CSI: Crime Scene Investigation 11x15

Who shot Justin Bieber? Nick Stokes (George Eads), lautet die Antwort. In Targets of Obsessions kehren zwei Figuren wieder, die mit Mitgliedern des CSI-Teams eine Rechnung offen haben: Jason McCann (Justin Bieber) und Nate Haskell (Bill Irwin). Nick Stokes' CSI: Crime Scene Investigation-Geschichte ist geprägt von seiner Opferrolle. Aus diesem Grund erscheint der Titel der Episode sehr passend.
Nick wird diesmal zur Obsession für den jungen Jason, da am Anfang der Staffel Jasons Bruder von Nick und Vartann (Alex Carter) erschossen worden war. Jason will Nick und den Rest des Teams zur Rechenschaft ziehen und manövriert sie in eine Falle, indem er geschickt die "weiche" Seite von Nick nutzt und ein Katz-und-Maus-Spiel mit ihm treibt. Bei diesem Spiel verliert ein guter Freund von Nick das Leben, und Detective Vartann wird schwer verletzt. Und: das Ganze könnte richtig spannend werden.
Als aber schließlich Catherine (Marg Helgenberger), Nick, Vartann und der Bombenexperte (Nicks Freund) im Lagerhaus in der Falle sitzen, verrät man - für meinen Geschmack - viel zu früh, dass Jason als Mastermind hinter der Geschichte steckt. Ganz abgesehen davon, wie glaubwürdig das Ganze erscheint... Aber Justin Bieber muss man Mut zugestehen, wenn er einen kaltblütigen Mörder spielt, der sich am Ende von (Nicks) Kugeln durchsieben lässt. Hiermit ist dieser Erzählstrang also abgeschlossen - und es scheint so, als sollten wir die als mögliches neues Teammitglied angekündigte Bombenexpertin vom Staffelanfang nie wieder sehen.
Zwar sind handlungsübergreifende Erzählstränge und wiederkehrende Figuren eigentlich immer gut für ein Procedural - aber manches sollte man doch irgendwann sein lassen. Damit meine ich das Duell Nate Haskell vs. Ray Langston (Laurence Fishburne). Natürlich versucht CSI: Crime Scene Investigation an die glorreichen Miniaturkiller-Zeiten anzuknüpfen: aber dieser Serienmörder (Haskell) hat in meinen Augen ausgedient. Bill Irwins Leistung (abgesehen von ein paar Over-the-top-Szenen vor Gericht) soll dadurch nicht geschmälert werden; meine Kritik zielt auf den ziemlich künstlich wirkenden Versuch, alles hinauszuzögern und immer neu aufzurollen.
Es scheint, als hätte man für Fishburnes Figur momentan keinen besseren Gebrauch. Denn Haskells Flucht am Ende - wie alles zustande kommt, ist sogar für fiktionales Erzählen etwas zu viel des Guten - dient offensichtlich der Erschaffung einer permanenten Gefahr für Ray. Es ist jetzt den Autoren überlassen, die Falle der ständigen Wiederholung zu vermeiden. Vielleicht sollte man sich, statt Haskell ins Spiel zu bringen, lieber wieder dem anderen "anonymen" Serienmörder Sqweegel widmen? Dürfte spannender sein...
Verfasser: Vladislav Tinchev am Freitag, 18. Februar 2011(CSI: Crime Scene Investigation 11x15)
Schauspieler in der Episode CSI: Crime Scene Investigation 11x15
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