollends durchgezogen. Zum Beispiel könnte man meinen, dass Avis nach dem Tod ihres Mannes Ace doch nicht mehr zur Leiterin von Ace Pictures ernannt wird, da noch nichts offiziell festgehalten wurde. Doch ihr wird die leitende Position doch noch zuteil. So wird wie so oft in der Serie ein Schaden nur angedeutet. Wir bekommen nur einen Hauch der Realität zu Gesicht, der von der Traumwelt, die Ryan Murphy in Hollywood kreiert wurde, überschattet wird.
Unterdrückung und Unterstützung der Schwarzen, der Homosexuellen, der Außenseiter
Wie so oft in seinen Serien, stellt Ryan Murphy auch in diesem Werk Menschen in den Fokus, die vom Außenseiter-Dasein und Diskriminierung geprägt sind: Sie müssen um ihre Rechte und ihren Platz in dieser Welt kämpfen. So geht es unter anderem um unterdrückte Homosexualität. In dem diversen Cast sind gleich vier Schwule, die ihre Homosexualität auf unterschiedliche Weisen ausleben. Sie alle müssen ihre Liebe (zuerst) geheim halten.
Jim Parsons Figur Henry Wilson benutzt die Homosexualität seiner Mandanten zur Unterdrückung aus, um so das zu bekommen, was er möchte - einen guten Mandanten, der sich ihm unterwirft und sexuelle Gefallen. Mit diesem Handlungsstrang thematisiert Ryan Murphy eindeutig den Me-Too-Skandal.
Ansonsten gibt es den typischen, älteren Mann, der Jahrzehnte lang seine Homosexualität unterdrückt und nicht ausgelebt hat - der Produzent Dick Samuels (Joe Mantello). Im Gegensatz zu Jim Parson greift er nicht zu, als sich ihm die Gelegenheit bietet seine Sexualität auszuleben. So bietet sich ihm Rock Hudson an, um im Gegenzug eine Rolle in einem seiner Filme zu bekommen. Dick besitzt jedoch im Gegensatz zu Henry Wilson eine gute Seele und will niemanden ausnutzen.
Zudem setzt er sich auch später für die Integrierung der schwarzen Schauspielerin Rachel und des Drehbuchautors in Peg ein. So wäre die Hauptrolle der Meg Rachel aufgrund ihrer Hautfarbe beinahe nicht zuteil geworden und das, obwohl sie definitiv die beste Darstellerin für diesen Part ist. Archies Name hätte es zudem beinahe nicht in den Abspann geschafft, obwohl das grandiose Drehbuch von ihm stammt. Wie wir wissen, schaffen es beide noch in den Film.
Fazit
Hollywood macht es sich leider viel zu leicht und liefert auf keinen Fall ein realistisches Bild dieser Zeit, im besten Fall ist Hollywood eine utopische Nacherzählung einer alternativen Realität, in der Diskriminierungen überwunden werden können. Wem das nichts ausmacht, dem wird diese divers besetzte Serie Freude bereiten. Für Träumer und hoffnungsvolle Menschen, die an eine bessere Welt und an das Gute im Menschen glauben (wollen) ist dies also die perfekte Serie. Sie ermutigt einen an seine Träume zu glauben und denen nachzugehen, auch wenn es dabei vielleicht ein paar Hindernisse zu überwinden gilt.
Es sollte noch erwähnt werden, dass die Serie so beendet wird, dass eine zweite Staffel gut in Frage kommen würde, denn es wird ein neues Filmprojekt geplant, bei dem alle Beteiligten wieder an Bord sein sollen.
«Hollywood» Trailer
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