Castle 7x10

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Ein Arzt mit Verbindungen zum organisierten Verbrechen wird von einer Person im Weihnachtsmannkostüm erschossen und alles deutet auf die rechte Hand des Mafiabosses Scarpella hin. Das Oberhaupt der Familie selbst tritt an Castle (Nathan Fillion) heran und bittet ihn um seine Mithilfe dabei, den Mörder zu finden, woraufhin dieser wesentlich tiefer in die Geschäfte der Familie involviert wird, als ihm lieb ist.
Santa finally cracked
Der Weihnachtsmann war dieses Jahr unartig. Dr. Eric Mercer (Paul Lacovara) bekommt statt der Rute eine Ladung Kugeln von einem kostümierten Mörder verschrieben und das Team um Castle und Beckett (Stana Katic) nimmt die Ermittlungen auf. Die Hinweise deuten zweifelsfrei in Richtung der Mafiafamilie Scarpella, genauer gesagt auf die rechte Hand des Bosses. Doch Scarpella höchstpersönlich beteuert dessen Unschuld und beauftragt Castle mit der Aufgabe, den wahren Killer ausfindig zu machen.
Durch einen Blutsschwur gebunden traut sich dieser nicht, das Angebot des Mafioso abzulehnen und darf so für seine Ermittlungen hinter die Kulissen der Geschäfte der Gangster blicken. Ihm wird nicht nur offenbart, dass Mercer als Chirurg für die Familie tätig gewesen ist, er kommt auch hinter eine klassische Geschichte à la „Romeo und Julia“ innerhalb zweier verfeindeter Mafiafamilien. Jane Scarpella (Alex Frnka), die Tochter des Bosses, und Luca Tessaro (Brent Antonello), Mitglied einer rivalisierenden Familie, sind ineinander verliebt.
Als ein Unbekannter auf Luca schoss, sah seine Freundin keine andere Möglichkeit, als Mercer zu bitten, diesem das Leben zu retten. Doch dafür musste er offensichtlich mit dem Leben bezahlen. Schließlich gelingt es Castle, eine Verbindung zu einem Polizeibeamten herzustellen, welcher sich einen Teil des Kuchens der Mafiafamilien abschneiden wollte und für den Mord an Mercer und den Anschlag auf Tessaro verantwortlich ist.
Doch, als der Mörder beim Gefangenentransport selbst sein Leben lassen muss, sieht die Polizei die Verantwortung dafür bei Castle beziehungsweise seinen Mafiakontakten. Als Konsequenz daraus wird ihm die zukünftige Zusammenarbeit mit dem NYPD untersagt, während er bei der Weihnachtsfeier des Reviers eine tapfere Miene für Kate aufsetzt.
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Mobbed up
In Bad Santa tanzen die Autoren erzählerisch auf vielen Hochzeiten und setzen im Zuge dessen einen Trend fort, der sich bisher durch große Teile der bisherigen Staffel zieht: Castle und Beckett werden innerhalb der Folge immer wieder getrennt und verfolgen separat voneinander Hinweise. Dabei ist es doch eines der wichtigsten Merkmale und Stärken der Serie, dass die beiden Protagonisten gemeinsam auf dem Bildschirm die besten Leistungen bieten. Der Ausblick auf die nächste Episode in Anknüpfung an Rick und Kates berufliche Zwangstrennung lässt ebenfalls erahnen, dass dieses Muster in naher Zukunft nicht gebrochen wird.
Der Fall an sich weist dieses Mal bezüglich der Logik der Geschichte und der Struktur keine Makel auf. Allerdings sind sowohl die Involvierung des nächsten Mafioso, den Castle bei seinen Buchrecherchen kennengelernt hat, als auch die „Romeo und Julia“-Story etwas abgegriffene Elemente, die die wenigsten Zuschauer noch überraschen dürften. Dennoch ist die Ausführung der Geschichte gelungen und auch die Konsequenz des Endes nachvollziehbar.
Espositos (Jon Huertas) und Lanies ( Tamala Jones) Trennung fühlt sich überfällig an und ist definitiv die richtige Entscheidung. Es kommt mir beinahe so vor, als ob die Autoren mit dem letzten Dialog der beiden ihre eigene Arbeit kommentieren würden. Sie haben es nach viel Hin und Her nicht geschafft, die zwei als glaubwürdiges Paar darzustellen und den Zuschauer emotional an die beiden als solches zu binden. Die daraus resultierende Trennung ist demnach der sinnvollste Schritt. War die schwache Umarmung und Javiers Interesse an der Polizistin aus Kill Switch also doch ein Indikator für die Auflösung der Beziehung? Auch wenn dieser Schritt durchaus überraschend kam, ist es doch die richtige Entscheidung.
Gegen Ende wirkt die Episode ein wenig so, als wolle man die Wartezeit noch möglichst schnell mit Veränderungen und neuen Möglichkeiten füllen. Der Gefallen, den Castle jetzt bei Mafiaboss Dino (Paul Ben-Victor) sicher hat, wird sehr wahrscheinlich noch Einsatz in der Hauptgeschichte um sein Verschwinden zu Anfang der Staffel finden. Das Ende der direkten Zusammenarbeit mit der Polizei lässt mich allerdings mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Castle und Beckett beruflich zu trennen, funktionierte für mich bereits zu Anfang der sechsten Staffel nicht wirklich gut. Dieses Kapitel wurde jedoch schnell wieder geschlossen, also warum versucht man es jetzt erneut mit einem ähnlichen Szenario?
Es ist nicht die Qualität der einzelnen Folgen, die mir momentan ein wenig Sorgen macht, sondern dass die Autoren ihren roten Faden nicht eindeutig zu finden scheinen, indem sie die Ausrichtung der Serie anscheinend immer wieder leicht verändern. Zurzeit bin ich mir, obwohl mir die Folgen an sich wirklich gefallen, nicht sicher, wohin der Trend gehen soll und ob mir die Richtung gefällt.
Fazit
Der Fall der Woche hat zwar keine besonderen Ideen zu verbuchen, ist aber in seiner Struktur schlüssig und entsprechend gut gelungen. Hoffen wir, dass „Caskett“ in Zukunft weiterhin ihre Stärken als Duo ausspielen dürfen und nicht parallel nebeneinander her ermitteln.
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Der Trailer zur nächsten Episode: Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 9. Dezember 2014Castle 7x10 Trailer
(Castle 7x10)
Schauspieler in der Episode Castle 7x10
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?