Haus des Geldes Staffel 4
Haus des Geldes Staffel 4 Episodenguide
News zur 4. Staffel Haus des Geldes
Noch mehr News zur Serie Haus des GeldesReview zu Haus des Geldes Staffel 4
Die 3.Staffel von Haus des Geldes hatte mit einem Cliffhanger geendet (siehe auch hier): Die Gewalt ist eskaliert und ein Krieg ist ausgebrochen. Die Bande hat zwei Bazookas auf die auf sie zurollenden Panzer abgeschossen. Kurz vorher wurde Nairobi (Alba Flores) durch einen Befehl der neuen Inquisitora, Alicia Sierra, (Najwa Nimri) lebensgefährlich verletzt. Außerdem nimmt der Professor (Álvaro Morte) an, dass seine Ehefrau Raquel (Itziar Ituño) vom Militär umgebracht wurde, weil sie seinen Standort nicht verraten wollte.
Cliffhanger aufbereiten
In dem am 3. April gestarteten vierten Teil geht es nun erst mal darum, diese Situationen zu deeskalieren. Priorität Nr. 1 hat dabei die Versorgung von Nairobi. Entgegen ihres Willens wird sie von ihren Komplizen unter Anleitung eines Doktors operiert. Darauf wurde sie, wie wir in Rückblicken erfahren, vorbereitet - wie gefühlt auf alle anderen Eventualitäten auch. Daraufhin wird sie in einen tiefen Schlaf versetzt, damit sie sich erst mal ausruhen kann.
Der Ausbruch von Gewalt aka die Benutzung der Bazookas hat erstaunlicherweise nur indirekt Auswirkungen auf die Verhandlungen zwischen den Bankräubern und den Behörden.
Nach einem Telefonat zwischen Sergio und Tokio (Úrsula Corberó) wird dieser aus seiner Trauer gerissen und kommt wieder zu Verstand. Durch ein Aufrütteln ihrerseits kann er wieder logisch denken und zieht die Möglichkeit in Betracht, dass er reingelegt wurde und seine Frau noch am Leben ist. Er verwandelt sich wieder zu dem Professor, der schon so oft der Retter in der Not war und setzt alle Hebel in Bewegung, um zu erfahren, was mit Raquel ist.
Durch seinen großartigen Verstand, der mit den von Genies wie Sherlock Holmes mithalten könnte, gelingt es ihm herauszufinden, dass sie vor der spanischen Nationalbank von Alicia verhört wird. Während er das Geschehen in der besagten Bank im Auge behält und den Insassen mit Rat und Tat zur Seite steht, macht er sich daran, einen Rettungsplan für Raquel zu schmieden.
(Liebes-)Drama pur
Nachdem Rio mit seiner Gruppe wiedervereint wurde, macht er mit Tokio Schluss. Ihm ist während seiner Gefangennahme bewusst geworden, dass Tokio ihn viel zu sehr bemutterte und er viel zu anhänglich war. Zur gleichen Zeit kriselt es zwischen Denver (Jaime Lorente) und Stockholm (Esther Acebo). Als sich dann Rio und Stockholm einander annähern, ist das Drama perfekt. Die eher leidenschaftlich Gesinnten Denver und Tokio werden eifersüchtig. Während sie vermuten, dass zwischen den beiden etwas läuft, vertraut sich in Wahrheit Rio lediglich Stockholm darüber an, was ihm wirklich während seiner Gefangenschaft zugestoßen ist.
Die ihm dort widerfahrenen Menschenrechtsverletzungen macht sich die Gruppe später zu eigen und nutzt die Macht der Medien sowie der Öffentlichkeit, um so die Regierung als skrupellose Heuchler und Lügner zu entblößen.
Neuer Gegner
Für uns taucht auf einmal, wie aus dem Nichts, ein neuer Gegner - „aus dem Inneren“ - auf. Von einem Moment auf den nächsten hat es die Gruppe nicht mehr nur mit den Behörden vor der Bank, sondern auch mit einem höchst gefährlichen und trainierten Security-Mann in der Bank zu tun. Sie haben also auf einmal einen individuellen Feind, einen Feind mit Gesicht, was die Lage noch viel intensiver gestaltet. Innerhalb kürzester Zeit breitet er seine unvorhersehbare, unsichtbare Macht aus, die wie ein Tsunami die Gruppe überrennt.
