Castle 7x16

Castle 7x16

Castles neuer Fall führt ihn und sein Team auf den Mars, denn in einer geschlossenen Simulation einer Marsmission ist einer der Astronauten unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Zu den potentiellen Tätern gehören dabei nicht nur die Crew, sondern auch der Stationscomputer und Aliens.

Team Castle auf dem „Mars“. / (c) ABC
Team Castle auf dem „Mars“. / (c) ABC
© (c) ABC

Die Simulation einer Marsmission im Rahmen eines privatfinanzierten Projektes endet für einen der Astronauten tödlich. Castle sieht für die Lösung des Falles mehrere potentielle Möglichkeiten: Waren es vielleicht Aliens, der Bordcomputer, ein Mitglied der Crew oder hat sich vielleicht jemand von außerhalb in die geschlossene Marsmission eingeschlichen?

One small murder for man, one giant mystery for mankind

Sehr zur Freunde von Castle bekommt er im Rahmen seiner neuen Ermittlungen die Möglichkeit, die Astronauten samt Raumanzug innerhalb der Simulation zu befragen. Dabei sprechen die ersten Hinweise dafür, dass sich der Mörder unter den Crewmitgliedern befinden muss.

Nachdem der Exfreund einer der Astronautinnen als Täter ausgeschlossen werden kann, richtet sich der Fokus der Ermittlungen auf die Konkurrenz im Rennen um den ersten bemannten Ausflug auf den Mars. Tatsächlich betrieb ein anderer Unternehmer aktive Spionage, doch dafür benötigte dieser auch eine Quelle innerhalb der Crew. Den korrupten Astronauten können Beckett (Stana Katic) und Castle (Nathan Fillion) schließlich ausfindig machen, müssen jedoch feststellen, dass dieser für seine zwielichtigen Karriereknick nicht zum Mörder wurde.

Immerhin kann dieser wichtige Hinweise auf das Tatwerkzeug liefern, denn Fotos identifizieren den Marsrover als das schuldige Element. Dieser muss vom Bordcomputer der Kapsel gesteuert worden sein, woraufhin Team Castle diesen innerhalb der Simulation auch sogleich verhört. Obwohl der Computer statt hilfsbereit eher mörderisch reagiert, offentbart er so die entscheidenen Hinweise, die zur Aufklärung des Mordes benötigt werden.

Der Verstorbene war bei seinen Kollegen dermaßen verhasst, dass gleich drei von ihnen gemeinsam den Computer dazu benutzt haben, sich seiner zu entledigen. Abschließend verkündet Martha (Susan Sullivan) gegenüber ihres ziemlich perplexen Sohnes, dass sie sich dazu entschieden hat, sich weiterzuentwickeln und im Zuge dessen aus Castles Wohnung auszuziehhen wird.

The final frontier

Nach den dramatischen Ereignissen der letzten Doppelfolge kühlt The Wrong Stuff die Gemüter ein wenig ab und setzt wieder auf die gewohnte Portion Humor. Dabei wurden zahlreiche nette Anspielungen auf Filme und Serien untergebracht, welche hauptsächlich sehr liebevoll von Nathan Fillion eingestreut werden.

Bemerkbar macht sich das Beispielsweise an Castles Star-Trek-Ansprache, den eindeutigen „Alien“-Referenzen auf der Suche nach der Mordwaffe und der Hommage an HAL 9000, der künstlichen Intelligenz aus Kubricks Film „2001: A Space Odyssey“. Diese Anspielungen sind ein schöner Bonus für die lockere Folge und tragen zur Stimmung maßgebend bei.

Nathan Fillion überträgt zudem alleine durch seine enthusiastischen Schritte im Raumanzug, den Spaß, den er wahrscheinlich im Einklang mit seiner Figur beim Dreh hatte. Angenehm fällt auch die Auflösung auf, denn es wurde erfrischenderweise kein Täter aus Fleisch und Blut herangezogen, auch wenn die Astronauten natürlich letztendlich selbst ausschlaggebend für den Mord verantwortlich sind.

Team Castle auf dem %26bdquo;Mars%26ldquo;. © ABC
Team Castle auf dem %26bdquo;Mars%26ldquo;. © ABC

Eine der vielen Referenzen wurde auch dazu benutzt, das demnächst aufkeimende Thema „Schwangerschaft“ aufzugreifen. Dabei hätte auch getrost ein wenig subtiler und unterschwelliger an der Inszenierung gearbeitet werden können. So dürften es jetzt die meisten geschafft haben, diese Art von Foreshadowing mitzubekommen. Mittlerweile scheint sich ihr Ehestatus auf dem Revier etabliert zu haben, denn Ryan (Seamus Dever) bezeichnet Kate und Rick zum ersten Mal als die „Castles“.

Marthas (Susan Sullivan) zukünftiger Auszug mag sich zunächst nach keiner großen Sache anhören, doch nach so langer Zeit ist dies für die Entwicklung ihrer Figur eine nicht unerhebliche Veränderung. Vielleicht ist dies ein guter Schritt, ihrem Charakter neues Leben einzuhauchen oder zumindest aus den immergleichen gewohnten Gefilden herauszumanövrieren. Die Zukunft wird zeigen, ob sich diese Entscheidung als richtig erweist. Mit einem Auszug hätte man durchaus schon vor vielen Staffeln rechnen können, sodass der Zeitpunkt zwar nicht verfehlt ist, aber doch relativ spät kommt.

Als kleine Observation am Rande lässt sich zudem noch sagen, dass mir diese Episode das Intro besonders gut gefallen hat. Etwas verwirrend war allerdings, dass die Castles die Stille des Apartments nicht genutzt haben, um ihre ehelichen Aktivitäten zu genießen, aber dazu sollten sie demnächst zumindest ohne Störung mütterlicherseits noch mehr Gelegenheiten bekommen.

Fazit

Eine entspanntere Episode, die von vielen netten Anspielungen und einer handvoll kleiner, aber witziger Situationen lebt. Trotz der extravaganten Prämisse und der durchaus ansprechenden Ausführung erreicht The Wrong Stuff allerdings nur ein durchschnittliches bis gutes Niveau im Vergleich zu bisherigen Folgen dieser Staffel.

Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 24. Februar 2015

Castle 7x16 Trailer

Episode
Staffel 7, Episode 16
(Castle 7x16)
Deutscher Titel der Episode
Mord auf dem Mars
Titel der Episode im Original
The Wrong Stuff
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 23. Februar 2015 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 18. Januar 2016
Autor
Terri Edda Miller
Regisseur
Paul Holahan

Schauspieler in der Episode Castle 7x16

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