Dark Matter 2x11

In der Episode Wish I'd Spaced You When I Had the Chance der Serie Dark Matter heftet sich die Galactic Authority während eines Zwischenstopps auf einem Planeten an die Fersen der Crewmitglieder der Raza. Als Five (Jodelle Ferland) auch noch von lokalen Kriminellen verschleppt wird, eilt ihr Three (Anthony Lemke) zur Hilfe, muss dafür aber einen lebensgefährlichen Preis bezahlen.
The kid is gone
Eigentlich gehen die Dinge während des Aufenthalts auf dem Planeten ihren gewohnten Gang und das ohne besondere Vorkommnisse. Das hält jedoch nicht lange an, denn eine Gangsterfamilie sieht in der Entführung von Five ein lukratives Geschäft und lockt diese dementsprechend in eine Falle.
Glücklicherweise unterrichtet ein besorgter Beobachter Three von den Geschehnissen, der sich sofort aufmacht, um Five in ihrer misslichen Lage beizustehen. Allerdings sieht es für ihn nach einem Alleingang aus, da die Kommunikation zu den anderen abgeschnitten ist. Das liegt daran, dass diese von Undercover-Agenten der Galactic Authority identifiziert wurden und das Handelszentrum des Planeten abgeriegelt wird, bis die Transit-Klone der GA-Beamten ihren Job verrichtet haben.
Three gelingt es derweil, mit überzeugenden bleihaltigen Argumenten dafür zu sorgen, dass Five aus der Gewalt der Gangster befreit wird. Doch ganz so reibungslos läuft die Aktion leider nicht ab, denn er wird schwer verwundet. Gleichzeitig können ihre Mannschaftskameraden vom Planeten entkommen, was aber auch bedeutet, dass Five und Three nun die volle Aufmerksamkeit der GA unter der Leitung des hartnäckigen Inspektor Kierken (Kris Holden-Ried) genießen.
Bevor Kierken den schwerverletzten Three jedoch in Gewahrsam nehmen kann, gelingt es dem Rest der Crew nach tatkräftiger Unterstützung von Five, auf dem Planeten zu landen und ihre Verfolger in die Schranken zu weisen. Zurück an Bord trifft Four (Alex Mallari Jr.) eine wichtige Entscheidung.
Don't worry. The GA is on their way.
In Wish I'd Spaced You When I Had the Chance geht es emotional und turbulent zu. Nach dieser Erfahrung wird Five (Jodelle Ferland) es sich beim nächsten Mal sicherlich gut überlegen, ob sie fremden Dieben kopflos in einen verlassenen Gebäudeteil folgen will.
Natürlich wissen wir bereits, dass Three (Anthony Lemke) in seinem Kern ein richtig guter Kerl ist und dass Five kein Crewmitglied einfach im Stich lassen würde, um ihre eigene Haut zu retten. Doch wie Three auf seine typische Art bemüht war, diese dazu zu bewegen, ihn sich opfern zu lassen und sich selbst in Sicherheit zu bringen, war zusammen mit ihrer Reaktion auf diese Versuche eine rührende Szene.

Dark Matter hat zuletzt mit One (Marc Bendavid) und Schiffsarzt Devon (Shaun Sipos) bewiesen, dass der plötzliche Serientod eine mögliche Option darstellt. So bestand auch immerhin die Möglichkeit, dass der immer blasser werdende Three das Zeitliche auf dem Planeten hätte segnen können, der wie die meisten Landstriche der Serie den verschneiten Wäldern Kanadas frappierend ähnlich sieht.
Doch letztendlich durften wir aufatmen, denn der (natürlich rein subjektiv) beste Charakter der Serie bleibt uns erhalten und das ist eine gute Entscheidung. Gerade deswegen erhielt die Episode bis zum Ende ihre Spannung aufrecht. Inspector Kierken, der in einem „Boondock-Saints-Moment“ die Schießerei und den Kampf in der Hütte mit ausgezeichneten Instinkten treffend nachstellte, wird letztendlich wieder mit vielen Fragen zurückgelassen.
Erneut stellen wir fest, dass er anscheinend aufrichtige Absichten verfolgt und tatsächlich bei keinem der Großkonzerne auf der Gehaltsliste steht. Es verstärkt sich das Gefühl, dass er früher oder später, trotz seines ausgeprägten Pflichtbewusstseins, aufgrund seines vernünftigen Kerns die Raza nicht zwangsläufig zu seinen Feinden zählen dürfte.
Während Six das zum größten Teil wiedererlangte Vertrauen der Crew in mehrfacher Hinsicht genießt, ist es interessant zu beobachten, dass die Androidin (Zoie Palmer) langsam aber sicher ihre Rolle als Expertin in medizinischen Angelegenheiten auch auf die psychologischen Aspekte ausgeweitet hat. Sorge, Vertrauen und vor allem ihre wenig subtile Warnung an Six sind alles Zeichen für ihre stetige Entwicklung zu einer immer menschlicheren Persönlichkeit. Diese kombiniert sie mit vielen Aspekten androidischer Merkmale und scheint eine Art Symbiose damit einzugehen. Sie ist auch die Vertrauensperson für Four Alex Mallari Jr., der vor einem großen und gewagten Schritt steht, seinen Thron in Zairon zurückzuerobern.
Fazit
Gelungene emotionale Szenen zwischen Five und Three und eine spannende Endphase machen unterm Strich einen guten Unterhaltungsfaktor in Wish I'd Spaced You When I Had the Chance aus. Da fällt auch ein wenig Kulissenrecycling in einer ansonsten wirklich ordentlichen Episode nur kaum ins Gewicht - schließlich darf man nicht vergessen, dass Dark Matter als kanadisches Export nicht mit den Ressourcen einer großen US-Produktion verglichen werden kann.
Der Trailer zur aktuellen Doppelfolge von „Dark Matter“ (2x11) (2x12):
Verfasser: Tim Krüger am Montag, 12. September 2016Dark Matter 2x11 Trailer
(Dark Matter 2x11)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 2x11
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