Hollywood 1x01

Hollywood 1x01

Der berühmte Serienschöpfer Ryan Murphy hat sich erneut mit Netflix zusammengetan und eine neue Serie produziert. Passenderweise geht es in dieser um die Herausforderungen, um in Hollywood Fuß zu fassen. Dabei ist die Netflix-Serie während des goldenen Zeitalters der Filmfabrik angesiedelt.

Szenenbild aus der Pilotepisode von Hollywood (c) Netflix
Szenenbild aus der Pilotepisode von Hollywood (c) Netflix
© zenenbild aus der Pilotepisode von Hollywood (c) Netflix

Erst vor wenigen Monaten hat Ryan Murphy die Netflix-Serie The Politician zum Leben erweckt. Nun hat sich der Serienschöpfer wieder mit dem Streaming-Giganten zusammengetan, um eine Serie über das goldene Zeitalter Hollywoods zu drehen, die aus der Perspektive von Anfängern erzählt wird.

Worum geht's?

Hollywood folgt dem Leben von Jack (David Corenswet). Dessen Frau ist schwanger. Sie haben Geldprobleme und wissen noch nicht mal, wie sie zu zweit über die Runden kommen sollen. Wie sie sich dann ein Leben mit Kind finanzieren sollen, ist ihnen völlig unklar. Wie schlecht es sowohl um ihren Beziehungs- als auch um ihren Kontostand steht, fasst folgendes Zitat gut zusammen: „It is not our anniversary, is it? - They cut all our electricity, Jack.

Er ist Schauspieler und möchte es wie so viele andere in Hollywood schaffen. Doch er ist nur einer unter vielen „diamond(s) in a dozen“ und der Erfolg bleibt aus. De facto kann er noch nicht mal einen einzigen Schauspieljob vorweisen.

Durch Zufall trifft er auf Ernie (Dylan McDermott), der ihm einen Job als Prostituierter, getarnt als Tankwart, anbietet. Dadurch kommt nicht nur gut Kohle in die Haushaltskasse, sondern er lernt auch alle möglichen Menschen des Show-Business kennen. So kommt er auch durch ein nächtliches Treffen mit einer Casting-Agentin zu seinem ersten Schauspieljob. Gerade, als es so scheint, als ob es endlich für ihn gut laufen würde - sowohl finanziell als auch beruflich -, wird er von der Polizei aufgrund seiner illegalen sexuellen Handlungen festgenommen.

An dieser Stelle sollte sein Arbeitskollege Archie Coleman (Jeremy Pope) erwähnt werden, auf den er in einem Kino trifft. Dort geht dieser für Geld sexuellen Handlungen nach. Auch er macht diesen Job nur aus einer Not heraus und will es eigentlich im Showbusiness schaffen. Er ist nämlich (Drehbuch-)Autor. Das einzige Problem ist, dass er aufgrund seiner Hautfarbe keine feste Anstellung von einem Studio erhält. Somit fängt er nun auch an, in Dreamland zu arbeiten.

Wie kommt's rüber?

Die Serie wirft einen Blick auf die Schattenseiten Hollywoods, bevor man es überhaupt in diesem Business geschafft hat. Dabei gehen die Figuren aus einer Not heraus Berufen nach, die im Grunde das Gegenteil von ihrem Traum darstellen. Auf kurze Sicht mögen diese Tätigkeiten das Richtige für sie sein, doch auf lange Sicht werden sie so ihrem Ziel nicht näherkommen.

So wie viele andere Serienmacher, wie zum Beispiel Shonda Rhimes, Kate Burton (Dr. Ellis Grey in Grey's Anatomy und die Vizepräsidentin in Scandal) et cetera, greift auch Ryan Murphy immer mal wieder auf die gleichen Schauspieler zurück. So ist in Hollywood Dylan McDermott zu sehen, der bereits in der ersten Staffel von American Horror Story, das auch aus der Feder von Murphy stammt, vor der Kamera gestanden hatte.

Netflix
Netflix - © Netflix

Noch kann man nicht besonders viel über die Serie und deren Verlauf sagen. Das Setting, Hollywood, ist klar. Dieses wird durch Außenseiter und Newcomer angegangen. Bisher hat sich die Serie jedoch zu sehr auf eine Figur konzentriert, anstatt dass sie das Showbusiness oder eine ganze Gruppe von Anfängern ins Visier nimmt. Somit fällt es schwer, nach der Sichtung dieser einen Episode ein Urteil über „Hollywood“ zu fällen. Dadurch fühlt sich die Pilotepisode zu sehr wie ein Prolog an, der uns lediglich eine Einführung in das Setting, in dem wir uns befinden, durch eine einzige Figur gibt.

Auch in „Hollywood“ kehren die üblichen zwei Motive von Ryan Murphy, die ihn so stark prägen, zurück: Kunst und Queer. Murphy beschäftigt sich in dieser Netflix-Serie erneut mit Außenseitern - mit Menschen, die im Leben zu kämpfen haben. Darunter fallen für ihn auch Menschen, die aus dem Raster fallen und sonst eher nicht in Mainstream-Produktionen ein Gesicht erhalten würden, wie zum Beispiel Homo-, Bi- und Transsexuelle. Dabei steht oft die Kunstszene im Vordergrund, man denke hier an Serien wie Glee und Pose, aber auch an das schon genannten „American Horror Story“.

Fazit

Die Pilotepisode von „Hollywood“ ist vor allem ein Prolog, der die Vorgeschichte vor dem Erfolg des Schauspielers Jack darstellen soll. Dabei wird auch auf die Hürden, die es in Hollywood zu überwinden gilt, hingewiesen. Es lässt sich noch nicht allzu viel zu der Netflix-Serie nach Sichtung der ersten Episode sagen, aber bei Ryan Murphy kann man sich normalerweise auf eine starke Atmosphäre und authentische Figuren verlassen, die einen in den Bann ziehen. Das scheint sich auch hier abzuzeichnen, da man relativ schnell mit einigen Charakteren mitfiebern kann.

Hier abschließend noch der Trailer zur Serie:

Verfasser: Maike Karr am Freitag, 1. Mai 2020

Hollywood 1x01 Trailer

Episode
Staffel 1, Episode 1
(Hollywood 1x01)
Titel der Episode im Original
Hooray for Hollywood
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 1. Mai 2020 (Netflix)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 1. Mai 2020
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Freitag, 1. Mai 2020
Erstausstrahlung der Episode in der Schweiz
Freitag, 1. Mai 2020
Autoren
Ryan Murphy, Ian Brennan
Regisseur
Ryan Murphy

Schauspieler in der Episode Hollywood 1x01

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