Dark Matter 1x13

Dark Matter 1x13

Im Staffelfinale von Dark Matter sucht die Crew der Raza nach den turbulenten Ereignissen der letzten Episode nach einem VerrĂ€ter in den eigenen Reihen. Doch lĂ€sst der Abschluss mit offenem Ende die Zuschauer auch wirklich zufrieden zurĂŒck?

Jodelle Ferland, Melissa O'Neil und Marc Bendavid in „Dark Matter“ / (c) Syfy
Jodelle Ferland, Melissa O'Neil und Marc Bendavid in „Dark Matter“ / (c) Syfy

Kaum dass die Crewmitglieder der Raza nach einer riskanten Rettungsmission wieder vollzĂ€hlig sind, bahnt sich in Episode Thirteen von Dark Matter auch schon das nĂ€chste Problem an. Die Androidin (Zoie Palmer) wurde außer Gefecht gesetzt und nach grĂŒndlicher Suche steht fest, dass sich der TĂ€ter unter ihnen befinden muss.

Trust issues

Nachdem Five (Jodelle Ferland) die abgeschaltete Androidin entdeckt, durchkÀmmen die Crewmitglieder in Zweiertrupps die Raza nach einem potentiellen Eindringling.

Doch obwohl sie auch den letzten Winkel nach dem Invasor absuchen, bleib ihre Jagd erfolglos. Das lĂ€sst nur einen Ă€ußerst unangenehmen Schluss zu: Der VerrĂ€ter befindet sich unter ihnen. Schnell keimen alte RivalitĂ€ten und Misstrauen wieder auf, sodass die Stimmung an Bord in Windeseile den Siedepunkt erreicht.

Als weitere Mitglieder durch ein Neurotoxin zu Boden gehen und das Schiff durch Manipulation am Antrieb zum Stillstand kommt, schrillen nicht nur sÀmtliche Alarmglocken unserer Protagonisten, es macht sich auch eine mit der Lage einhergehende Verzweiflung breit.

Sie brauchen nicht lange, um herauszufinden, was der VerrĂ€ter vorhat, denn ein Kreuzer der „Galactic Authority“ taucht kurze Zeit spĂ€ter mit der Absicht anzudocken vor der Raza auf. Als die letzten Crewmitglieder von Gasgranaten des Entertrupps der GA außer Gefecht gesetzt werden, gibt es nur eine Person, die neben den Soldaten freien Fußes das Schiff verlĂ€sst.

One by one they all fall down

Nach der temporeichen Episode Twelve drosselt Dark Matter gewaltig sein Tempo und ersetzt es mit einem Cocktail aus Spannung und Misstrauen. Dabei wandelt sich das actionlastige Momentum in ein Whodunit-Szenario um, bei dem der Zuschauer gemeinsam mit den Figuren, die sich die Anschuldigungen nur so um die Ohren hauen, mitraten kann.

Da One (Marc Bendavid) gegenĂŒber Four (Alex Mallari Jr.) die Karten bezĂŒglich seiner Motivation an Bord zu sein offen legt, liegen bis auf das große Geheimnis um den Verrat die meisten RĂ€tsel der Crewmitglieder fĂŒreinander offen. Doch selbstverstĂ€ndlich bedeutet das nicht, dass Dark Matter nicht noch genĂŒgend offene Fragen in der Hinterhand behĂ€lt.

War es wirklich Five (Jodelle Ferland), die wĂ€hrend des Aufenthalts in den Stasiskammern fĂŒr die Löschung der Erinnerungen verantwortlich zeichnet? Es liegt zwar im Bereich des Möglichen, allerdings kam diese Aussage von Six (Roger R. Cross), dem nach der Auflösung der Vertrauensstatus zumindest vorĂŒbergehend zu entziehen ist.

Anthony Lemke und Marc Bendavid in %26bdquo;Dark Matter%26ldquo; © Syfy
Anthony Lemke und Marc Bendavid in %26bdquo;Dark Matter%26ldquo; © Syfy

Easy targets

Doch was könnte seine Motivation fĂŒr das Ganze gewesen sein? In der letzten Einstellung ist neben ihm Lieutenant Anders (Jeff Teravainen) zu erkennen, der in Episode Eight zur Crew des Generals gehörte und von Six verschont wurde. Sind beide von ihnen also undercover fĂŒr die Galactic Authority tĂ€tig?

Im Grunde genommen war Episode Thirteen durchaus spannend gestaltet, und das Ratespiel und die wilden VerdÀchtigungen oder etwa das prinzipielle und chronische Misstrauen zwischen One und Three (Anthony Lemke) können gut unterhalten.

Etwas problematisch wird es allerdings, wenn wir das Tempo der beiden Episoden als gemeinsames Finale betrachten: WÀhrend Episode Twelve durch seine Dynamik Momentum aufbaut, bremst die finale Folge dieses wieder ab. WÀre zunÀchst Spannung aufgebaut worden, die dann in Action umgeschlagen wÀre, hÀtten wir sicherlich einen runderen Gesamteindruck bekommen. Allerdings ist dies im Zuge der Reihenfolge der Geschehnisse leider nicht möglich gewesen.

Zudem ist die Wahl eines derartig großen Cliffhangers Ă€ußerst gewagt. Zugegeben, offene Enden sind so gut wie immer kontrovers, doch sie passen mal mehr, mal weniger zur Serie und den Geschehnissen. Zwar funktioniert dies in diesem Fall durchaus, sollte aber die ausstehende VerlĂ€ngerung nach hinten losgehen, so wĂ€re dies in doppelter Hinsicht sehr schade.

Fazit

Spannung und Unterhaltung sind im Staffelfinale von Dark Matter durchaus gegeben, doch Schwierigkeiten mit dem Tempo der Episode und ein ziemlich offenes Ende könnten sich zu einem gewissen Grad als kontraproduktiv herausstellen. Nichtsdestotrotz hat die Serie im Laufe der ersten Staffel eine große und positive Entwicklung gemacht, sodass beide Daumen fĂŒr eine VerlĂ€ngerung gedrĂŒckt sind.

Verfasser: Tim KrĂŒger am Montag, 31. August 2015
Episode
Staffel 1, Episode 13
(Dark Matter 1x13)
Deutscher Titel der Episode
Episode Dreizehn
Titel der Episode im Original
Episode Thirteen
Erstausstrahlung der Episode in Kanada
Freitag, 28. August 2015 (Syfy)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 7. September 2015
Autoren
Joseph Mallozzi, Paul Mullie
Regisseur
Andy Mikita

Schauspieler in der Episode Dark Matter 1x13

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?