Dark Matter 3x10

Dark Matter 3x10

Victor ist zurück und hat ein verlockendes Angebot für die Androidin: Sie soll ihn nicht nur begleiten, sondern bekommt auch die Chance, ihren Schöpfer kennenzulernen. Zur allgemeinen Überraschung hat diese Person ein ihnen sehr bekanntes Gesicht.

Melissa O'Neil und Zoie Palmer in „Dark Matter“ / (c) Syfy
Melissa O'Neil und Zoie Palmer in „Dark Matter“ / (c) Syfy
© elissa O'Neil und Zoie Palmer in „Dark Matter“ / (c) Syfy

In der Episode Built, Not Born der Serie Dark Matter benötigt Victor (Brendan Murray) die Hilfe der Crew. Darüber hinaus lockt er die Androidin (Zoie Palmer) mit der verführerischen Möglichkeit, ihren Schöpfer kennenzulernen. Hinter den Türen der versteckten Basis wartet dafür eine große Überraschung auf die Crew.

The Creator

Trotz gewisser Bedenken nimmt die Crew die Gruppe von Androiden, die in Schwierigkeiten stecken, bei sich auf. Kurz darauf ist ihnen die Galactic Authority dicht auf den Fersen und einer ihrer Gäste an Bord sieht sich gezwungen, sich permanent zu deaktivieren um das Peilsignal zum Verstummen zu bringen.

Gemeinsam mit Victor verfolgt die Crew Hinweise, die sie schließlich zu einem Zufluchtsort für besondere Androiden führt, an welchem sie den Schöpfer des Emotionschips vermuten, dem Victor und seine Gruppe ihre Bewusstseinserweiterung und Freiheit verdanken. Was sie jedoch dort erwartet, löst jede Menge Erstaunen aus, als sie in einer Stasiskammer in ein allzu bekanntes Gesicht blicken...

Dr. Shaw schuf die Androidin, welche von ihr den Namen Sookie erhielt, nach ihrem optischen Vorbild. Doch das ist nicht die einzige erstaunliche Erkenntnis, denn sie ist diejenige, die Two (Melissa O'Neil) aka Rebecca im Zuge des Dwarf Star Projects zur Flucht verhalf und ihr danach so nahestand, dass die beiden eine Beziehung eingingen. Als jedoch ein Tumor bei ihr festgestellt wurde, versetzte sie Rebecca in Stasis, in der Hoffnung, ihr eines Tages helfen zu können.

Die neue Generation Nanobots sorgt zumindest temporär dafür, dass sich Shaws Zustand verbessert, weswegen die Crew die Gelegenheit wahrnimmt, Sarahs (Natalie Brown) Bewusstsein durch Shaws Hilfe in den Körper eines Androiden zu transferieren. Doch bevor sie die Prozedur beenden können, werden sie von der GA entdeckt und müssen sich voneinander trennen. Kurz darauf erfahren wir, dass diese Trennung von Shaw und Victor geplant wurde, um mit Sarah eine Allianz mit unbekanntem Ziel einzugehen.

My feelings are undamaged

Wenig Action, dafür jede Menge Raum für persönliche Entfaltung der Charaktere ist das Motto der Episode, welche deswegen vor allem auf emotionaler Ebene punkten kann. Das lässt sich insbesondere auf die Androidin (oder auch Sookie?) beziehen, die faszinierenderweise wieder einmal die menschlichsten Reaktionen von allen Figuren zeigt.

Ihre Angst, nur eine minderwertige Kopie eines vollwertigen und begabten Menschen zu sein wird dabei rührend von ihren Crewmitgliedern abgefangen und zerstreut, denn sie ist schon lange Bestandteil der Crew und kein elektronischer Gebrauchsgegenstand, der ihr Schiff instand hält. Ihre gemeinsame Szene mit Three (Anthony Lemke) unterstreicht wieder einmal, dass sie gleichzeitig für die witzigsten, aber auch menschlichsten Szenen in den meisten Folgen sorgt.

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Melissa O%26#039,Neil und Zoie Palmer in „Dark Matter“ - © Syfy

Im Gegensatz zu ihr steht nun definitiv Victor, der in seinen ehemaligen Unterdrückern wohl doch ein klares Feindbild sieht und mithilfe Shaws und potentiell auch Sarah nun zum Gegenschlag ausholen will. Ein erster kleiner Indikator dafür, dass etwas nicht stimmte, nachdem er Ruacs (Conrad Coates) Warnung und Einwände für sich behielt, war Fives (Jodelle Ferland Gespräch mit Chase (Kyle Mac). In diesem wurde durch ihre vehemente Ablehnung seines Vorschlags an Veränderungen an der Androidin sehr deutlich, dass in diesem Moment zwei völlig unterschiedliche Philosophien aufeinandertreffen.

Dies könnte auch den Kern der nächsten Episoden bilden, was mir persönlich sehr gefällt, denn der vorprogrammierte ethische Konflikt der Parteien verspricht spannend zu werden. Es scheint nämlich so, als ob Menschen und Androiden auf Kollisionskurs stehen und die Raza Crew mit Zoie Palmers Modell zwischen den Stühlen steht, während auch Sarahs (Natalie Brown) Position als eine AI mit künstlichem Körper noch nicht genau zu definieren ist.

Zudem runden die Ereignisse die Hintergrundgeschichte von Two (Melissa O'Neil) ab, die sich trotz ihrer bewegten Vergangenheit nicht so richtig für Shaw erwärmen konnte, wie diese es sich erhofft hatte. Das könnte die Dinge für sie allerdings einfacher machen, sollten sie sich tatsächlich in naher Zukunft auf verschiedenen Seiten gegenüberstehen...

Fazit

In Built, Not Born schreibt Dark Matter Charakterentwicklung groß, denn wir erfahren sowohl einiges über Two als auch über die Herkunft der Androidin und bekommen dabei viele schöne Momente geliefert. Gleich bei mehreren Charakteren verschwimmen die Grenzen zwischen künstlichem Leben und menschlichem Bewusstsein und der sich daraus ankündigende Konflikt, in dem Perfektion, Persönlichkeit, Logik, Überlegenheit und Menschlichkeit große Rollen spielen werden, macht Vorfreude auf mehr.

Cast und Crew besprechen die Episode in „After Dark“:

Verfasser: Tim Krüger am Montag, 7. August 2017

Dark Matter 3x10 Trailer

Episode
Staffel 3, Episode 10
(Dark Matter 3x10)
Deutscher Titel der Episode
Episode Sechsunddreißig
Titel der Episode im Original
Built, Not Born
Erstausstrahlung der Episode in Kanada
Freitag, 4. August 2017 (Syfy)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 11. September 2017
Regisseur
Melanie Orr

Schauspieler in der Episode Dark Matter 3x10

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