Doctor Who 13x02

Doctor Who 13x02

In der Folge Chapter Two: War of the Sontarans der UK-Serie Doctor Who wird unser Team während eines Ausflugs in die Vergangenheit getrennt. Übergreifendes Problem sind die kriegerischen Sontarans, während ein Tempel in den Vordergrund rückt, welcher Antworten bieten könnte.

Team TARDIS (c) BBC One
Team TARDIS (c) BBC One
© eam TARDIS (c) BBC One

War of the Sontarans

Der Cliffhanger von letzter Woche sah die TARDIS, unseren Doctor (Jodie Whittaker), Yas (Mandip Gill) und Dan (John Bishop) dem mysteriösen Flux ausgesetzt. Ein Phänomen, was bereits mehrere Planeten zerstört hat, irgendwie mit Swarm (Sam Spruell) und Azure (Rochenda Sandall) zusammenhängt und nichts anderes als das Ende des Universums zum Ziel hat. Dank Karvanista (Craige Els) und seinen Lapari wurde aber ein Schutzschild um die Erde gelegt, was den Flux aufhalten soll. Die Sontarans haben derweil andere Ziele mit unserem Planeten, wie sich in dieser Episode herausstellt.

Die „Auflösung“ des Cliffhangers, falls man die überhaupt so bezeichnen kann, ist relativ ernüchternd. Unsere Protagonisten finden sich mitten im Krimkrieg und außerhalb der TARDIS wieder, die TARDIS hat nun keine Türen mehr und direkt nach der Bekanntschaft mit Mary Seacole (Sara Powell) schwinden Yas und Dan davon, um ihre eigenen Handlungsbögen zu anderen Zeiten (oder Unzeiten) zu erhalten. Weshalb die drei sich anfangs überhaupt begegnen, bleibt ebenso fraglich wie der mysteriöse Sprung in die Vergangenheit an sich. Denn, weshalb sollten die Sontarans in mehreren Zeiten erobernd unterwegs sein, wenn ein geschichtlicher Sieg ausreichen sollte, um alles zu verändern?

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Antworten auf derartige Fragen liefert die Folge leider nicht. Insofern ähneln sich die Handlungsbögen von Thirteen und Dan, weil beide Figuren das gleiche Ziel haben. Als historische Lektion in Bezug auf den Krimkrieg und die Figur der Mary Seacole funktioniert die Episode ebenfalls leider nur mäßig, denn in Anbetracht der Veränderungen der feindlichen, jetzt außerirdischen Streitmacht (die technisch weit überlegen ist), gibt es nun kaum noch einen geschichtlichen Hintergrund. Da kann man als Zuschauer höchstens notgedrungen und bei Interesse für den realen Hintergrund ein paar Suchmaschinen anwerfen, um sich mit der Historie auseinanderzusetzen. Schade.

Die Handlung im Tempel von Atropos und die Bedeutung der Mouri könnte schon mehr Interesse wecken, zumal es hier ein erstes Treffen von Vinder (Jacob Anderson) und Yas gibt. Dort sollen unsere Protagonisten schließlich auch wieder zusammenfinden, wenn es an die letzten Minuten der Folge geht (Cliffhanger inklusive). Aber wir lernen trotzdem kaum etwas hinzu, womit die zweite Folge der 13. Staffel trotz ihrer Laufzeit mal wieder recht ernüchternd bleibt. Mit Blick auf die kurze Episodenanzahl hätte ich jedenfalls etwas mehr erwartet und hoffe darauf, dass uns möglichst bald etwas mehr geliefert wird als diese Woche.

Dan and the Pan

Wenn es jemanden gibt, den man in dieser Episode durchweg loben kann, dann ist es Dan (und seine Bratpfanne/sein Wok). Die Dialoge mit seinen Eltern hätte es nicht unbedingt gebraucht, aber es scheint fast egal zu sein, welchen „Problemen“ er gegenübersteht. Er findet sich in den absurdesten Situationen zurecht und zeigt diese Woche erneut, dass er einen sehr guten Begleiter abgibt. Auch wenn unser Doctor die meiste Zeit keinen Kontakt mit ihm hat und Karvanista aushelfen muss.

Dan bleibt jedenfalls vorerst die sympathischste Figur der 13. Staffel, scheut keine Mühen und riskiert mitunter das eigene Leben, um der Bedrohung Herr zu werden. So muss das und wenn wir damit amüsante Momente erhalten, umso besser. Da baut sich nach dem Auftritt von Karvanista, der den Tag beziehungsweise die Gegenwart retten soll, auch eine Art „Hassliebe“ zwischen beiden Figuren auf. Falls die weiteren Folgen darin investieren, ist das meinerseits sehr willkommen. Zumal es ohnehin noch gilt, die Motive der Lapari genauer unter die Lupe zu nehmen.

Doctor Who?

Thirteen tut sich derweil schwer, um das Problem in der Vergangenheit zu lösen. Da fehlen tatsächlich Momente, die Eleven (Matt Smith) bereits in seinem Auftakt zum Besten geben konnte, wie diesen hier, um ein kleines Beispiel zu nennen. Wenn es um die Konfrontation mit den Sontarans geht, kann unser Doctor jedenfalls nicht glänzen, wird sogar von General Logan (Gerald Kyd) zur Aufgabe gezwungen, um später und geradezu heimtückisch (mit Blick auf die üblichen Verhältnisse) einen Sieg einzuleiten, der obendrein noch gänzlich anders verläuft, als es geplant war.

