Falling Skies 2x05

Falling Skies 2x05

Ein alter Bekannter aus Staffel eins taucht in der Episode Love and Other Acts of Courage aus Falling Skies unverhofft auf. Außerdem offenbart sich ein neuer Verbündeter der Widerstandsgruppe. Aber kann man ihm trauen?

Das Stund-Double von Hal (Drew Roy) auf der Flucht vor dem Mech-Angriff / (c) TNT
Das Stund-Double von Hal (Drew Roy) auf der Flucht vor dem Mech-Angriff / (c) TNT

Was ist passiert?
Während Ben (Connor Jessup) mal wieder alleine in der Gegend rumstreunt, rüttelt eine Explosion die Mitglieder der Widerstandsgruppe wach. Am Ort des Geschehens findet die Gruppe um Tom (Noah Wyle) und Weaver (Will Patton) den aus der ersten Staffel bekannten Rick (Daniyah Ysrayl), der einst die 2nd Mass an die Aliens verriet, neben toten Mechs und Skittern vor.

Trotz Weavers Bedenken startet Tom eine Suchaktion nach Ben, als Rick im neuen Lager aufwacht und zu wissen glaubt, wo Ben sich befindet. Neben Ben findet der Suchtrupp auch den verletzten Scar-Skitter („Redeye“), der nun seinerseits vorgibt, auf Seite der Menschen zu sein, da sie in den Overlords - den großen humanoiden Aliens - einen gemeinsamen Feind haben.

Nach der Rückkehr ins Lager warnt Redeye vor einem Trupp der Außerirdischen, die ihn töten wollen und auf dem Weg ins Camp sind. Hal (Drew Roy), Maggie (Sarah Carter) und zwei weitere Mitglieder der 2nd Mass, die gerade Vorräte in einem verlassenen Krankenhaus aufgespürt haben, treffen kurz vor der Rückkehr ins Lager auf diese Todesschwadron - und danach bricht kurzzeitig die Hölle los.

Die 2nd Mass schlägt nach der Flucht im Krankenhaus ein neues Lager auf, Redeye ist vorerst dank Rick (der einen tödlichen Schuss von einem der Berserker einfängt, um Redeye zu retten) entkommen. In einer letzten Szene offenbart Ben dem jüngeren Bruder Matt (Maxim Knight), dass er sich bald für einige Zeit von der 2nd Mass trennen wird.

Skitter-Rebellion?
Redeye macht Tom klar, dass er sein Leben an Bord der Außerirdischen gerettet hat und erwähnt, dass die Skitter genauso unter der Kontrolle der Overlords stehen wie auch die Kinder und Jugendlichen mit Harness. Seit gut 100 Jahren versuchen die Skitter, gegen die Kontrolle der Overlords anzukämpfen (sie wurden ebenfalls im jungen Alter mit einem Harness ausgestattet). Tom, der das Meiste unter sechs Augen (Rick dient als Sprachrohr von Redeye) erfährt, ist aber mehr als skeptisch und aus gutem Grund.

Dennoch ergibt sich damit eine neue Perspektive für die verbleibende Menschheit. Denn wenn die Skitter eine Rebellion wollen und entsprechend Kräfte mobilisieren können, ist der Kampf gegen die Invasoren weit aussichtsreicher als bisher angenommen. Das Problem dabei ist nur, dass man zunächst nicht weiß, wer sich dem Harness widersetzen kann und wer nicht. Etwas vorhersehbar in Anbetracht der letzten Folgen, aber trotzdem eine willkommene Erfahrung.

Weavers Position
Weaver teilt die Meinung eines Berserkers: „The only good skitter is a dead skitter.“ Und wer würde es ihm verübeln? Als die Todesschwadron für Redeye näher kommt, ist ihm folglich klar, dass die durch Redeye das Lager gefunden haben und entsprechend schalten er und seine Leute auf killmode um. Redeye kann nur entkommen, weil Rick sich in den Weg wirft. Für Ben ein tragischer Moment.

Ferner gibt Weaver Tom zu verstehen, dass - falls Ben sich als Verräter herausstellen sollte - sich jemand um Ben kümmern (sprich: ihn töten) muss. Tom ist ehrlich und sagt Weaver, dass er nicht weiß, ob er dazu fähig ist. Aber Weavers Position kann man in jeder Sekunde nachfühlen: Als Redeye im Lager ist, will er nur mit Tom sprechen. Und Weaver weiß ebenso wie der Zuschauer, dass Tom auch noch nicht als sicherer Kandidat gilt (siehe letzte Folgen und den Konflikt mit Pope). Respekt hin oder her, kann man Tom - und in der Folge auch Ben und Redeye - wirklich trauen?

