Dark Matter 3x09

© ie Raza-Crew inkognito / (c) Syfy
In der Episode Isn't That a Paradox? der Serie Dark Matter findet sich die Crew ausgelöst durch das Blink Drive unvermittelt 600 Jahre in der Vergangenheit wieder. Ein Signal und die Hoffnung auf eine mögliche Rückkehr führt sie in einen kleinen amerikanischen Vorort, in dem sie unter dem Deckmantel als Familie gemeinsam in ein Haus einziehen.
The Dawn of Civilisation
Für den Fall, dass sie auf der Erde unserer Zeit feststecken, macht die Mannschaft es sich schon einmal als Familie gemütlich. Es dauert nicht lange, bis sie ihre spärlichen Kenntnisse des 21. Jahrhunderts auf die Probe stellen müssen, denn kurz nach ihrem Einzug stehen die Nachbarn vor der Tür, um sie auf eine Party einzuladen.
Nachdem sie sich im Ort auf die Suche nach Zutaten begeben, damit die Androidin (Zoie Palmer) die traditionell übliche Menge an Begrüßungskeksen backen kann, mischen sie sich auf der Party unter das Volk der primitiven Zivilisation. Schon bald springt ihnen ein lokaler Physiklehrer ins Auge, der etwas über die Quelle des Signals, welches sie verfolgen, wissen könnte.
Gleichzeitig fliegt ihre Tarnung allerdings auf, als drei Jugendliche ihr Schiff entdecken und deren Eltern Beweisfotos von ihrem Fund an sich nehmen. Tatsächlich ist Professor Brophey (Sean Cullen) nicht nur mit der Technik aus der Zukunft vertraut, er ist in Wahrheit sogar einer der Schöpfer des Blink Drive.
Nach etwas grober Überzeugungsarbeit können sie schließlich ein intaktes Blink Drive sicherstellen, mit welchem es möglich ist, in ihre Zeit zurückzukehren. Mit fortgeschrittener Technik und ein wenig Hilfe der lokalen Jugendlichen, die sich in der kurzen Zeit mit Five (Jodelle Ferland) angefreundet haben, gelingt es ihnen, zur Raza und vorbei an den neugierigen Regierungsbeamten zu kommen. Zurück in ihrer Zeit braut sich einiges am Horizont zusammen, da alte Feinde sich verbünden und alte Verbündete sie überraschend kontaktieren.
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Isn't That a Paradox? bringt uns einen Trip in die Vergangenheit oder, besser gesagt, in die Gegenwart. Dementsprechend befinden sich unsere Protagonisten allesamt außerhalb ihres Elements, was zu zu einer humorvollen und unterhaltsamen Episode führt.
Dass die Autoren selbst Science-Fiction-Fans sind, haben sie an der einen oder anderen Stelle - wie beispielsweise in der letzten Folge - bereits bewiesen und so kommt es auch dieses Mal zu einer liebevollen, wenn auch wesentlich offensichtlicheren Hommage an Stranger Things. Interessanterweise bekommen wir das Ganze sowohl aus der Sichtweise der neugierigen Kinder auf ihren Fahrrädern als auch aus der Sicht der „Aliens“ serviert.
Hauptsächlich gibt eine lockere Stimmung den Ton der Episode an, welcher in durch das Setting quasi bereits vorprogrammierten komischen Szenen zum Ausdruck kommt. Die Anpassungsversuche der Androidin (Zoie Palmer), die die Crewmitglieder gleich in familentypische Archetypen einteilt, sind einmal mehr die Quelle treffsicherer Comedyelemente der Serie.

Doch die Episode hat noch mehr zu bieten, als die Crew skurrile Alltagssituation in der Vorstadt meistern zu lassen: Wir erleben einen der wenigen Momente, in dem Two (Melissa O'Neil) ihre Schutzschilde fallenließ und zeigte, dass zwischen der von ihr adaptierten Führungsrolle innerhalb der Crew auch eine unbeschwerte Persönlichkeit existiert, die auch mit einem Leben fernab der Probleme des Universums glücklich sein kann. Ausgelöst wird dieser für sie spontane Moment übrigens in der Szene von Melissa O'Neils eigenem Hund namens Tehya.
Ein ebenso ähnlich offener und familiärer Moment entsteht am Ende der Episode, als sie gemeinsam mit Five (Jodelle Ferland) beim Videospielen loslässt. Five zeigt in dieser Episode, dass sie an Bord viel schneller als eine normale Teenagerin erwachsen werden musste und, obwohl sie dies mittlerweile mit Bravour meistert, viel von ihrer Jugend nachzuholen hat.
Zusätzlich lernen wir, dass die Beziehung zwischen Sarah (Natalie Brown) und Three (Anthony Lemke) nicht in ihrem aktuellen Zustand auf Dauer bleiben wird, da dies für Sarah nicht genug zu sein scheint. Was wiederum im Gegensatz zu Three steht, der der derzeitigen Situation geduldiger und zufrieden begegnet...
Zum Abschluss bekommen wir noch zwei Ankündigungen für die kommenden Episode serviert: Boon und Portia werden sich wohl unter dem Banner von Ferrous Corp mit Ryo (Alex Mallari Jr.) verbünden, dem Verbündete in Anbetracht seines angeschlagenen Emperiums äußerst recht sind. Darüber hinaus schickt sich Viktor (Brendan Murray) als potentieller love interest der Androidin an, schon sehr bald wieder in ihr Leben zu treten.
Zur Zeitreisethematik lässt sich sagen, dass zwar auf mögliche Paradoxa und komplexe Probleme hingewiesen, aber letztendlich die Theorie verfolgt wird, dass ihr Handeln bereits als vorbestimmter Teil der Zeitlinie, also mehr oder weniger als Schicksal, integriert ist. Damit geht man zumindest einen Weg, in dem man sich nicht zu sehr in den komplexen und manchmal auch logisch fragwürdigen Zeitmechaniken verheddern kann.
Fazit
Isn't That a Paradox? punktet mit einem gut umgesetzten Konzept, das Abwechslung in die Episodenabfolge von Dark Matter bringt. Eine schöne Hommage an Stranger Things, die gleichzeitig für Déjà-vu-Momente sorgt, aber trotzdem im Universum der Serie bleibt, gemeinsam mit gelungenem Humor aus dem Handbuch für fish-out-of-water-inspirierte Szenen, runden das Ganze ab.
Auch wenn es sicherlich nicht die erste Idee dieser Art ist, so wird damit Langeweile definitiv vorgebeugt und der Spielraum der Möglichkeiten und die Episodenthemen von „Dark Matter“ bleiben dementsprechend alles andere als eindimensional. Wie mit der Folge darüber hinaus gezeigt wird, sind Wohlbefinden und Gemeinschaftsgefühl Dinge, die nicht nur innerhalb der Serie neuen Treibstoff brauchen, sondern ebenso auch von der Crew auf den Zuschauer überspringen können.
Cast und Crew besprechen die Episode in „Dark Matter after Dark“:
Verfasser: Tim Krüger am Montag, 31. Juli 2017Dark Matter 3x09 Trailer
(Dark Matter 3x09)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 3x09
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