Fear the Walking Dead 4x13

© zenenfoto aus der „Fear the Walking Dead“-Folge „Blackjack“ (c) AMC
In der Fear the Walking Dead-Folge Blackjack ist die Hälfte der Gruppe schon wieder zusammen und im Truck von Sarah (Mo Collins) und Wendell (Daryl Mitchell) unterwegs. Althea (Maggie Grace) und June (Jenna Elfman) haben sich Morgans (Lennie James) neuer Crew angeschlossen und hoffen, weitere Hilfesuchende aufzugabeln, wie etwa Quinn, der jedoch von der filthy woman (so wird die Figur von Tonya Pinkins bei IMDB und Amazon genannt) zum Zombie gemacht wurde, was June allerdings nicht weiß und weiterhin hofft. Althea geht es ähnlich, weil sie ihren SWAT-Truck zurückhaben möchte.
Wir sehen derweil, dass Wendell sich durchaus gegen Untote zur Wehr setzen kann, weil sein Rollstuhl mit entsprechenden Stichvorrichtungen und Waffen ausgestattet ist, allerdings kümmert sich dann doch Sarah um den Zombiekill. Die Leiche von Pervis, die im Gesicht beschriftet ist, warnt die Gruppe vor einer drohenden Gefahr. Schon bald erreicht sie statt Quinn ein Funkspruch der Frau, der Morgan schon am Wegesrand begegnet ist und die ein Problem mit Schwäche zu haben scheint. Sie meint, Morgan zu kennen, ob das auf Gegenseitigkeit basiert, bleibt bislang offen, wobei eine Anmerkung von Morgan für Fragezeichen sorgt. Ihre Warnung: Die Verteilung der Kisten soll unterlassen werden, weil das nur für schwache Menschen sorgt, wobei wir in der vergangenen Folge und auch in dieser zahlreiche Beispiele sehen, bei denen das Gegenteil der Fall ist und die eine Rettung in der Not darstellen.
Morgan will mit seinem Plan fortfahren und droht, im Ernstfall den Truck mit Junes und Altheas Hilfe zu übernehmen. Mit ein bisschen Aikido gegen Sarah kann er den Rest schnell überzeugen, dass man bei seinem Plan bleibt.
The Odd Couple

Strand (Colman Domingo) und John (Garret Dillahunt) sind nach dem Sturm bei einer Ranger Station gestrandet, deren Vorräte einigermaßen gut bestückt sind. Während John Holz hackt, um ein Floß zu bauen, liegt Victor auf der faulen Haut. Ein Vogel lockt derweil die Toten an und es ist nicht der einzige tierische Besucher, der die beiden Männer auf Trab hält. Da das Auto der beiden versenkt ist, bleibt ihnen allerdings kaum eine andere Wahl, wenn sie wieder weg wollen. Problem ist nur, dass Strand nur wegen Johns Hilferuf sein Herrenhaus mit prächtigem Weinkeller verlassen hat, in dem ihm paradiesisch ergangen war.
Der weiterhin verletzte John kämpft aber darum, June und Charlie zu finden und ist so herzensgut, dass er Strand sogar holen würde, wenn er das erledigt hat. Strand glaubt nicht daran, dass Johns Floß funktionieren wird, zumal im Wasser ein Alligator wartet. Ja, der Tierfundus aus dem The Walking Dead-Universum wird nach Hirschkuh, Schildkröte, Tiger, Ziege, Pferd und Schwein nun auch um einen Alligator erweitert, der unbändigen Hunger zu haben scheint. Da hilft ein klapperiges Floß tatsächlich nur bedingt. Glücklicherweise hat der Sturm ein Auto umgeweht, dessen Heck sich zu einem besseren Floß umfunktionieren lässt, allerdings muss Victor dafür anpacken...
Als der jedoch einen feinen Tropfen sieht, riskiert er dafür sein Leben, statt zunächst die Mission im Auge zu haben. John kann das nicht unkommentiert lassen, aber Strand scheint sein Suff wichtiger zu sein als die Zukunft, was ein wenig an Bob Stookie aus The Walking Dead erinnert. Glücklicherweise ist Johns Optimismus ansteckend, aber erst, nachdem er den inneren Baumeister erneut demonstriert und die Hupe aus dem gefundenen Auto als Zombieablenkung einsetzt, damit sich der Alligator den Untoten widmet und nicht ihrem kleinen Schiffchen. Da die Batterie aber nicht ewig hält, klappt der Plan nicht wie erwartet und das Tier beschädigt das Autofloß. Es muss improvisiert - oder, wie in Strands Fall, die eigene Haut gerettet - werden.
Ein letztes Bier