Gerald Kyd in Doctor Who (2005). Ausschnitt aus der Episode Chapter Two: War of the Sontarans der britische Serie Doctor Who
Gerald Kyd in Doctor Who (2005). Ausschnitt aus der Episode Chapter Two: War of the Sontarans der britische Serie Doctor Who - © BBC One

Ich verstehe dabei wirklich nicht, wie Showrunner Chris Chibnall, der auch diese Woche wieder die Feder geschwungen hat, derartig nachlässig sein kann. Svild (Dan Starkey - mal wieder) ist es zu verdanken, dass unser Doctor sich relativ ungezwungen mit dem Anführer der Sontarans trifft und dort eben ein Zeichen hinterlassen könnte wie Eleven damals. Schließlich sollte allein der Name „Doctor“ auch bei den Sontarans für Angst sorgen, kriegerische Spezies hin oder her. Da wird tatsächlich ein großer Moment verspielt, um später Logan dabei zu zeigen, wie er die Schiffe der Sontarans sprengt und unser Doctor keine Kontrolle darüber hat. WTF?

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Da hatte ich tatsächlich mehr erwartet. Also, insgesamt von der Serie, aber auch unter der Leitung von Chibnall. Wie kann man solche Momente verspielen und den Doctor so hilflos aussehen lassen? Mary als Sidekick hilft zwar, weil Sara Powell ihr Handwerk versteht und überzeugend ist. Aber wir sehen hier, wie unser Doctor von der Spezies, die sie zu schützen gedenkt, hintergangen wird, den Sontarans nichts entgegenzusetzen hat und auch im weiteren Verlauf zu einer Art Zuschauer degradiert wird (als Logans Bomben hochgehen).

Temple of Atropos

Irgendwie landen Yas, Vinder und Joseph Williamson (Steve Oram) im Tempel, der reparaturbedürftig ist. Williamson verschwindet (mitsamt seinem Tunnel-Geheimnis) nach dem ersten Auftritt, während Yas und Vinder schauen müssen, wie sie den (unbekannten) Schaden reparieren sollen. Aber dazu soll es erst gar nicht kommen, denn ehe die beiden herausfinden, was es genau zu reparieren gilt und wie, tauchen Swarm, Azure und der mysteriöse Passenger (Jonny Mathers) auf, mit denen nicht gut Kirschen essen ist.

Sara Powell in Doctor Who (2005). Ausschnitt aus der Episode Chapter Two: War of the Sontarans der britische Serie Doctor Who
Sara Powell in Doctor Who (2005). Ausschnitt aus der Episode Chapter Two: War of the Sontarans der britische Serie Doctor Who - © BBC One

Bei diesen Szenen hatte ich stets im Hinterkopf, dass die aktuelle Staffel aus nur sechs Folgen besteht. Der mysteriöse Tempel, der mehrere Figuren heranzieht, hätte sich insofern angeboten, die Hintergründe der Staffel zu erkunden. Zu einem kleinen Teil mag das erfolgt sein, aber insgesamt bin ich jetzt nicht wirklich schlauer, was die Motive der Antagonisten angeht (außer halt, dass sie abgrundtief böse sind, bravo). Was wollen Swarm, Azure oder der mysteriöse Passenger denn überhaupt erreichen? Also, auch mit Blick auf Flux, die Mouri und den Tempel? Motive wären wünschenswert und sollten eben nicht nur einen „Sieg“ über den Doctor zum Ziel haben, was irgendwie das einzige Motiv zu sein scheint und altbekannt ist. Ich bin mir zwar sicher, dass wir im weiteren Verlauf tiefer in die Vergangenheit des Doctors eindringen und eben diesen Konflikt erkunden werden, aber bislang übt die Staffel leider keinerlei Reize aus, um in dieser Vergangenheit zu graben.

Fazit

Meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Die Sontarans sind sicher schnell wieder vergessen, ebenso wie die Eingriffe unseres Doctors in der Vergangenheit, die auch nur wenig Bezug auf die (vergangene und echte) Realität hatten, obwohl die angeführt wurde. Der Tempel könnte nächste Woche mehr Licht ins Spiel bringen und Dan Lewis rockt in meinen Augen in jeder seiner Szenen. Für mich sind aber nicht mehr als zweieinhalb von fünf Sternchen drin. Und bei Euch?

Trailer zur Episode „Once, Upon Time“ der Serie Doctor Who:

Verfasser: Christian Schäfer am Dienstag, 9. November 2021

Doctor Who 13x02 Trailer

Episode
Staffel 13, Episode 2
(Doctor Who 13x02)
Deutscher Titel der Episode
Das Ende der Welt
Titel der Episode im Original
Chapter Two: War of the Sontarans
Länge der Episode im Original
47 Minuten
Erstausstrahlung der Episode in Großbritannien
Sonntag, 7. November 2021 (BBC One)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 17. Januar 2023

Schauspieler in der Episode Doctor Who 13x02

Darsteller
Rolle
Mandip Gill

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