Dark Matter 2x05

In der Episode We Voted Not to Space You der Serie Dark Matter ist die Jagd auf Jace Corso eröffnet. Dieser lässt sich jedoch nicht so einfach fassen und rollt der Crew der Raza immer wieder Steine in den Weg, während die Galactic Authority nur einen kleinen Schritt hinter ihnen ist.
Vulnerable Predators
Gleich zwei wichtige Entscheidungen werden von Two (Melissa O'Neil) und den anderen Mitgliedern an Bord getroffen: Six (Roger Cross) darf zumindest vorübergehend bleiben und soll gleichzeitig seinen Beitrag als ehemaliger Offizier der Galactic Authority dazu leisten, Jace Corso (Marc Bendavid) ausfindig zu machen.
Nachdem er ihnen einen ersten wichtigen Hinweis liefert, bietet die Androidin (Zoie Palmer) ihre Hilfe an, undercover sowohl Informationen von der GA zu beschaffen, als auch einen Kollegen Corsos davon zu überzeugen, sie zu begleiten und ihnen „freiwillig“ den Aufenthaltsort des Gesuchten zu offenbaren.
Die Einsatzkräfte der GA unter der Leitung von Inspector Kierken (Kris Holden-Ried) bekommen jedoch Wind von der Suche nach Corso und heften sich ihnen dicht an die Fersen. Corso widersetzt sich erwartungsgemäß seiner Gefangennahme und hält in seinem Versteck einige unangenehme Überraschungen parat.
Als er seine Verfolger durch gezielte Explosionen oberhalb seines Fluchttunnels voneinander trennt, ist es schließlich Two, die ihn einholt. Sie entwaffnet ihn und lässt ihn einen Ausweg aus dem eingestürzten Fluchtweg graben, bevor sie ihn mit einer Kugel durch den Kopf exekutiert. Mit vereinten Kräften gelingt es der Crew anschließend, Four (Alex Mallari Jr.) aus den Händen von Inspector Kierken zu befreien, der ihn kurz zuvor noch in Gewahrsam nehmen konnte, um anschließend dem Planeten und den Einsatzkräften zu entkommen.
Undercover Android
We Voted Not to Space You dreht sich, entgegen der von diesem titelgebenden Zitat erweckten Erwartungen, nicht zentral um Six (Roger Cross) und dessen Integration und Wiederaufnahme, sondern widmet sich ganz der Jagd auf Jace Corso (Marc Bendavid).
Ob die Einleitung wirklich mittels Flash-Forward in Szene gesetzt werden musste, sei dahin gestellt. Die temporeiche Inszenierung in einer dunklen Bar mit einer umgestylten, menschlich wirkenden Androidin (Zoie Palmer), welche in alle möglichen Himmelsrichtungen Tritte in Hintern verteilt, ist jedenfalls definitiv sehenswert.
Deren durch den Emotionschip ausgelöste Verwandlung ist einer der auffälligsten Faktoren der Episode, der aus dem gewohnten Rhythmus heraus sticht. Zoie Palmer ist deutlich anzumerken, dass diese Gelegenheit eine willkommene Abwechslung in ihrer Routine darstellt und sie hat sichtlich Spaß daran, die neuen Aspekte der Androidin zur Schau zu stellen. Es bleibt natürlich die Frage: Welche Version gefällt dem Zuschauer besser? Sind ihre neue Persönlichkeit und der lockere Umgangston eine positive Veränderung? Zumindest die Abwechslung, welche es in dieser Episode mit sich bringt, konnte sicherlich gefallen. Allerdings bekommen wir bereits jetzt erste Komplikationen und menschliche Fehler vor Augen geführt, welche in Zukunft noch Schwierigkeiten für das Raumschiff und seine Crew bedeuten könnten.

Mit Inspector Kierken (Kris Holden-Ried) lernen wir einen der Verfolger der Raza kennen. Er macht überraschenderweise nicht den Eindruck, von der Politik oder den Konzernen korrumpiert zu sein, wodurch er zwar derzeit noch als pflichtbewusster Gegenspieler einzuordnen ist, möglicherweise aber ein offenes Ohr für die Wahrheit und die Geschichte der Crewmitglieder haben könnte. Zudem bekommen wir in Bezug auf die Neulinge an Bord diverse kleine Hinweise zu deren Hintergrundgeschichte serviert: Devons (Shaun Sipos) Injektionen weckten Erinnerungen an eine Operation, die er durchführte, welche dem Patienten das Leben und ihm möglicherweise seine Lizenz kostete. Über Nyx (Melanie Liburd) erfahren wir, dass sie anscheinend über eine wesentlich schärfere Wahrnehmung als ihre Kollegen verfügt. Three (Anthony Lemke) wird sie, was das angeht, aber sicherlich im Auge behalten, denn sein Verdacht bzw. seine Neugier scheint nun geweckt.
No space for Jace
Zusätzlich gibt es natürlich noch die Akte Corso: Dieser weilt nach dem Kopfschuss durch Two also definitiv nicht mehr unter den Lebenden. Zunächst war es etwas verwunderlich, dass sie kein wirkliches Interesse an dessen Hinweisen und Informationen hatte und ihr Crewmitglied kaltblütig rächte. Das steht aber durchaus im Einklang mit ihrem Charakter, denn auch wenn sie den Finger nicht mehr so schnell am Abzug hat, wie es früher der Fall gewesen ist, so zeigt es doch, dass ihr One als Mensch und Mitglied der Raza wichtig genug ist, um seinem Mörder keine Gnade zu zeigen.
Der Tod Corsos wirft auch interessante Theorien, wie beispielsweise den Gehirnscan des verstorbenen Derrick Moss auf Corso zu übertragen, aus dem Rennen. Nach anfänglichen Zweifeln scheint allerdings auch dessen Tod immer wahrscheinlicher. Was jedoch immer noch dagegen spricht, ist die Art, wie die Storyline des Mordes an dessen Frau angeschnitten und vorbereitet wurde, nur um diese dann letztendlich unter den Tisch fallen zu lassen. Ob man kursierenden Gerüchten, Marc Bendavid habe Probleme am Set von Dark Matter verursacht, Glauben schenken sollte, ist natürlich eine berechtigte Frage. Seinen doch etwas abrupten, zweiteiligen Abgang könnte es allerdings durchaus erklären, sollte dies tatsächlich das Ende seiner beiden Charaktere sein.
Fazit
We Voted Not to Space You ist nicht zuletzt aufgrund des erfrischenden Auftritts von Zoie Palmer eine durchaus unterhaltsame Episode. Das Ende von Jace Corso verwirft einige interessante Möglichkeiten und stellt die Frage, ob dies Marc Bendavids letzten Auftritt in der Serie markiert. Mit einem weiteren Gegenspieler und Geheimnissen in den eigenen Reihen gibt es jedoch genug Ansatzpunkte für spannende zukünftige Geschichten.
Der Trailer zur nächsten Episode von „Dark Matter“ „We Should Have Seen This Coming“ 2x06:
Verfasser: Tim Krüger am Montag, 1. August 2016Dark Matter 2x05 Trailer
(Dark Matter 2x05)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 2x05
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