Luciana (Danay Garcia) taucht zum ersten Mal seit einigen Folgen auch wieder auf und sucht in einer Bücherei nach Charlie. Stattdessen findet sie den verletzten Clayton (Stephen Henderson), der einen Unfall hatte und seit dem Sturm in seinem Auto ausharrt. Er wundert sich, warum sie einem Wildfremden helfen würde, aber zum einen scheint das ein Motiv der Staffel zu sein und zum anderen muss sie Wiedergutmachung leisten, dafür dass sie das junge Mädchen fortgejagt hatte und das nun bereut. Vielleicht auch, weil es sonst nicht ihrem Charakter entspricht, Hilfe zu unterlassen. Die Befreiung von Clayton kann sie jedoch nicht bewerkstelligen, weil für ihn jede Hoffnung schon verloren scheint. Das Autowrack sorgt - wie beim Film „Signs“ - wohl überhaupt dafür, dass er noch am Leben ist. Allerdings hat er einen letzten Wunsch: ein köstliches Bier, bevor er seinem Schöpfer entgegentritt, hätte er noch gerne.
Was für ein Zufall, dass die Serie einen Bierbrauer eingeführt hat und wir Kisten am Wegesrand ausliefern, wo manchmal das kühle Nass verborgen ist. Über das Walkie-Talkie sind die beiden immer wieder in Kontakt und so bleibt die Hoffnung am Leben. Bis auf ein Rootbeer findet sie zunächst nichts, bis eine der Hoffnungskisten auftaucht und Jims Bier darin steckt.
Die Luciana-Story hat schon einen kleinen merkwürdigen Beigeschmack, wenn ihre Heldinnenreise nur daraus besteht, Bier aufzuspüren. Immerhin erhält sie als Gegenleistung von Clayton allerdings auch kostbare Informationen zu von ihm versteckten Vorräten, denn, wie es der Zufall nochmals so will, ist er der besagte Trucker, von dem Sarah und Wendell wohl ihren fahrbaren Untersatz haben. Zudem nehme ich Wetten an, dass die einzige Person, die er nicht sehen möchte, die filthy woman ist... Da müssen wir wohl noch ein wenig abwarten.
Weil Morgan sich nicht von der Frau abschrecken lässt und eine Kiste mit der Zusatzinformation versieht, unter welcher Frequenz man Hilfe erreichen kann, wird Luciana mit ihren alten Weggefährten vereint. Durch Claytons Gabe kann sie nun auch anderen helfen - es sei denn, die verrückte Frau macht dem einen Strich durch die Rechnung. Denn sie hört immer zu, hat Morgan und Co im Auge und verfolgt die Gruppe im SWAT-Truck, wobei sie - wie zu erwarten war - das Feuer auf die Insassen des Trucks eröffnet. Auch Alicia (Alycia Debnam-Carey) und Charlie haben derweil Kontakt aufgenommen, doch sie hören nur, wie die Attacke vonstatten geht. Es ist wieder einmal unwahrscheinlich, dass viele Figuren bei der Attacke sterben, wobei „FtWD“ eher für Risiken bereit ist als die Mutterserie. Mit John, Strand, Alicia und Charlie sind aber auch noch genug Figuren übrig, die entweder aushelfen können oder die man weiterverfolgen kann. So, wie Alicia und Charlie hier gezeigt werden, dürften sie bald als Kavallerie mitmischen.
Fazit
Alligator-Action versus Bierhol-Action. Dieses Mischmasch fasst die zweite Hälfte der vierten Staffel von Fear the Walking Dead gerade ganz gut zusammen. Es scheint, als arbeiten die Showrunner eine Brainstorming-Session ab, die auf dem Papier zusammenpasst, aber irgendwie über sehr viele glückliche Zufälle funktioniert oder einem Puzzle ähnelt, das sich zu leicht lösen lässt. Unter allen möglichen Menschen trifft Luciana auf den Truckfahrer und findet die eine Kiste am Wegesrand, die ihre Rettung ist? Und zufällig ist der Herzenswunsch ein Bier, das durch den Bierbrauer gewährt werden kann?
Immerhin lässt das Episodenende ein wenig kurzfristige Spannung dazu aufkommen, ob die verrückte Schurkin ihren Worten Taten folgen lässt. Ob Morgan ihr nach dieser Aktion noch helfen will? Kennen sie sich wirklich? Wir werden sehen...
Trailer zur Episode MM 54 der Serie Fear the Walking Dead (4x14):
Hier kannst Du „Fear the Walking Dead: Vierte Staffel im Stream“ bei Amazon.de kaufen
Verfasser: Adam Arndt am Montag, 10. September 2018(Fear the Walking Dead 4x13)
Schauspieler in der Episode Fear the Walking Dead 4x13
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?