Doctor Who 13x03

© odie Whittaker als Doctor Who, (c) BBC
Chapter Three: Once, Upon Time
Was ist da diese Woche passiert? Nach dem Cliffhanger von letzter Woche schwingt unser Doctor (Jodie Whittaker) den Sonic Screwdriver und plötzlich finden sich Yas (Mandip Gill), Dan (John Bishop), Vinder (Jacob Anderson) und unsere Time Lady in einem Zeitsturm wieder, der sie auf verschiedene Reisen schickt. Die Gesichter von Team TARDIS schlüpfen dabei zuweilen in andere Rollen, während sich für die einzelnen Protagonisten (und auch für uns) ein Geschehen ergibt, dem sich wegen der (alp-)traumhaften Sprünge zunächst schwer folgen lässt. Und was hat es mit Bel (Thaddea Graham) auf sich, die uns in die Episode führt?
Autor und (Noch-)Showrunner Chris Chibnall scheint sich in die Fußstapfen von Steven Moffat zu begeben, wenn er versucht, uns den Zeitsturm näherzubringen und vorerst unsere Köpfe verknotet. Gerade den jüngeren Zuschauern dürfte es dabei schwerfallen, der Narrative zu folgen, wenngleich sich an diversen Punkten dieser Episode einige „Aha-“Momente ergeben, die mitunter die Vergangenheit unseres Doctors (Jo Martin ist zurück!) ein wenig beleuchten oder Vinder eine Hintergrundgeschichte geben, die schließlich mit Bel verknüpft wird. Die Beigaben in Form von Daleks oder Cybermen (Nicholas Briggs meldet sich ebenfalls zurück) wirken derweil ein wenig aufgesetzt, während Diane (Nadia Albina) ganz sicher gerettet werden muss und mit Awsok (Barbara Flynn) noch eine neue Spielerin ins Geschehen kommt, die mit Sicherheit mehr Fragen beantworten könnte, als es diese Woche der Fall ist.
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Dafür, dass wir gerade Halbzeit in der Staffel haben, wissen wir jetzt zwar etwas mehr, aber so wirklich befriedigend ist die Folge trotzdem nicht. Ich wäre mir auch relativ sicher, dass nur wenige Zuschauer Gefallen an der Ausleuchtung des Doctors vor der William Hartnell-Ära finden werden. Das war in The Timeless Children bereits der Fall und wird jetzt nicht besser, wenn Chibnall sich darauf fokussiert, eine Vorgeschichte zum Doctor zu schreiben, die kaum einer wirklich haben möchte. Aber gut, ich lasse mich trotzdem gerne auf alles ein, was die Mythologie um den Doctor erweitert und diese Woche gibt es tatsächlich einige Fortschritte zu verzeichnen. Die mögen vielleicht nicht gefallen, sind aber mit Blick auf die große Geschichte dieser Staffel sinnvoll. Es bleibt jedoch abzuwarten, wohin die weitere Reise gehen wird.
Yas und Dan
Yas und Dan sind die offiziellen Begleiter unseres Doctors. Umso mehr verwundert es, wenn beide Figuren nicht wirklich viel zu dieser wöchentlichen Geschichte beitragen. Schließlich haben wir die wesentlichen Züge dieser beiden Charaktere bereits gesehen, kennen insbesondere Yas schon sehr gut und wissen auch davon, dass Dan in Diane ein love interest gefunden hat. Insofern wirken die Szenen von beiden während des Zeitsturms größtenteils redundant und liefern nicht wirklich etwas Neues.
Andererseits mischt sich ein Weeping Angel bei Yas ein, während sich bei Dan die anvisierte Rettung von Diane breitmacht - beides Geschichten, die ganz sicher weiterverfolgt werden. Von Claire (Annabel Scholey) hören wir derweil nichts, aber wenn jetzt im Cliffhanger ein Weeping Angel das Steuer der TARDIS übernimmt, kann sie nicht mehr allzu weit entfernt sein.

