Doctor Who 13x05

Doctor Who 13x05

In der Folge Chapter Five: Survivors of the Flux der UK-Serie Doctor Who wird das Staffelfinale vorbereitet. Erklärungen tauchen in verschiedenen Handlungen auf, während unsere Figuren förmlich durch die Geschichte schwimmen. Ob wir aber hinterher auch wirklich schlauer sind?

Kevin McNally und Mandip Gill in Doctor Who (2005), (c) BBC One
Kevin McNally und Mandip Gill in Doctor Who (2005), (c) BBC One
© evin McNally und Mandip Gill in Doctor Who (2005), (c) BBC One

Chapter Five: Survivors of the Flux

Die aktuelle Episode ist auf verschiedene Art und Weise faszinierend - sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Autor und (noch-)Showrunner Chris Chibnall ist sichtlich bemüht, sein Staffelkonstrukt auf die Zielgrade zu führen und sehr gewillt, uns ein paar Erklärungen zur größeren Mythologie um den Doctor (Jodie Whittaker) zu geben, welche er selbst etabliert hat. Gleichzeitig wird versucht, dieser Episode - wie bereits den anderen zuvor - einen speziellen Touch zu geben, denn der Handlungsstrang um Yas (Mandip Gill), Dan (John Bishop) und Professor Jericho (Kevin McNally) könnte mit all den Reisen und Abenteuern aus einem „Indiana Jones“-Film stammen. Folglich gibt es viel zu entdecken, einiges zu bewundern und wenn Kate Lethbridge-Stewart (Jemma Redgrave) auftaucht, sind alle Fanherzen doch ohnehin gewonnen, oder?

Nein, nicht wirklich. Denn zuweilen verstrickt sich Chibnall in seinem eigenen Konstrukt, verliert angefangene Handlungsstränge aus den Augen, um sie durch neue zu ersetzen, die im Nachhinein nicht wirklich viel Sinn ergeben (außer halt, dass die Story vorangehen muss). Und selbst wenn man meint, irgendwie zu sehen, dass ein gewisser Bogen sich schließt, bleiben dennoch zu viele Fragen offen, um Chapter Five: Survivors of the Flux als eine runde Folge zu betrachten. Entsprechend bleibt trotz eines gewissen Erklärbär-Faktors vieles offen, insbesondere, wohin die eigentliche Reise (für die Figuren wie uns Zuschauer) denn nun gehen soll. Ich bin da einerseits gespannt auf die Antworten, denke andererseits aber, dass Chibnall sich übernommen hat und das große Finale dieser Staffel ähnlich „schwammig“ werden wird. Naja, abwarten.

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Outside this Universe...

Der Cliffhanger der letzten Woche entpuppt sich als harmlos und wird viel zu schnell aufgelöst. Offenbar sollten die Engelchen den Doctor bloß zurück zu Awsok/Tecteun (Barbara Flynn) bringen, um besagten Erklärbär-Modus zu starten und ein paar Einblicke in die ominöse Organisation namens „Division“ zu geben. Die operiert nämlich außerhalb unseres bekannten Universums (ist halt geheim und so), hat dieses aber gesteuert und ähnlich wie unser Doctor interveniert, um es „besser“ zu machen. An sich sollten die Ziele von „Division“ oder auch Tecteun also auf einer Linie mit den Zielen unseres Doctors liegen.

Tun sie aber nicht. Weil „Division“ hinter dem Flux steckt und von unserem Universum nichts mehr wissen will. Das wird halt zerstört und „Division“ wechselt zum nächsten Universum. Vielleicht, um sich von Swarm (Sam Spruell) und Azure (Rochenda Sandall) loszusagen, die offenbar die größeren Gegner sein sollen. Klappt aber nicht, denn die beiden tauchen gegen Ende plötzlich auf und falls Tecteun tatsächlich für die Befreiung von Swarm verantwortlich war (wie uns suggeriert wird), hat sie sich ihr Schicksal redlich verdient.

Aber was will „Division“ überhaupt? Was ist der große Sinn und Zweck dieser Organisation, wenn sie bereit ist, das aktuelle Universum aufzugeben, um in ein anderes umzusiedeln? Wie passt Karvanista (Craige Els) überhaupt ins Bild, der laut Chapter One: The Halloween Apocalypse ein Mitglied dieser Organisation ist, aber alles darauf anlegt, um unseren Planeten vorm Flux und allen Eindringlingen zu schützen?

Da passt hinten und vorne einiges nicht, oder bin ich auf dem Holzweg und übersehe etwas? Ich mein, klar, es gibt ein paar Erklärungen zur Vergangenheit des Doctors und zur größeren Mythologie um die Figur und ein Ood (Simon Carew) im Team ist immer „gOod“ (SCNR). Aber wenn die Organisation, die hier die Strippen zieht, schon selbst nicht weiß, weshalb sie diverse Strippen zieht, wirkt das unterm Strich einfach sinnlos. Sorry, ich würde gerne noch auf ein paar Gespräche zwischen „Mutter“-Tecteun und unseren Doctor eingehen, aber mir verschließt sich der wirkliche Sinn hinter den Ausführungen. Ganz zu schweigen davon, dass „Division“ sich vorher nie hat blickenlassen, selbst wenn das gesamte Universum auf dem Spiel stand oder gar rebootet wurde. Unterm Strich fühlt sich hier einfach nur wenig rund an.

