Castle 7x09

Castle 7x09

In Last Action Hero bekommen wir eine liebevolle Hommage an das Actionkino der Achtzigerjahre und die Aufbereitung der Helden in Ensemblefilmen der Neuzeit serviert. Darüber hinaus ist es für Beckett Zeit, Abschied von ihrer alten Wohnung zu nehmen.

Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic ) am Set der „Indestructibles“. / (c) ABC
Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic ) am Set der „Indestructibles“. / (c) ABC

Der legendäre Actionstar der „Hard Kill“-Filmreihe wird kurze Zeit nach seinen Dreharbeiten an den „Indestructibles“ ermordet. Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic) ermitteln in seinem Umfeld und stoßen auf Verwicklungen, die dem Plot eines seiner Filme würdig gewesen wären.

,Hard Kill' was how I got my bro time

Lance Delorca (Morgan Benoit) war zwar „Hard to Kill“, aber letztendlich nicht indestructible. Castles Idol des Actionkinos der Achtziger wurde ermordet, was ihn und das Team ans Set von dessen Ensemblefilm bringt. Dort bringen sie in Erfahrung, dass er trotz Drehschluss noch länger in der Stadt geblieben ist. Offensichtlich hatte er noch etwas Wichtiges zu erledigen.

Doch wofür brauchte Lance einen Bodyguard und einen Koffer voller Bargeld? Die Spur führt zu seinem alten „Filmnemesis“, der allem Anschein nach seine Rolle als Drogenhändler in den Filmen als praktische Anleitung für seine Geschäfte im echten Leben benutzt hat. Allerdings kommen Castle und sein Team nicht so ohne Weiteres an die Beweise in dessen Club heran.

Das schreit nach einem Job für die „Indestructibles“. Das Team von gealterten Actionhelden macht es sich zum Andenken an seine gefallenen Kameraden zur Mission, die Beweise zu beschaffen. Zu seinem Unwohlsein, aber auch zu seiner hellen Freude ist Castle fester Bestandteil ihrer geplanten Operation.

Schließlich gelingt es ihnen auch, eine belastende Tonaufnahme in die Finger zu bekommen, doch dort hören sie nicht das, was sie erwartet haben. Lance Delorca hatte nicht nur den Kampf gegen Leukämie gewonnen, im Zuge dessen fand er auch heraus, dass der Sohn seines Co-Stars und Freundes bei den „Indestructibles“ sein eigener Sprössling ist. Die Wahrheit über dessen Herkunft hätte die Ehe seiner Bettgefährtin zerstört, die dem alten Actionstar aus diesem Grund ein jähes Ende bereitete.

Castle (Nathan Fillion) erkennt den Actionhelden. © ABC
Castle (Nathan Fillion) erkennt den Actionhelden. © ABC

You are my boyhood dream

Castle im Land der Actionhelden klingt nach einer spaßigen Prämisse, die auch durch und durch gelungen umgesetzt ist. Die Hommage an alte Actionhelden und ihre Filme sowie deren Wiedervereinigung durch Ensemblefilme wie „The Expendables“ sind liebevoll in Szene gesetzt und lassen nicht nur Castle in Nostalgie schwelgen.

Der Aufbau der Episode, von der Geschichte bis hin zu Castles großartigem Kostüm, ist merklich ein Resultat der Arbeit von Menschen, die selbst passionierte Fans dieser Ära von Filmen sein müssen. Dieser Funke Leidenschaft zieht sich angenehm durch die gesamte Folge und gerade während der „Mission“ im Nachtclub habe ich fast die gesamte Zeit über ein Lächeln auf den Lippen gehabt. Natürlich laufen die Dinge dort praktischerweise sehr passend zusammen, aber das ist nun einmal der Stil, in dem auch diese Art von Filmen gemacht ist.

Auch das Casting der Darsteller kann als gelungen bezeichnet werden, denn die Crew der Filmhelden kommt ihren Vorbildern doch sehr nah und wirkt somit authentisch. Hinzu kommen einige schöne kleine Momente wie beispielsweise Ryans (Seamus Dever) Versuche, seine eigenen one-liner zu kreieren. Auch wie Kate den armen Rick für seine abenteuerlichen Beschaffungsmethoden bestraft, indem sie ihn nicht mithören lässt, ist eine nette kurze Szene.

Darüber hinaus hat die kleine, aber feine Nebenhandlung um Kates Auszug ein Lob verdient. Kates und Lanies (Tamala Jones) Interaktion konnte auf jeden Fall überzeugen. Zunächst hätte ich die Sache ähnlich wie Castle gesehen, doch nach kurzer Reflexion, ist Kates mit der Wohnung verbundene Sentimentalität durchaus nachvollziehbar. Es wurde natürlich auch langsam Zeit, dass sie diesen Schritt wagt und an dieser Stelle ist das Einritzen ihres Namens ein schöner Abschluss für ihren Lebensabschnitt und die Episode selbst.

An dieser Stelle würde ich normalerweise noch Dinge aufzählen, über die ich meckern kann, doch wirklich auffällig Negatives habe ich nicht zu berichten. Alexis und Martha waren zwar nicht dabei, doch ist es eigentlich gar nicht verkehrt, die Folge nicht mit „kurzen Auftritten aus Prinzip“ aufzufüllen. Einzig und allein die Ohrensuche ist einmal wieder ein wenig grenzwertige „Computermagie“ gewesen.

Fazit

Last Action Hero weiß über die gesamte Folge hinweg gut zu unterhalten. Die Hommage an Actionfilme vergangener Tage ist detailverliebt von einer Crew und von Autoren inszeniert, denen man anmerken kann, dass sie Freude an diesem Thema hatten, was der Folge deutlich zugutekommt. Auch wenn ich gestehen muss, dass Nostalgie ein nicht unwesentlicher Faktor für das positive Resümee gewesen ist, so spricht der Fakt, dass kaum Negatives über die Episode zu berichten ist, sicherlich für sich selbst.

Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 2. Dezember 2014

Castle 7x09 Trailer

Episode
Staffel 7, Episode 9
(Castle 7x09)
Titel der Episode im Original
Last Action Hero
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 1. Dezember 2014 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Montag, 30. März 2015
Autor
Christine Roum
Regisseur
Paul Holahan

Schauspieler in der Episode Castle 7x09

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?