Dark Matter 3x02

© elissa O'Neil, Anthony Lemke und Roger Cross in „Dark Matter“ / (c) Syfy
In der Episode It Doesn't Have to Be Like This der Serie Dark Matter überfällt die Raza eine von Fours (Alex Mallari Jr.) Raumstationen in der Hoffnung, das Blink Drive wiederzuerlangen. Allerdings nehmen die Dinge eine für sie unerwartete Wendung. Five (Jodelle Ferland) findet sich derweil auf einem unfreiwilligen Trip durch ihre Erinnerungen wieder.
You didn't think it was gonna be that easy, did you?
Nach kurzer Diskussion, ob sie Ryo ausschalten sollen oder nicht, beschließt die Gruppe, ihm zumindest das Blink Drive wieder abzunehmen, welches auf einer versteckten Raumstation erforscht wird.
Nachdem Ryo vom Überfall seiner alten Crew Wind bekommt, begibt er sich per Transportklon auf die Station, um den Wissenschaftlern dort seine Befehle mitzuteilen. Doch das Überraschungselement ist auf der Seite der Raza, die immer tiefer in die nur spärlich verteidigte Station eindringt. Um sie aufzuhalten, ordnet Ryo eine riskante Maßnahme an: Mithilfe des Blink Drives soll sich die Station in geschütztes Ushida-Territorium transportieren.
Allerdings sind die Wissenschaftler für solch ein Experiment noch nicht wirklich bereit und die Sache läuft schief, woraufhin sich die Marauder und die Station in einer Art leerem Zwischenraum wiederfinden, der droht, sie zu verschlingen. Unter Zeitdruck gelingt es der Crew, nachdem sie Fours Klon entfernt haben, das Blink Drive zurück in ihren Besitz zu bringen und mithilfe der Kopplung an die Marauder aus dem gefährlichen Raum zu entkommen.
Five hat unterdessen mit den Konsequenzen der Nutzung der mind probe zu kämpfen und erlebt diverse alte Erinnerungen erneut, während die Bedrohung im Raum schwebt, sie könne permanent in diesem Zustand bleiben. Eine risikoreiche medizinische Trennung, welche von der Androidin (Zoie Palmer) ausgeführt wird, sorgt schließlich dafür, dass dies keine Gefahr mehr ist. Allerdings büßt sie damit auch den Zugang zu den Erinnerungen ein, welche ihr gerade offenbarten, dass sie noch eine Schwester irgendwo da draußen hat.
Shooting people really works up my appetite
It Doesn't Have to Be Like This fühlt sich nach dem Staffelauftakt stilistisch wieder wie eine gewohnte Dark Matter an. Ein direkt auffälliger und interessanter Punkt ist dabei der Umgang mit Four (Alex Mallari Jr.): Während Six (Roger Cross), wie man es von ihm kennt, einen versöhnlicheren, milden Ton anschlägt, fühlen sich Two (Melissa O'Neil) und Three (Anthony Lemke) noch so stark von ihrem ehemaligen Freund verraten, dass Rache für sie als Motiv im Raum schwebt.
Dementsprechend zucken sie kaum mit der Wimper und eliminieren Ryo in der Raumstation, ohne vorher zu wissen, dass es sich lediglich um einen Klon handelte. Wir werden damit daran erinnert, dass, obwohl die Crewmitglieder letzten Endes auch viele gute Dinge tun und nicht grundlos töten, sie damit jedoch keineswegs ein Problem haben, auch oder gerade wenn es persönlich wird.
Das unterstreicht Three in einer späteren Szene, in der er die Wissenschaftlerin kurzerhand nach einem genervten Seufzer abknallt, die keineswegs unschuldig war und ihm natürlich auch keine große Wahl ließ. Genau diese kleine Sequenz spiegelt die Persönlichkeit und die Merkmale der Serie einwandfrei wider: Eine Prise (schwarzer) Humor und eine Crew, die das Herz am rechten Fleck hat und versucht, das Richtige zu tun, dabei aber auch kein Problem hat, moralisch flexibel zu reagieren, wenn es der Situation angemessen ist.
Four selbst hadert nach dem Tod von Nyx wohl zum ersten Mal wirklich mit seiner Situation, derer er sich bisher stets pflichtbewusst und rational annahm. Misaki (Ellen Wong) bedient eben diese kühle und rationale Seite in ihm, weswegen sie seinen temporären Zorn sicherlich überleben dürfte. Ihre Geschichte Teku (Andrew Moodie) gegenüber war im Einklang mit ihrem eisernen Willen eine ziemlich deutliche Warnung, ihr nicht in die Quere zu kommen.

Five (Jodelle Ferland) erlebt gemeinsam mit dem Zuschauer ein Stück aus ihrer Vergangenheit, welches mit der Erkenntnis endet, dass sie offenbar noch eine Schwester irgendwo in den Weiten des Universums hat. Da diese auf einer Erinnerung beruht, muss ihr Mentor ihr dies wohl auch so mitgeteilt haben. Wahrscheinlich hat sie sich deswegen entschieden, ihn zu verlassen, um sich auf die Suche nach ihrer Schwester zu begeben. In naher Zukunft dürfte das Thema in einer der kommenden Episoden also mit Sicherheit wieder aufgegriffen werden. Apropos kommende Folgen: Der Trailer zur nächsten Episode sieht herrlich bizarr aus und ich bin sehr gespannt, was es damit auf sich hat...
Fazit
Ich kann gar nicht direkt auf den Punkt bringen, wieso mir It Doesn't Have to Be Like This etwas besser als der Staffelauftakt gefallen hat. Vielleicht liegt es einfach daran, dass in der Episode das typische Dark Matter-Feeling der vertrauten Welt und der vertrauten Charaktere wieder vorhanden ist und ich mich in diesem Universum schnell wieder zurechtfinden und wohlfühlen konnte. Dark Matter bleibt sich mit dieser Episode treu und lässt sich momentan als wirklich guter Vertreter des derzeit relativ spärlich besetzten Sci-Fi-Bereichs der Serienwelt bezeichnen.
Der Trailer zur nächsten Episode der US-Serie „Dark Matter“, „Welcome to the Revolution“ (3x03):
Verfasser: Tim Krüger am Freitag, 16. Juni 2017(Dark Matter 3x02)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 3x02
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?