Indiana Jones is back

Naja, noch nicht. Aber was Yas, Dan und Prof Jericho abliefern, ist durchweg mindestens amüsant und könnte mit Blick auf das vorrangige Ziel besagtem Franchise entsprechen. Für die drei Figuren geht es rund um die Welt, ihnen will scheinbar jemand an den Kragen und Yas klammert sich bei der Suche an eine Aufzeichnung des Doctors, die das vermeintliche Ziel vorgibt. Professor Jericho fügt sich gut ins Team ein, welches nun schon seit drei Jahren unterwegs ist und der Abenteuermodus steht allen ganz gut. Dieser Handlungsbogen hätte meines Erachtens auch gerne noch größer ausfallen können, denn was ein bisschen fehlt, sind eben die letzten drei Jahre unseres Trios, welches sich noch immer im Jahr 1901 befinden könnte (wenn uns nicht immer wieder aufgezeigt würde, dass dem nicht so ist).

Die große Veränderung soll eintreten, als unsere drei Figuren auf Joseph Williamson (Steve Oram) treffen, der Sinn und Zweck seiner Tunnel erklärt und damit vermutlich auch das Ziel darstellt, von dem der Doctor sprach. Damit wird die Handlung allerdings auch umgestellt, womit die Verfolger, die unserem Trio an die Kehle wollen, plötzlich verschwinden und die Prioritäten grundsätzlich wechseln. Schließlich stürmt da am Ende eine Horde Sontarans durch eine Tür, was Teil des Cliffhangers der Woche ist.

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U.N.I.T.

Anhand von Prentis (Craig Parkinson) aka „Grand Serpent“ wird uns präsentiert, was bei U.N.I.T. über die Jahre passiert ist. Wir starten in 1958, um uns weiter vorwärts zu hangeln und den Einfluss von Prentis zu spüren. Die vermeintliche Auflösung von U.N.I.T. im Jahre 2017 wird ebenfalls erläutert, womit Chibnall wohl doch ein wenig zurückrudert und jetzt einen anderen Grund angibt als damals in Resolution. Mir gefällt der Fanservice an dieser Stelle und die Aussicht darauf, dass neben Kate auch Osgood (Ingrid Oliver) für das Staffelfinale zurückkommen könnte, ist natürlich sehr willkommen.

Aber es gibt immer ein Aber. So stellt sich direkt die Frage, wie U.N.I.T. unter dem Einfluss von Prentis überhaupt operieren konnte. Man erinnere sich nur an den dritten Doctor (Jon Pertwee), der eng mit dieser Organisation zusammenarbeiten musste, die eben darauf ausgerichtet war, den Planeten zu schützen. Da passt ein mächtiger Gegner wie Prentis nicht wirklich ins Bild. Obendrein erfahren wir nicht viel über diese „Schlange“ oder deren Motivation. Weshalb das Bündnis mit den Sontarans, was hat Prentis davon? Vielleicht erhalten wir nächste Woche ein paar Antworten, aber irgendwie bezweifle ich das.

Und sonst?

Vinder (Jacob Anderson) verpasst Bel (Thaddea Graham) knapp und findet sich schließlich bei Diana (Nadia Albina) wieder. Da wäre ich durchaus gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Auch mit Blick darauf, dass der ominöse Passenger (Jonny Mathers) hier seine Finger im Spiel hat, der offenbar ähnlich den Engeln etwas anzapft, was Swarm und Azure schließlich zu „Divison“ bringt.

Bels kleine Nebenhandlung mit Karvanista empfand ich ebenfalls als unterhaltsam, zumal beide schließlich am selben Strang ziehen. Ebenso wie Dans Hilferuf aus der Vergangenheit, den Karvanista zwar wahrnimmt, aber dem er nicht nachkommen kann, weil er nicht über den Luxus einer Zeitmaschine verfügt.

Was man Chibnall mit dieser Folge sicher zugutehalten kann, ist die Tatsache, dass er schon weiß, wie man (neue) Figuren ins Spiel bringt, Sympathien für diese weckt und somit neugierig auf den weiteren Werdegang dieser Figuren schauen lässt. Aber was die größere Geschichte angeht, dominiert die Unsicherheit und das ist schade.

Fazit

Unsicherheit dominiert auch mein Fazit. An sich hat mir die Episode gefallen, weil am Ende eben das Gefühl zurückbleibt, dass wir ordentlich vorangekommen sind. Außerdem haben mir diverse Handlungsstränge unterm Strich gefallen und ich bin sehr am weiteren Werdegang der Figuren interessiert. Aber es tun sich mitunter auch Widersprüche auf oder es werden diverse Handlungselemente aus den Augen verloren, die anfangs wichtig erscheinen. Auf die Waage gelegt würde ich drei von fünf Sternen vergeben, denn ich bin durchaus neugierig auf das Staffelfinale. Und Ihr?

Hier der Trailer für das Staffelfinale The Vanquishers der Serie „Doctor Who“:

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Verfasser: Christian Schäfer am Dienstag, 30. November 2021
Episode
Staffel 13, Episode 5
(Doctor Who 13x05)
Deutscher Titel der Episode
Der dritte Weltkrieg (2)
Titel der Episode im Original
Chapter Five: Survivors of the Flux
Länge der Episode im Original
43 Minuten
Erstausstrahlung der Episode in Großbritannien
Sonntag, 28. November 2021 (BBC One)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 7. Februar 2023

Schauspieler in der Episode Doctor Who 13x05

Darsteller
Rolle
Mandip Gill

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