Was jedoch noch erstaunlicher ist, ist der Umstand, dass der Professor und Berlín (Pedro Alonso), von dem der Plan zu diesem Überfall stammt, von der Gefahr, die von diesem Mann ausgeht, wussten, aber sich nicht darauf vorbereitet haben. Als sie von seiner potentiellen Gefahr erfahren, meinen sie, sie müssen ihn ausschalten. Das wird jedoch nicht durchgeführt, was schließlich verheerende Folgen hat:
Die Bankräuber befinden sich auf seinem Gebiet. Er kennt die Bank wie seine Westentasche, was ihm zu einem enormen Vorteil verhilft. Er gewinnt also die Oberhand. Auf einmal sind Tokio, Denver und Co die Gejagten bei ihrem eigenen Überfall. Sie sind blind, während er alles im Blick hat. Es gibt also plötzlich diesen übergroßen Bösewicht, für den aber keine Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden.

Nairobis Schicksal
Über die ganze Staffel hinweg steht es nicht gut um Nairobi. Nachdem sie die Operation, die unter brenzligen Umständen stattgefunden hat, überstanden hat, jagt eine gefährliche Situation die nächste. Der besagte Gegner, oder besser gesagt Bösewicht - ein Name, der ihm eher gerecht wird -, hat es auf sie abgesehen. Nachdem er sadistische Spiele mit ihr spielt, will er sichergehen, dass sie nicht lebend davonkommt und verpasst ihr just in dem Moment, in dem ihre Freiheit zum Greifen nahe ist, den Todesschuss.
Während der gesamten Zeit wird ihr Schicksal, das im Prinzip unausweichlich ist, immer weiter hinausgezögert. Dabei wird zusätzliche Spannung aufgebaut, indem beinahe der größte Teil dieser Folge in der Vergangenheit spielt und uns Nairobis Lebensfreude und ihre schöne Zukunft, die vor ihr gelegen hätte, vor Augen geführt werden. Hier wechselt die Serie in den emotionalen Modus, wodurch geschickt Drama und Spannung miteinander verbunden werden und wir wie vor den Fernseher gefesselt sind. Obwohl wir wissen, was passieren wird, können wir nicht anders, als uns Nairobis Ende anzusehen.
Nach dem Verlust von Nairobi ziehen alle an einem Strang. Alle Probleme der Gruppe scheinen wie weggeblasen. Sie werden durch ihre Trauer zusammengeschweißt und haben nur noch ein Ziel, ein gemeinsames Ziel: so schnell wie möglich dem Security-Mann den Garaus zu machen und aus der Bank in die Freiheit zu entkommen.
Spannung pur
Das ist das, was die Serie ausmacht - dieser ständige Wechsel von „wir werden im Dunkeln gelassen/wissen nicht, was los ist/sind genauso blind wie die Geiseln/Behörden“ und „uns wird die Geschichte des Überfalls erzählt/uns wird die Genialität vor Augen geführt/uns wird ein Blick hinter die Kulissen gewährt/uns wird vom Plan erzählt“. Dabei kann man nur staunen, wie viel die Bankräuber von vornherein mit einkalkuliert und vorhergesehen haben. Welche Eventualitäten sie beachtet haben. Diese Planung rettet ihnen immer wieder den wortwörtlichen Arsch. Und macht sowohl die Spannung der Serie als auch ihren fesselnden Charakter aus.
Doch es läuft nicht immer alles nach Plan und es muss improvisiert werden oder Plan B wird ausgeführt, wenn Plan A scheitert. Diese Balance aus „sich in Sicherheit wiegen“ und „einer eskalierenden Situation“, an der alles scheitern und die Dalí-Gruppe alles verlieren könnte, ist ein weiterer Charakterzug der Netflix-Serie.
Außerdem erfindet sich die Serie immer wieder neu und kommt stets mit neuen Plot-Twists um die Ecke - auch scheint der Professor alles bedacht zu haben und kann immer wieder ein Ass aus seinem Ärmel ziehen. So entpuppt sich zum Beispiel eine der Geiseln, die sich bereits durch mysteriöse Blicke verdächtig gemacht hatte und aufgefallen war, als Undercover-Geisel namens Julia, ehemals Juanito - Patenonkel von Moskau (Paco Tous).
