Dark Matter 3x03

© oger Cross in âDark Matterâ / (c) Syfy
In der Episode Welcome to the Revolution der US-Serie Dark Matter ist die Crew unterwegs, um einen alten Bekannten von einer Kolonie aufzulesen. Dabei gerÀt sie in einen Konflikt zwischen Arbeitern und den SicherheitskrÀften der Traugott Corporation.
We make terrible heroes
Die Raza ist dabei, eine alte Kontaktperson von einem Planeten abzuholen und kommt zufĂ€llig gerade noch rechtzeitig, um einen Angriff der Ferrous Corp. auf die Kolonie abzuwehren. Danach warten allerdings zwei Ăberraschungen auf sie: Zum einen treffen sie mit Adrian Maro (Mishka Thebaud) auf einen anderen Kontaktmann als erwartet und zum anderen mĂŒssen sie zunĂ€chst einen Konflikt zwischen den Arbeitern von Traugott und dem zustĂ€ndigen Sicherheitspersonal schlichten, bevor es zu einem bewaffneten Konflikt kommt.
Six (Roger Cross) ĂŒbernimmt in diesem Prozess eine zentrale Rolle, gerĂ€t dafĂŒr allerdings auch zwischen die Fronten, als es nach gegenseitigen Provokationen und AnschlĂ€gen erneut zu Gewalt kommt. Nachdem die Crew einschreitet und die Situation deeskaliert, taucht allerdings mit dem „General“ (Andrew Jackson) ein alter Widersacher von Six auf, der gemeinsam mit einem Insider die Kolonisten zu manipulieren versucht.
Als dieser die SicherheitskrĂ€fte von Traugott exekutiert, nachdem sie sich bereits ergeben hatten, platzt Six der Kragen und er belohnt den General fĂŒr seine Tat mit einer Kugel im Kopf. Von den Geschehnissen mitgenommen beschlieĂt er aus Verbundenheit mit den Arbeitern, sich von seinen Freunden auf der Raza zu trennen und auf dem Planeten zu verweilen.
Die Androidin (Zoie Palmer) entdeckt wĂ€hrenddessen ein Computerprogramm auf dem Schiff, das sich offenbar selbststĂ€ndig gemacht hat. Dabei handelt es sich laut Five (Jodelle Ferland) um das nun virtuelle Bewusstsein von Threes (Anthony Lemke) groĂer Liebe Sarah (Natalie Brown), nachdem dieses wĂ€hrend ihres Komas in das System eingespeist wurde. Die Reaktion von Three darauf scheint zunĂ€chst allerdings nicht wirklich positiv zu sein, da dieser den Tisch ohne Worte und mit steinerner Miene verlĂ€sst.
Altbekannte Muster, neue Möglichkeiten
Die Episode Welcome to the Revolution entpuppt sich leider als lahme Ente in einer ansonsten guten Serie. Das liegt unter anderem daran, dass sie in mehrfacher Hinsicht absolut generisch daherkommt: Die Arbeiter in einem grauen Fabriksetting, welches wir schon sehr oft in der Serie gesehen haben, wirken mehr unzufrieden als unterdrĂŒckt und ausgebeutet. Es fĂ€llt einem schwer, Empathie zu ihnen aufzubauen, da sie und ihre Geschichte vollkommen austauschbar bleiben.
Die Wendungen wie etwa der VerrĂ€ter in den eigenen Reihen bleiben auĂerdem vorhersagbar und der General als Erzfeind von Six (Roger Cross) tauchte quasi aus dem Nichts auf, nur um direkt wieder entsorgt zu werden. Zwar war dies fĂŒr Six ohne Zweifel eine emotionale Episode, doch trotzdem wirkte das Ganze einfach nicht gewichtig genug, um seine Entscheidung wirklich nachvollziehbar zu untermauern, da es seltsam anmutet, dass er die Welt nur noch auf einer so kleinen Ebene verĂ€ndern möchte. Zudem ist es einfach schade, dass wieder ein uns vertrautes Mitglied der Raza verschwindet, auch wenn in diesem Fall die Möglichkeit fĂŒr eine RĂŒckkehr gegeben ist.

Stattdessen bekommen wir mehr Fluktuation im CrewgefĂŒge. Im Gegenzug zum Abgang von Six kommen mit Adrian Maro (Mishka Thebaud) und dessen Bodyguard Solara Shockley (Ayisha Issa) zwei neue Charaktere an Bord, die die Crew bereichern sollen. Das stimmt mich aus einem Grund und aus zwei Erfahrungen skeptisch, da Dark Matter im Falle von One (Marc Bendavid) und Devon (Shaun Sipos) bereits etablierte und temporĂ€re Crewmitglieder mittendrin mit einer halbfertigen und angedeuteten Geschichte absĂ€gte. Hoffe wir also, dass die beiden Neulinge eine ordentliche Hintergrundgeschichte verpasst bekommen und auĂerdem nicht zwischendurch auf der Strecke bleiben.
GlĂŒcklicherweise gibt es trotz einer insgesamt trĂŒben Folge auch gute Entwicklungen: Fours Plot (Alex Mallari Jr.) verlĂ€uft derzeit zwar an sich nebenher, doch die Verpflichtung der hĂ€rtesten ElitekopfgeldjĂ€ger der Galaxie verspricht Spannung, denn die Macher haben mit ihrer Schurkenwahl wie beispielsweise bei Wexxler (Ennis Esmer) und seiner Crew schon mehrfach ein ordentliches GespĂŒr bewiesen.
Zudem wurden mit Jasper und Shrike noch zwei weitere ehemalige Crewmitglieder ins Spiel gebracht, deren Geschichte interessantes Potential birgt. Wie sich die Sache mit dem virtuellen Bewusstsein von Sarah (Natalie Brown) auf die aktuelle Lage auswirken wird, ist noch nicht ganz deutlich. Dass Three (Anthony Lemke) keine Begeisterung fĂŒr Fives (Jodelle Ferland) ungefragtes Wagnis zeigt, hĂ€tte ihr allerdings auch klar sein können, da dies alles andere als eine leicht verdauliche Nachricht fĂŒr ihn ist, zumal gerade eine virtuelle Existenz nur schmerzhafte Erinnerungen fĂŒr ihn zutage fördern könnte, ohne sich jemals wirklich echt anzufĂŒhlen.
Fazit
Dark Matter trifft eine fragliche Entscheidung: WĂ€hrend ein Crewmitglied die Raza verlĂ€sst, kommen zwei neue Mitglieder in einer ansonsten leider viel zu blassen Episode an Bord. Interessantes Zukunftspotential ist weiterhin vorhanden, doch das kann die nur mĂ€Ăig spannende Folge nicht auf eine höhere Ebene hieven. Welcome to the Revolution bleibt sicherlich eine langweilige Ausnahme in einem bisher gelungenen Start in die dritte Staffel, wobei es zu hoffen gilt, dass die Wechsel beim Crewpersonal tatsĂ€chlich zĂŒnden und ordentlich durchdacht wurden.
Verfasser: Tim KrĂŒger am Montag, 19. Juni 2017Dark Matter 3x03 Trailer
(Dark Matter 3x03)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 3x03
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