Hal und Margaret
Einen Großteil der Folge dürfen - oder eher müssen - wir Hal und Margaret folgen, die sich in dieser Folge näher kommen. Nachdem sie auf Patrouille in einem Auto Unterschlupf finden, sich aneinander kuscheln und so den Mechs entkommen, tauschen sie wenig später am Hospital einen Kuss aus und Hal bekommt anschließend einen schönen Korb.

Als die beiden bei der Rückkehr ins Lager auf das Todesschwadron für Redeye stoßen, kann Hal allerdings als Retter auftreten und Maggie vor dem sicheren Tod bewahren. Im Krankenhaus (Maggie hat ganz schön was abbekommen) darf er sogar Händchen halten. Was gut zum Titel der Episode passt.

Was nicht so ganz passt...
Tja, so nett die Folge Love and Other Acts of Courage auch eigentlich ist, gibt es wieder ein paar Ungereimtheiten, die irgendwie wenig Sinn ergeben: Warum will Redeye nur mit Tom sprechen? Zugestanden, durch den Aufenthalt im Raumschiff hat Tom eine etwas besondere Position aus Redeyes Sicht, aber muss man deshalb gleich die anderen ausschließen? Anders wäre es vielleicht schwieriger gewesen, zu erklären, weshalb Weaver und Konsorten das Feuer auf Redeye eröffnen - aber die hätten genauso wie Tom Zweifel an Redeyes Absichten haben können.

Dann war da die spektakuläre Flucht der 2nd Mass: Die Mechs (vorher gesehen als Hal sich dazu entscheidet, Maggie zu retten) greifen an und der Zuschauer stellt sich auf ein Feuergefecht und eine knappe Flucht der 2nd Mass ein. Wo war das? Wir sehen, wie Hal den Bus startet, der seine verletzte Maggie und Anne (Moon Bloodgood) beherbergt, aber wir sehen nichts davon, was wirklich passiert. Ist das Budget so knapp, dass man eine zerstörte Stadt im Hintergrund (ganz klar als Greenscreen zu erkennen) zeigen kann, aber auf eine derartige actionreiche Szene verzichten muss? Traurig.

Ein weiterer Kritikpunkt ist daneben, dass Tom einfach so loszieht, um Ben ausfindig zu machen und Weavers Warnung in den Wind schlägt. Hatten wir solche Situationen nicht bereits zur Genüge? Da fragt man sich, was die Autoren so in ihren Sitzungen beratschlagen: „Also, wir müssen irgendwie Redeye ins Lager bringen, irgendwelche Ideen?“ - „Ja, Ben könnte Redeyes Ruf gefolgt sein und Tom will ihn zurück ins Lager holen.“ - „Hatten wir nicht gerade letzte Folge eine doppelte Rettungsaktion?“ - „Ja, aber das merkt doch keiner.“ - „O.k., so wird's gemacht.“ Muss nicht so gewesen sein, aber irgendwie klingt das nach Schema F: Einer von Toms Söhnen stromert abseits vom Lager herum und ist der Grund für eine Rettungsmission. Da fragt man sich, warum überhaupt irgendjemand das Lager einfach so verlassen kann - die Gefahr, dass diese Person dann in die Hände der Invasoren fällt und ausplaudern könnte, wo sich die Widerstandstruppe befindet, wird stetig ignoriert.

Ein letzter Kritikpunkt: Alles jubelt, als im Krankenhaus die Lichter angehen. Aber ist das schlau? Die Stadt macht einen komplett zerstörten Eindruck, kein Strom, kein Licht, nichts, was auf irgendjemanden hinweist. Und dann startet man im neuen Lager den Notstromgenerator und schaltet das Licht an? Naja, solange der Generator mit Isolierdecken vor der Detektion durch die Invasoren gesichert ist, wirds wohl gut gehen...

Fazit:
An sich eine unterhaltsame Folge, die die Geschichte um die Widerstandstruppe voran bringt und zudem einen neuen Verbündeten ins Spiel bringt. Leider hapert es noch immer an wesentlichen Punkten, die die Geschichte auch glaubwürdig werden lassen könnte.
3,5 von 5 Sternen.

Verfasser: Christian Schäfer am Dienstag, 10. Juli 2012
Episode
Staffel 2, Episode 5
(Falling Skies 2x05)
Deutscher Titel der Episode
Liebe und andere Heldentaten
Titel der Episode im Original
Love and Other Acts of Courage
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Sonntag, 8. Juli 2012 (TNT)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 20. Juli 2012
Autor
Joseph Weisberg
Regisseur
John Dahl

Schauspieler in der Episode Falling Skies 2x05

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