Das Ende
Beim letzten Manöver der Truppe werden wir genauso hinters Licht geführt wie die spanischen Behörden: Denn durch den Zeitsprung in die Zukunft, bei dem wir die Perspektive der Staatsgewalt einnehmen, sind wir genauso ahnungslos wie sie. Erst Episoden später wird der Vorhang gelüftet und wir erhalten einen Blick hinter die Kulissen.
Dabei wird das letzte Manöver nicht ganz ausgeführt und endet erneut mit einem fiesen Cliffhanger, so wie das bereits bei der vorherigen Staffel der Fall war. Der Security-Mann hat zwar lange Zeit bei ihrem Spiel mitgespielt, setzt sich jedoch gegen Ende zur Wehr und es wird erneut brenzlig. Ob es ihnen gelingen wird, den Kampf gegen ihn zu gewinnen, werden wir erst in der nächsten Season erfahren.
Die einzige Art des Abschlusses wird uns durch die Zusammenführung von der Inquisitora und dem Rest der Truppe geboten. Diese wurde vom Professor aus den Händen der Polizei gerettet und mit einem Militär-Hubschrauber zur spanischen Nationalbank gebracht.
Fazit
Erneut liefert die Netflix-Serie Haus des Geldes eine äußerst spannende und dramatische Staffel ab. Dabei werden wir durch das Hinwerfen von Brotkrumen bei der Stange gehalten. Jedoch steht hierbei manchmal die Logik hinten an. Das hat sie mit Serien wie Prison Break gemein. So scheint es doch merkwürdig, dass der Professor, der sonst an alles denkt, es nicht beachtet, den gefährlichsten Mann der Bank außer Gefecht zu setzen. Außerdem fällt der Einsatz von Musik auf, der die Stimmung von Situationen intensivieren soll, manchmal aber fast übertrieben wirkt. Alles in allem können wir aber auf das nächste Abenteuer der Truppe gespannt bleiben.
«Haus des Geldes» Trailer
Haus des Geldes Staffel 4 Episodenguide
Die Spannungen in der Gruppe steigen durch Wut und Trauer weiter an. weiterlesen
Der trauernde Professor (Álvaro Morte) versucht eine riskante Flucht. weiterlesen
Palermo (Rodrigo De la Serna) schockiert die Gruppe. weiterlesen
Sierra (Najwa Nimri) setzt ihr Subjekt unter Druck, den Deal anzunehmen. weiterlesen
Der Professor (Alvaro Morte) erinnert sich an die Hochzeit seines... weiterlesen
Der Maulwurf des Professors (Alvaro Morte) versucht seine Nachricht jemandem im Zelt zukommen zu lassen. weiterlesen
Denver (Jaime Lorente) wird zunehmend eifersüchtiger auf die Freundschaft zwischen... weiterlesen
In der Vergangenheit sagt Berlin (Pedro Alonso) voraus, dass Gandía (José Manuel Poga) Probleme für die Operation verursachen wird weiterlesen
Sierras (Najwa Nimri) Verhör von Lisboa hat eine... weiterlesen
Denver (Jaime Lorente) wendet sich an eine verdeckte Quelle um Hilfe weiterlesenweiterlesen
Nairobi (Alba Flores) versucht ihr Team zu motivieren als die Gefahr um sie herum immer größer wird. weiterlesen
Als Nairobi (Alba Flores) in Geiselhaft ist, verhandelt Gandía (José Manuel Poga) mit der Crew. weiterlesen
Der Professor (Alvaro Morte) sucht verzweifelt nach einem Plan um sein Team zu retten. weiterlesen
Die Gruppe steht nach einem Angriff auf einen der ihren unter Schock weiterlesen
Der Professor (Alvaro Morte) bringt mit der Hilfe neuer Rekruten und Palermo (Rodrigo De la Serna) seinen angepassten Plan... weiterlesen
Der Professor (Alvaro Morte) versucht mit Benjamin (Ramón Agirre) und anderen Lisboa zu befreien. weiterlesen
Tokyos (Ursula Corbero) Wut wird zur Gefahr für den Plan. weiterlesen
Sierra (Najwa Nimri) nimmt die... weiterlesen