Dark Matter 3x04

© nthony Lemke und Zoie Palmer in „Dark Matter“ / (c) Syfy
Und täglich grüßt die Raza: In der Episode All the Time in the World der Serie Dark Matter steckt Three (Anthony Lemke) in einer Zeitschleife fest und erlebt den gleichen Tag immer und immer wieder. Zunächst scheint die größte Hürde, seine Crewmitglieder von diesem Phänomen zu überzeugen, doch darüber hinaus begibt sich noch eine weitere Gefahr an Bord des Schiffs.
I can not bother someone who can knock me unconscious
Threes Überzeugungsarbeit nimmt zunächst einige Zeit in Anspruch, doch etliche Französichlektionen, Chansons, FTL-Reparaturen und in Erfahrung gebrachte Geheimnisse später sind sie schließlich bereit, ihm Glauben zu schenken. Doch schon kündigt sich das nächste Problem an: Während eines Zwischenstopps auf einer Raumstation schleicht sich einer von Fours (Alex Mallari Jr.) angeheuerten Kopfgeldjägern (Michael Reventar) auf das Schiff und tötet Three.
Glücklicherweise bedeutet dies nicht das Ende der Zeitschleife und Three und die Crew bekommen einen neuen Versuch, den Eindringling dingfest zu machen. Nach mehreren Kämpfen und einem Ausbruch nach dessen Gefangennahme erledigt sich das Problem jedoch von selbst, als dieser Opfer seiner eigenen ausgefeilten Phasentechnologie wird.
Dass Corpus Delicti verantwortlich für die Zeitschleife ist, finden sie kurz darauf in Form eines mysteriösen Gegenstandes heraus, den Adrian (Mishka Thebaud) als Teil von Talbors (David Hewlett) Besitztümern mit an Bord brachte. Die Androidin (Zoie Palmer) versucht im Zuge eines Testlaufs festzustellen, ob ihre Kalibrierung des Geräts korrekt ist und gerät dabei in eine Verkettung von Zeitsprüngen.
Düstere Zukunftsvisionen und die Warnung einer Zukunfsversion von Five (Jodelle Ferland) verheißen schwierige Zeiten, bevor die Androidin mit einem letzten Sprung in die Gegenwart zurückkehren und die komplexe Maschine deaktivieren bzw. zerstören kann.
A french expert on ftl-drives
Murmeltier-Episoden wie All the Time in the World sind ganz spezielle Vertreter ihrer jeweiligen Serien. Dark Matter startet mit diesem Konzept einen unterhaltsames Experiment, das zunächst auf Humor und skurrilen Szenen fußt. Dabei hat man sich mit Three definitiv den richtigen Fokus ausgesucht, denn Anthony Lemke hat sichtlich Spaß an seiner Rolle und darf eine große Reihe an Emotionen abspulen. Dazu gehört auch eine emotionale Bandbreite, nachdem Three sich dazu entscheidet, seine Fühler zunächst vorsichtig in Richtung Sarah (Natalie Brown) auszustrecken, um sich im späteren Verlauf zu öffnen und große Schritte auf sie zuzugehen.
Szenen wie seine Schubs-Geste bevor Adrian sich einer paar Meter weiter samt Tablet in Richtung Boden verabschiedet, seine Musikeinlage inklusive der Demonstration ordentlicher Französischkenntnisse oder die plötzliche „Sparring-Attacke“ auf eine völlig überrumpelte Solara (Ayisha Issa) lassen die heitere Stimmung wie ein Luftballon steigen. Die Reaktionen der verdutzen Crewmitglieder tun dabei ihr Übriges.

Nach dem Abgang von Six (Roger Cross) konnte man die beiden Neulinge an Bord der Raza durchaus mit Skepsis beobachten. Bisher fügen sich Solara und Adrian (Mishka Thebaud) jedoch angenehmerweise wirklich gut in die Dynamik der Crew ein, wobei es ein interessanter Schritt ist, den eher ernsten Six mit einem Charakter wie Adrian zu tauschen, der bisher in Richtung comic-relief tendiert. In dieser weitestgehend lockeren Episode geht dieses Konzept zumindest auf.
The time loopy device
Doch es blieb nicht komplett locker, denn der Einblick in eine düstere Zukunft durch die Androidin lässt uns einen Blick auf die kommenden Geschehnisse und Konflikte erhaschen, welche die Crew vermeiden oder vielleicht auch erfüllen will. Laut Fives ergrautem Alter Ego gelingt es der Raza, die Galaxy zu retten, doch dafür muss die Mannschaft offenbar einen hohen Preis zahlen. Ob und was davon tatsächlich Eintritt, hängt sicherlich davon ab, was die Androidin aus den vagen erwähnten Informationen macht:
- The Dwarf Star Conspiracy
- The Double Deception
- Krydon
- Corina the Accelerated
- The Fall of the House of Ishida
- The Meeting with your (Androids) Creator
- The Black Ships

Fazit
All the Time in the World bringt treffsichere Comedy, Zeitschleifen, Zeitreisen, Action, Emotionen und ordentlich Foreshadowing in einer Episode unter und das Ergebnis kann sich als eine der besten Dark Matter-Episoden mehr als nur sehen lassen.
Wer übrigens einen Blick hinter die Kulissen von Dark Matter riskieren und den interessanten Diskussionen und Nachbesprechungen von Cast und Crew der jeweiligen Episoden beiwohnen möchte, dem kann ich das kurzweilige Format „Dark Matter After Dark“ ans Herz legen. Allein Melissa O'Neil und Roger Cross gemeinsam auf der Couch enthusiastisch bei der Besprechung der dritten Episode dieser Staffel zu erleben, ist es wert, dort einmal hereinzuschauen.
Cast und Crew sprechen über die Episode in „Dark Matter - After Dark“:
Verfasser: Tim Krüger am Montag, 26. Juni 2017(Dark Matter 3x04)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 3x04
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?