Castle 7x07

Die Spur eines Mordfalls führt in der Episode Once Upon a Time in the West ein Wild West Resort in Arizona. Da sich der lokale Sheriff allerdings nicht sonderlich kooperativ zeigt, greifen Castle (Nathan Fillion) und Beckett (Stana Katic) zu anderen Methoden: Sehr zur Freude von Castle suchen sie undercover in dem Resort nach Hinweisen, schließlich verbrachte dort das Opfer einige Tage bevor es starb.
Mrs. Castle und Mr. Beckett
Die Gelegenheit, undercover im „Wilden Westen“ zu ermitteln, lässt sich Castle nicht nehmen. Aus der Kindheit übernommene Fantasien ausleben zu dürfen und dabei in Begleitung seiner Traumfrau zusätzlich einen Mordfall zu untersuchen - das ist die ideale Kombination für unseren Lieblingsautoren.
Es kommt zum gemeinsamen Ausflug sowie zum Lagerfeuer zu zweit. Der Fall selbst bringt sie auf die Spur eines verschollenen Goldschatzes, für den bereits mehrere Menschen ihr Leben lassen mussten. Dabei erhalten sie Unterstützung von Ryan (Seamus Dever) und Esposito (Jon Huertas), die von New York aus mitarbeiten.
Nachdem sie Hinweisen im Saloon und in einem Indianerreservat nachgehen, stoßen sie schließlich in einer alten Mine auf die begehrte Schatztruhe. Doch der Inhalt ist nicht das, was sie erwartet haben. Statt des erwarteten Goldes befinden sich die knochigen Überreste des Vaters ihres Opfers in der Truhe. Die ermordete junge Frau strebte also weniger nach dem Gold, sondern vielmehr nach der Aufklärung eines Todesfalls.
Während Beckett die dortige Polizei zu ihrem Fund außerhalb des Resorts führt, nimmt Castle einen Drink im Saloon mit dem Besitzer der Anlage. Unbewusst trinkt sich Castle damit auch Mut für die kommende Konfrontation an, denn ein Telefonanruf von Ryan klärt ihn über die wahre Natur seines Gegenübers auf. Um den Mörder aufzuhalten, gibt es nur eine Möglichkeit: Es kommt zum Showdown wie in den guten alten Western-Filmen. Als beide ihre Waffen ziehen, landet Castles Revolver prompt falsch herum in seiner Hand. Nur gut, dass seine Ehefrau schneller und besser zieht als er und ihn in letzter Sekunde rettet.
Obwohl Ryan und Esposito zunächst ziemlich eingeschnappt waren, machen sie Castle und Beckett noch ein schönes Hochzeitsgeschenk, indem sie einige Urlaubstage an Beckett übertragen, sodass die beiden frisch Vermählten noch ein wenig mehr Zeit im Wilden Westen verbringen können.

The fastest gun in the east
Das Setting, Castle in den Wilden Westen zu schicken, klingt vielversprechend. Angefangen vom Intro bis hin zu vielen Details hält es auch größtenteils, was es verspricht: viele lustige Momente basierend auf Castles Interaktion mit den Charakteren und der Umgebung. Zudem ergeben sich für Mr. Beckett und Mrs. Castle einige ruhige und angenehme Momente, die ihnen in der Hektik der letzten Zeit verwehrt geblieben sind.
Der Fall an sich gerät hierbei zunehmend in den Hintergrund und schafft es nicht, den Zuschauer wirklich mitzureißen. Das muss allerdings auch nicht sein, denn die Betonung dieser Episode liegt eindeutig auf Erholung und Spaß - sowohl für unsere Protagonisten als auch für den Zuschauer selbst. Castle am Pokertisch, im Saloon und beim Showdown: Das klingt nicht nur auf dem Papier nach einem guten Plan, die Umsetzung hält, was die Prämisse verspricht. Darüber hinaus ist seine Reaktion auf Kates schwarzes Outfit gut gelungen. Sein Stammeln sagt ohne Worte bereits treffend aus, was er empfindet.
Der Fall der Woche weist zwar keine unangenehm auffallenden Logiklöcher auf, basiert aber an der einen oder anderen Stelle ein wenig auf Glück. Castles Ausschlussverfahren, was die Eheringe der Verdächtigen anbetrifft, funktioniert beispielsweise nur, weil der Cowboy seine Frau nicht betrogen hat. Ein aktiver Ehebrecher hätte ansonsten wohl kaum seinen Ring am Finger behalten. Auch eine kürzlich von einem Laien freigesprengte Mine zu betreten, ist schon ziemlich gewagt. Ansonsten ist der Fall dementsprechend eher Mittel zum Zweck für das besondere Setting.
Ryan und Esposito, nach denen Castle gemeinerweise seine beiden Zugpferde benennt, reagieren auf die Nachricht der Hochzeit zunächst ziemlich eingeschnappt. Marthas Kommentar auf ihre sympathisch typische, wenn auch unüberlegte Art war dementsprechend nicht gerade hilfreich. Allerdings kann einem deren Einstellung über die Episode hinweg durchaus ein wenig auf die Nerven fallen. Doch glücklicherweise findet Captain Gates (Penny Johnson) die richtigen Worte, um ihnen die Köpfe wieder gerade zu rücken. Ihre unter anderem daraus resultierende „freiwillige“ Geste in Form ihres Hochzeitsgeschenkes ist dementsprechend dann eine nette und angemessene Reaktion auf die Verkündung des großen Schrittes ihrer besten Freunde und Kollegen.
Eine spannende Frage bleibt die Namenswahl der frisch Verheirateten. Der kurze Dialog im Flur des Polizeireviers konnte die Sache nicht klären. Kate hat sich am Telefon auch nicht wie gewohnt mit ihrem Nachnamen gemeldet, ein Zeichen dafür, dass diese Entscheidung momentan noch in der Luft schwebt.
Fazit
Eine unterhaltsame Folge mit einem sehr gut gewählten Setting, die mit einigen schönen und vor allem amüsanten Momenten punkten kann. Lediglich der etwas flach fallende Fall sorgt dafür, dass Once Upon a Time in the West nicht gänzlich perfekt ist.
Castle: Promo zur Episode 7x08: Verfasser: Tim Krüger am Dienstag, 18. November 2014Castle 7x07 Trailer
(Castle 7x07)
Schauspieler in der Episode Castle 7x07
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