Doctor Who 7x08

„Listen, there is one thing you need to know about traveling with me, well, one thing apart from the blue box and the two hearts: We don't walk away.“ (Deshalb ist der Doctor unser Held!)
Das passiert in der Doctor Who-Folge The Rings of Akhaten:
Bevor der Doctor (Matt Smith) Clara (Jenna-Louise Coleman) abholt, um mit ihr verabredungsgemäß zur ersten gemeinsamen Reise in der TARDIS aufzubrechen, schaut er sich in ihrer Vergangenheit um. Er will herausfinden, was es mit der Frau, die er schon zwei mal hat sterben sehen, auf sich hat. Bei seiner Zeitreise geht der Doctor zurück bis ins Jahr 1981, als sich Claras Eltern, Dave (Michael Dixon) und Ellie (Nicola Sian), kennen gelernt haben, wobei jenes Ahornblatt, welches Clara als erste Seite ihres Reisebuchs aufgehoben hat, eine wichtige Rolle gespielt hat. Er geht die Jahre durch - von Claras Geburt bis zu ihrer Jugend, kann aber partout nichts ungewöhnliches in ihrer Vergangenheit finden.
Zurück in der Gegenwart nimmt er sie mit auf eine Reise zu den Ringen von Akhaten, dabei handelt es sich um Planetoiden-Ringe, die einen gewaltigen Gasplaneten umgeben; die Einheimischen glauben, das hier der Ursprung allen Lebens liegt. Vereint werden sie durch den Glauben an einen Gesang, der sicherstellen soll, dass der alte Gott niemals erwacht. Auf einem Markt macht Clara die Bekanntschaft mit einem jungen Mädchen namens Merry (Emilia Jones, Utopia), welches auch als die Königin der Jahre bekannt ist. Sie macht einen ziemlich verängstigten Eindruck, was an der bedeutenden Rolle liegt, die sie bei dem anstehenden Opferfest spielt...
Berühmter Gastautor
The Rings of Akhaten ist die erste Doctor Who-Folge aus der Feder von Luther-Schöpfer Neil Cross. Und er macht seine Sache schon sehr gut. The Rings of Akhaten ist eine aufregende Folge voller Witz und Gefühl, die über 45 Minuten bestens zu unterhalten versteht.
Durchatmen im Weltall
Ja, da und dort ist sie, vor allem was die genauen Zusammenhänge des Opferzeremoniells angeht, vielleicht schon ein bisschen verwirrend. Und am heutigen Montagmorgen werden die britischen Sachkunde- und Physiklehrer alle Hände voll damit zu tun haben, ihren Schülern zu erklären „Nein, das Weltall ist nicht voller Luft, die man atmen kann...“ Es ja wirklich geradezu aufreizend, wie sich der Doctor und Clara inmitten des freien Weltraums - ohne irgendein Anzeichen für eine Atmosphäre - ohne Druckanzug und Sauerstoff bewegen. Und Clara wundert sich noch nicht mal. Sie steht am Rande eines Planetoiden - und schaut so einfach in die Weite des Universums hinaus, ohne sich fragen, wie das möglich ist.
Großes Kino!
Es sieht natürlich ungemein spektakulär aus. Und fügt sich damit bestens in die übrige Folge ein, welche wohl seit langer Zeit die Doctor Who-Episode mit dem größten Wow!-Faktor sein dürfte. Es ist eine Folge, die nicht nur auf Herz und Verstand, sondern auch und insbesondere auf die Sinne abzielt. Atemberaubende CGI-Bilder, ein Potpourri an exotischen Außerirdischen, dazu Solo- und Chor-Gesang. Fortwährend gibt es etwas zu staunen. Man will sich gar nicht ausmalen, welche Unmenge an Überstunden die Masken- und Kostümbildner, das Special-Effect-Team und natürlich Komponist Murray Gold für The Rings of Akhaten eingelegt haben. Das ist Fernsehen, für das sich ein HD-Apparat und ein BluRay-Player wirklich lohnen.
Der Sonnen-Gott
Aber natürlich macht auch die Story Einiges her: ein vermeintlicher Gott, der sich von der psychischen Energie persönlicher Lebensgeschichten - oder anders gesagt: von den Seelen anderer Wesen - ernährt. Und ein kleines Mädchen, das ihm geopfert werden soll. Das schafft natürlich die besten Voraussetzungen, um den Doctor und Clara hochmotiviert und im vollen Einsatz für die gute Sache zu zeigen. Gleichzeitig eröffnet es die Möglichkeit, die beiden auch sehr persönlich in die Erzählung zu involvieren; etwa als der Doctor dem „alten Gott“ seinen gesammelten Schmerz einschließlich des Großen Zeitkriegs und der Vernichtung der Time Lords als Nahrung anbietet. Was aber nicht ausreicht. Erst mit dem Ahornblatt aus Claras Buch und all dem, wofür es steht, überfrisst sich das Wesen schließlich.
Hide behind the... TARDIS
The Rings of Akhaten glänzt mit vielen großartigen Szenen, mehr als sich überhaupt hier aufführen lassen: Das Kennenlernen von Claras Eltern ist eine schöne Romanze im Miniformat. Daves Ausführungen zu der einzigartigen Kausalkette, die sich rund um das Ahornblatt entfaltet hat, spiegelt sich später noch mal in der Rede des Doctors über die Atome aus fremden Sternen, die sich zu der einzigartigen Gestalt von Merry zusammengefunden haben. Sehr schön ist auch die Szene, in der sich Clara gemeinsam mit Merry hinter der TARDIS versteckt, gibt sie uns doch Gelegenheit, Clara auch mal abseits des Doctors (und nicht durch seine Augen hindurch) näher kennenzulernen.
Gerade im Umgang mit Merry erweist sie sich mehr denn je als ungemein sympathisch und einfühlsam. Zugleich ist sie aber auch eine Frau der Aktion: Beherzt schwingt sie sich auf das Weltraum-Moped, um dem Doctor zu Hilfe zu eilen. Als Companion hat sie sich damit auf jeden Fall schon mal bestens eingeführt. Da kann man eigentlich nur sagen: Mrs. Oswald, schön Sie an Bord zu haben!
Fazit
Ein grandioser Ausflug ins Weltall, der einem erst so richtig schmerzlich bewusst werden lässt, wie wenig Weltraum-SciFi es sonst momentan im Fernsehen gibt. Tolle Schauwerte, eine mitreißende, wenn auch beizeiten etwas konfuse Story. Und eine Companion, die schon jetzt ihren Platz in den Herzen der Fans sicher haben dürfte.
Trailer zu Folge 7x08 „Cold War“
Verfasser: Christian Junklewitz am Montag, 8. April 2013(Doctor Who 7x08)
Schauspieler in der Episode Doctor Who 7x08
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?