CSI: Crime Scene Investigation 11x21

Im Cliffhanger der letzten Episode Father of the Bride sahen wir, wie sich Nate Haskell und seine "Braut" Tina Rays Ex-Frau Gloria und ihren Ehemann als nächstes Opferpaar ausguckten. Cello and Goodbye ist die zweite Episode dieser die elfte Staffel abschließenden Trilogie. Sie nimmt die Handlung ohne Zeitsprünge wieder auf und zeigt in einer erschreckenden Sequenz, wie Haskell sich über Gloria und ihren Mann hermacht.
Cello and Goodbye ist eine blutige Episode, und die Farbe Rot dominiert konstant das Bild. Werden Rays und Nates Schicksale endgültig ineinander überfließen? Auf visueller Ebene geschieht das bereits, indem zwischen Los Angeles, wo sich Haskell befindet, und Las Vegas hin- und hergeschnitten wird. Ray erwacht aus einem Alptraum und geht unter die Dusche. Auch Haskell (Bill Irwin) steht in Los Angeles unter der Dusche, aber dort mischt sich Blut ins fließende Wasser.
In der ersten Hälfte der Episode droht Rays Leben genau diesen Weg zu nehmen: hinab in die Dunkelheit eines Abflusses. Als das CSI-Team einen Anruf aus Los Angeles bekommt, fliegen Catherine (Marg Helgenberger) und Ray (Laurence Fishburne) dorthin, nur um festzustellen, dass Glorias Mann Haskell zum Opfer gefallen ist. Am Tatort angelangt, deuten alle Spuren und die Zeitspanne darauf hin, dass auch Gloria nicht mehr lebt. Ray will abgelöst werden und zurück nach Vegas fliegen, nur um auf eigene Faust Nate zu verfolgen - genau wie es der Serienmörder eigentlich geplant hat. Am Tatort lernen wir auch Morgan Brody kennen, Ecklies Tochter, die den CSI-Kollegen mit ihren klugen Lektüren der morbiden Blutinszenierungen Haskells große Hilfe leistet.
Natürlich tötet Ray Tina Vincent nicht, und angesichts seiner vorherigen Entschlossenheit rückt er ziemlich schnell vom Rachefeldzug ab. Nate hält Gloria noch am Leben, entgegen seiner bisherigen Handschrift, weil er Ray zu einem bestimmten Ort locken möchte, wo alles begann: Der Anfang ist das Ende. To be continued...
Ich muss gestehen, dass trotz hervorragender visueller Umsetzung - vor allem bei den Szenen im Vergnügungspark, als Nick (George Eads) und Ray Haskell verfolgen - der Handlungsverlauf auf mich ausgelaugt und spannungsarm wirkt. Manche Figuren werden mehr oder weniger als Requisiten im Bild eingesetzt, wie zum Beispiel Sara (Jorja Fox). CSI: Crime Scene Investigation spielt auf Nummer sicher und bleibt damit vorhersehbar. In erster Linie erinnert das Ganze ein bisschen an das Finale der zehnten Staffel und an die Dr. Jekyll-Story. Die Serie bewegt sich durchgehend in den eigenen Klischees und schreckt einmal mehr davor zurück, Grenzen zu überschreiten und die Figuren tatsächlich auf den dunklen Pfad zu schicken, über den die ganze Zeit geredet wird. Vielleicht im dritten und letzten Teil?
Verfasser: Vladislav Tinchev am Freitag, 6. Mai 2011(CSI: Crime Scene Investigation 11x21)
Schauspieler in der Episode CSI: Crime Scene Investigation 11x21
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