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Bel und Vinder
Ich hätte jetzt nicht unbedingt damit gerechnet, dass uns mit Bel noch eine neue Figur vorgestellt wird und erst recht nicht damit, dass sie auf der Suche nach ihrer großen Liebe Vinder ist. Für mich wertet diese Suche, die uns an verschiedene Orte führt, die Folge aber deutlich auf. Hauptsächlich, weil wir die meiste Zeit rätseln dürfen, wen Bel finden will, aber auch, weil wir uns in die Zeit nach dem Flux begeben und verschiedene Eindrücke von den Auswirkungen erhalten.
Wobei ich mir das Ereignis wesentlich drastischer vorgestellt hätte. Gut, die Lapari um Karvanista (Craige Els) konnten sich vorbereiten, mitunter auch, weil unser beziehungsweise Dans „bester Freund“ für „The Division“ tätig war/ist, wie uns ebenfalls beim Vergangenheitsabenteuer unseres Doctors deutlich gemacht wird. Aber wie konnten die üblichen Bösewichte wie die Daleks oder Cybermen sich gegen den Flux behaupten? Da fehlen mir noch ein paar Informationen, weshalb mich die Auftritte doch verwundert haben. Bei den Engeln fällt es aufgrund ihrer „Natur“ wesentlich leichter zu glauben, dass die Krise ihnen nur wenig anhaben kann, obwohl sie sicher auch anfällig für Zerstörung werden, wenn der gesamte Planet betroffen ist.
Aber zurück zu Bel und Vinder. Wir erhalten durch Vinders Ausflüge in seine Vergangenheit eine Hintergrundgeschichte, die sich mit seinem Werdegang beschäftigt und dort verschiedene, kritische Punkte seiner Laufbahn aufzeigt. Das weiß zu gefallen, wenngleich derartige Geschichten oft unter 08/15 fallen und insofern nicht gerade originell erscheinen. Andererseits schadet es nie, wenn eine Figur stärker ausgebaut wird, weshalb mein Daumen hier klar nach oben geht. Gerne mehr von den beiden, schließlich haben wir in Bezug auf die Staffel erst Halbzeit.
This Universe is over!
Wenn wir erstmal realisieren, dass unser Doctor sich in einem vergangenen Abenteuer wiederfindet, Jo Martin im Spiegel erblicken und schließlich noch auf Awsok treffen, wird klar, dass uns diese Woche Hintergründe zur großen Geschichte geliefert werden. Und das ist gut. Ich bin mir zwar unsicher, wie ein Joseph Williamson (Steve Oram) hier einen Platz findet, aber gut, da wird sicher noch mehr folgen.

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Für unseren Doctor und uns ist auf jeden Fall Entdeckungsreise angesagt, wenn (vom Aussehen her) Team TARDIS den Atropos-Tempel ins Visier nimmt, um Swarm (Sam Spruell) beziehungsweise den alten Swarm (Matthew Needham) und Azure (Rochenda Sandall) in die Schranken zu verweisen. Es wurde auch Zeit, dass uns einmal gezeigt wird, wie es vor der aktuellen Situation abgelaufen ist. Wobei Awsok - wie oben bereits angeführt - gerne noch etwas mehr hätte bringen können.
Es kommt auch selten genug vor, dass unser Doctor sich in einer Lage wiederfindet, die neu für sie ist und die sie kaum kontrollieren kann. Da generiert Chibnall tatsächlich Spannung für die weitere Reise und wie die Eindrücke dieser Woche letztlich ineinandergreifen werden. Weshalb Swarm und Azure gegen Ende erstmal verschwinden, ist mir übrigens ein Rätsel. Aber immerhin haben wir mehr über die Funktion von Passenger (Jonny Mathers) erfahren, was sicher etwas wert ist.
Fazit
Ich bin noch immer etwas zwiegespalten, was die Staffel angeht. Aber immerhin wird uns zur Halbzeit jetzt einiges geliefert, auf dem man aufbauen kann. Es gibt Erklärungen und Eindrücke zum fluxigen Ereignis, zu den Figuren und dem großen Thema an sich. Gerne mehr davon, denn bestimmte Fragen drücken noch. Aus der Hüfte geschossen würde ich dreieinhalb von fünf Sternen vergeben. Und Ihr?
Hier der Cliffhanger zur aktuellen Folge:
Doctor Who 13x04 Serientrailer
Verfasser: Christian Schäfer am Dienstag, 16. November 2021Doctor Who 13x03 Trailer
(Doctor Who 13x03)
Schauspieler in der Episode Doctor Who 13x03
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