Defiance 1x03

© risa (Stephanie Leonidas) steht in der âDefianceâ-Episode <em>The Devil in the Dark</em> im Zentrum / (c) Syfy/Ben Mark Holzberg
Fall der Woche
Dalton Taggert (Darren McGuire) und Boyd Bowen (Glen Cross) sind in der Defiance-Folge The Devil in the Dark die ersten beiden Opfer der Scylla Formicida - oder umgangssprachlich: Hellbugs. Dank Dr. Yewll (Trenna Keating) finden Nolan (Grant Bowler), Irisa (Stephanie Leonidas) und Tommy (Dewshane Williams) auch schnell heraus, dass die Opfer zuvor mit Pheromonen markiert wurden, die den Angriff der tödlichen KÀfer provozieren. Christie McCawley (Nicole Munoz), die ebenfalls mit den Pheromonen markiert wurde, kann entkommen und bringt das Ermittlungsteam auf eine Verbindung zwischen den Toten. Es handelt sich um einen Racheakt von Rynn (Tiio Horn), die die Ermordung ihrer Eltern mit ansehen musste und deren Hass gegen Menschen am Ende soweit geht, dass sie auch bereit wÀre, die ganze Stadt mit den Hellbugs auszulöschen.
Insgesamt hört sich diese kurze Beschreibung an, wie eine recht normale Wochengeschichte aus einer Krimi-Reihe, der eine gute Portion Science-Fiction in Form der tötenden Monster zugesetzt wurde. Daran lĂ€sst sich auch nichts aussetzen, denn der Sci-Fi Faktor wird schön langsam in Szene gesetzt: ZunĂ€chst gibt es nichts zu sehen als Dalton gejagt wird, dann kommt eine grausige Szene, bei der Boyd von innen zerfressen wird, bei den Tarrs bekommen wir schlieĂlich die Hellbugs zu Gesicht und in der Mine findet ein schöner Showdown statt. An sich eine gradlinige, sich steigernde Handlung und es ist wirklich schade, dass die Hellbugs in etwa so gut gestaltet sind, wie man es von den Syfy Eigenproduktionen kennt („Sharktopus“, „Anaconda 3“ und wie sie alle heiĂen).
FĂŒr die Spieler des MMORPGs dĂŒrfte diese Folge durchaus interessant gewesen sein, denn die Hellbugs sind selbstredend auch im Spiel vorhanden und das Muttertier ist einer der groĂen Bossgegner (danke an Sesqua fĂŒr den Hinweis).
Irisa
Irisa ist der Dreh- und Angelpunkt, um den Fall der Woche zu lösen. Ihre Visionen, die von Nolan bisher als AnfĂ€lle abgetan wurden, lassen sie in die Vergangenheit von Rynn eintauchen und diese schlieĂlich auch in der Gegenwart ausfindig machen. Dadurch wird die MissetĂ€terin gestellt und gleichzeitig das Motiv gelĂŒftet. Sukar (Noah Danby), der AnfĂŒhrer der Motorrad-fahrenden Irathients, erkennt Irisas besondere Gabe (die wohl auch innerhalb der Spezies selten vorkommt) und zeigt ihr durch ein Ritual, wie sie die Visionen nutzen kann.
Mit diesem Handlungsstrang steht Irisa von allen Charakteren am hĂ€ufigsten im Mittelpunkt und erweitert ihre Spezies um verschiedene Verhaltensmuster und Eigenschaften. Insgesamt wirkt das alles sehr religiös angehaucht, was sicher nicht jedermanns Fall ist. Die Serie bleibt sich mit den gedankenlesenden Eigenschaften von Irisa jedenfalls treu und bereichert den Genre-Mix damit noch ums ĂbernatĂŒrliche.
Sonstiges
Die meisten Hauptfiguren haben diese Woche nur sehr wenig Screentime bekommen. Wir dĂŒrfen kurz die Tarr-Familie besuchen, wo Datak (Tony Curran) sich gegenĂŒber Christie daneben benimmt. Die BĂŒrgermeisterin Amanda (Julie Benz) darf ein kurzes GesprĂ€ch mit Sukar fĂŒhren, wĂ€hrend ihre Schwester Kenya (Mia Kirshner) im Bordell kurz zu sehen ist. Einzig Rafe (Graham Greene) ist ein wenig lĂ€nger zu sehen, aber der Fokus liegt deutlich auf Nolan und Irisa, die der Mission der Woche nachgehen.
Entsprechend wenig passiert auch in diesen kleinen NebenstrÀngen. Betont werden kann höchstens, dass Datak recht heldenhaft den Kampf gegen die Hellbugs aufnimmt und sich danach etwas versöhnlicher mit Christie und Rafe benimmt.
Es bleibt weiterhin abzuwarten, wie kommende Episoden aussehen werden. Der Rezensent ist sich jedenfalls auch nach drei Folgen noch nicht sicher, was er von der Serie halten soll. Der Funke ist noch immer nicht ĂŒbergesprungen. Bisher ist die Serie gut genug, um dran zu bleiben, aber andererseits zu schlecht, als dass man sich richtig dafĂŒr begeistern könnte.
Fazit: The Devil in the Dark ist eine sehr gradlinige Folge, die neben den Hellbugs vor allem die Figur der Irisa nĂ€her beleuchtet, wofĂŒr aber die meisten anderen Hauptfiguren in den Hintergrund gerĂŒckt werden. Ob die Art und Weise, wie die Serie sich entwickelt, auch die Zuschauer halten kann, bleibt weiterhin fraglich. Nach der ruhigeren Folge von letzter Woche wurde diesmal jedenfalls der Action- und Sci-Fi Faktor in die Höhe getrieben, was durchaus gefallen kann. 3 von 5 Sternen.
Trailer zur Episode 1x04, âA Well Respected Manâ
Verfasser: Christian SchÀfer am Donnerstag, 2. Mai 2013(Defiance 1x03)
Schauspieler in der Episode Defiance 1x03
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?