Grimm 4x15

Die Episode Double Date erinnert an alte Grimm-Episoden, leider nicht im positiven Sinne. Der Fall der Woche basiert auf einer netten Idee, kann aber darüber hinaus nicht begeistern. Doch alles andere wird lediglich enttäuschend spärlich aufgegriffen.
Ein weiteres besonderes Wesen
Zwei Seelen in einem Körper und die beiden sind schwer ineinander verliebt. Das ist die Idee hinter dem Wesen dieser Grimm-Episode, Huntha Lami Muuaji. Zwischen Linus (Mark Famiglietti), der männlichen Identität, und Stacey (Briana Lane), der weiblichen Identität, liegt ein neutraler Status, eine geschlechtslose „Woge“-Maske, die jedoch von allen Menschen gesehen werden kann. Dass Nick (David Giuntoli), Hank (Russell Hornsby) und Wu (Reggie Lee) Monroe (Silas Weir Mitchell) in Gefahr bringen, weil sie diesen Trick nicht erkennen, ist überraschend nach nun mittlerweile vier Staffeln in der unvorhersehbaren Wesenwelt.
Doch das größte Problem am Fall der Woche ist die Tatsache, dass er keine Besonderheit zu bieten hat. Eine in den luftleeren Raum gebaute Wesenart macht nur halb so viel Spaß wie eine, die in dem Netz verwebt ist, das wir bisher kennengelernt haben. Manchmal reichen auch die beteiligten Figuren, um den Fall interessant zu machen. Nick und Hank sind gut für das grobe Gerüst und sie machen sich gut, am Ende reinzuspringen und die Bösen zu verhaften. Doch zwischendurch sind es Monroe und Rosalee (Bree Turner), Wu oder immer wieder gerne auch von Eisbiber Bud (Danny Bruno), die die Ermittlungen unterhaltsam machen.
Auf dem Papier klingt es, als wenn die Episode Double Date dabei genau ins Schema passt, immerhin dient Monroe als Lockvogel und darf sich von einer attraktiven Frau umwerben lassen, mit der Gewissheit, dass Gefahr unmittelbar im Verzug ist. Doch die Grimm-Autoren halten Silas Weir Mitchell an der kurzen Leine - kurz in Bedrängnis vor dem Fenster holt er einige Lacher, aber da wäre ganz sicher noch mehr drin gewesen.
Was ebenfalls schon mal besser lief, ist die Annäherung an das Wesen der Woche. Manchmal reichen kurze Szenen, um in die Problematik zu kommen, um mitfühlen zu können. Zum Beispiel die Naiad-Familie in der Episode One Night Stand, bei denen die Männer zeugungsunfähig geboren werden.
Das Huntha-Lami-Muuaji-Paar in dieser „Grimm“-Episode kann weder Verständnis noch Angst verbreiten. Dafür sind die Szenen, in denen die Autoren sich auf sie konzentrieren, einfach zu spärlich.
Kleinteile ohne Mehrwert
Statt eine Sache vollständig zu verfolgen, verteilen die Grimm-Macher die Sendezeit wieder einmal auf zahlreiche Plots, in die wir lediglich einen kurzen Blick werfen. Als Paradebeispiel muss wieder einmal Adalind (Claire Coffee) herhalten. Sie lebt immer noch unter dem Dach der Royals, wo sie nun zweifelsfrei feststellt, dass sie schwanger ist. Doch dabei fehlen in der Episode Double Date die amüsanten Szenen aus dem Vorausblick in der letzten Episode, in denen sie Nick die frohe Botschaft verkündet.
Stattdessen betont sie noch einmal, dass ein zweites Kind nicht in ihrem Plan enthalten ist und bekommt mit, dass Viktor gegen einen anderen Royal ausgetauscht wird. Doch viel mehr gibt ihre Story nicht her. Manchmal wäre es vielleicht besser, die Zeit dem Kriminalfall zu geben, statt einen kurzen Blick auf Adalind zu werfen, der weder Informationen noch Unterhaltung bietet.
Mehr Zuwendung bekommt unterdessen Juliette (Bitsie Tulloch). Sie hat sich entschieden, aus dem gemeinsamen Haus mit Nick auszuziehen, bis sie weiß, wer sie ist. Nachvollziehbar ist das nur begrenzt, doch Juliette hat bis jetzt immer die Entscheidung getroffen, die am nervigsten für Nick und uns war. Von diesem Schema weichen die Grimm-Autoren auch in diesem Fall nicht ab.
Fazit
Die Episode Double Date treibt ausschließlich in kleinen Szenen den episodenübergreifenden Plot voran, die aber kaum Neues bringen. Wenn dann auch noch der Fall der Woche vor sich hin plätschert, ist der Unterhaltungswert entsprechend niedrig.
Verfasser: Serienjunkies.de am Montag, 30. März 2015Grimm 4x15 Trailer
(Grimm 4x15)
Schauspieler in der Episode Grimm 4x15
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