Dark Matter 2x04

In der Episode We Were Family der Serie Dark Matter birgt der Aufenthalt auf einer Raumstation so manche Überraschung für die Crew. Three (Anthony Lemke) wird von seiner alten Crew kontaktiert während die Androidin (Zoie Palmer) eine Begegnung mit einer ganz besonderen Gruppe erlebt.
Flawed or special?
Three bekommt von Larcan Tanner (Nigel Bennett) die Geschichte über den Tod seiner Eltern und wie er ihn nach der Tragödie groß zog, erzählt. Aus Sentimentalität und um seine leere Kasse aufzubessern, beschließt Three, seine ehemalige Crew auf einen Job zu begleiten.
Doch als die Methoden der Bande Kidnapping und Mord umfassen, durchschaut Three die Lügen Tanners und identifiziert ihn als den Mörder seiner Eltern. Es kommt zum Showdown zwischen ihnen, an dessen Ende sowohl Tanners, als auch zuvor dessen Crew tot im Staub liegen. Ernüchtert kehrt Three schließlich an Bord der Raza zurück.
Die Androidin verlängert ihren Aufenthalt auf der Raumstation, um menschliches Verhalten studieren zu können. Als sie jedoch eine Zahnbürste als Geschenk mitgehen lassen möchte, gerät sie ins Visier der Security. Glücklicherweise mischt sich ein Fremder namens Victor (Brendan Murray) in die Sache ein und kann den drohenden Konflikt auflösen. Anschließend läd er sie ein, ihm zu folgen und offenbart sich und seine Gruppe als Androiden, die Dank eines speziellen Chips in der Lage sind, menschliche Verhaltensmuster überzeugend zu imitieren. Mit diesem Gegenstand ausgestattet, verabschiedet sie sich von Victor und dessen Freunden.
Devon (Shaun Sipos) schickt sich in der Zwischenzeit an, Six aus der Stasis zu holen und ihn zu operieren. Die Prozedur ist ein voller Erfolg und ein sich langsam erholender Six wägt anschließend die Entscheidungen ab, die ihn zu diesem Punkt in seinem Leben geführt haben. Nero (Mike Dopud) bricht währenddessen in das Quartier von Five (Jodelle Ferland) ein, um einen Schlüssel, der sich in ihrem Besitz befindet, zu entwenden. Diese sah jedoch solch einen Vorfall voraus und jagt ihm den Gegenstand wieder ab, was ihn gleichzeitig enttarnt und im selben Zug äußerst schlecht bei seiner Auftraggeberin (Inga Cadranel) aussehen lässt.
Titch and his family
We Were Family bringt die Raza und ihre Mannschaft einmal wieder an Bord einer Raumstation. Dort ist der Ärger zwar nicht direkt offensichtlich, lässt aber zumindest in Bezug auf Three nicht lange auf sich warten. Wir erfahren vor allem eine substanzielle Menge an Informationen über die Herkunft und das Leben von Three (Anthony Lemke), der mittlerweile nicht nur einer der interessantesten und sympathischsten Charaktere der Raza geworden ist, sondern nun auch die kompletteste Hintergrundgeschichte besitzt. Seine Geschichte, sein Verhalten sowie seine Gespräche mit Five (Jodelle Ferland) sorgen für gute Unterhaltung und treffen diese Episode definitiv den richtigen Nerv.
Es wurde wirklich an der Zeit, dass die Androidin (Zoie Palmer) etwas mehr als eigenständige Figur in die Geschehnisse verwickelt wird. Nun bekommen wir den Anfang einer Storyline geliefert, die einen interessanten Ansatz verfolgt. Das emotionale Erwachen der Androidin weiter fortzuführen ist durchaus konsequent und eine (rebellische?) Gruppe unabhängiger Androiden, die als Teil der Gesellschaft mit ihren Mitmenschen verschmelzen, bietet Potential. Ob man daraus jedoch bereits eine Romanze machen sollte, ist sicherlich eine berechtigte Frage. Grundsätzlich stellte sich das Ganze aber als gelungenes Segment heraus, welches zumindest durch die Übergabe des „Emotionschips“ (vielleicht vermisst Data ja seinen) in der Zukunft Bezug finden wird.

Five hat es nicht nur geschafft, Nero (Mike Dopud) als Maulwurf zu enttarnen, sie konnte ihm auch auf raffinierte Weise seine Beute wieder entlocken. Nicht nur wird das Küken der Raza immer ausgebuffter, ihr Fund aus der ersten Staffel scheint nun auch der Schlüssel für diverse Großkonzerne zu sein, die Oberhand bei bevorstehenden Konflikten zu gewinnen. Dementsprechend fliegen die Raza und ihre Mannschaft anscheinend mit einer noch größeren Zielscheibe auf dem Rücken durchs Weltall, als sie bisher angenommen hatten.
Devon (Shaun Sipos) ist zwar mit großer Wahrscheinlichkeit kein Verräter, doch auch er bewahrt ein Geheimnis: Sein Konsum einer uns unbekannten Substanz und das Zittern vor der Operation weisen auf ein mögliches Drogenproblem hin. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis den anderen die diversen Indikatoren seines Lasters ins Auge springen oder sie dies in eine unangenehme Situation manövriert. Bis dahin kann man natürlich auch von einer möglichen chronischen Krankheit ausgehen, doch die bisherigen Anzeichen sprechen eher für die erste Vermutung.
Six (Roger Cross) macht sich nach seinem Erwachen verständlicherweise Sorgen um seine Integration und Wiederaufnahme auf der Raza, wobei er sich zunächst darauf fokussieren wird, sein Verhältnis zu Five zu reparieren. Doch laut Two (Melissa O'Neil), die erstaunlich verständnisvoll mit ihm umgeht, hat sie ihm längst vergeben.
Fazit
Während Die Geschichte der Androidin solides Potential für spätere Folgen birgt, kann vor allem das Segment um Three überzeugen. Diverse Entwicklungen bahnen sich in We Were Family an und scheinen Dark Matter in eine ordentliche Richtung zu lenken. Nachdem nun mit den freien Androiden, dem von Five entdeckten Schlüssel, der Familie von Four, sowie Jace Corso und dem möglichen Mord an One diverse Möglichkeiten für die nächste Anknüpfung im Raum stehen, dürfen wir gespannt darauf blicken, wie es weiter geht.
Der Trailer zur nächsten Episode von „Dark Matter“ „We Voted Not to Space You“(2x05)
Verfasser: Tim Krüger am Montag, 25. Juli 2016Dark Matter 2x04 Trailer
(Dark Matter 2x04)
Schauspieler in der Episode Dark Matter 2x04
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