Castle 6x13

Castle 6x13

Nicht nur Castle steht im Fokus des öffentlichen Medieninteresses. Sogar noch mehr gilt dies für das Mordopfer in dieser Woche. Welches jedoch schon bald mit einer großen Überraschung aufwartet. Und mit Lebens- und Liebesratschlägen für die gute Alexis.

Beweissuche in „Castle“ / (c) ABC
Beweissuche in „Castle“ / (c) ABC

Das passiert in der Castle-Folge Limelight:

Castle (Nathan Fillion) steckt gleich doppelt in der Klemme: Alexis (Molly C. Quinn) hat ihn schon vor Ewigkeiten gebeten, ein Empfehlungsschreiben für ihren Freund Pi (Myko Olivier) aufzusetzen, doch Castle hat noch nicht eine Zeile geschrieben. Dafür steht etwas in der Zeitung über ihn: angeblich wurde er beim Schmusen mit seiner Ex-Frau gesehen. Beckett (Stana Katic) glaubt davon kein Wort. Und sie tut auch so, als ob es sie nicht stört, was da in der Zeitung steht. Aber irgendwie wurmt es sie doch, was da in der Öffentlichkeit über ihren Verlobten zirkuliert.

Apropos Öffentlichkeit: der neue Mordfall, den Castle und Beckett zu bearbeiten haben, zieht Einiges an Öffentlichkeit auf sich. Denn in einer Gasse wird die Leiche von Mandy Sutton (Alexandra Chando, The Lying Game) gefunden. Sutton ist ein ehemaliger Kinderstar, die später als Popsängerin und vor allem durch zahlreiche Skandale von sich Reden gemacht hat. Eine Kreuzung aus Miley Cyrus und Lindsay Lohan. Während Castle und Beckett schon den ersten Spuren nachgehen, kommt es zu einer überraschenden Entdeckung: Sutton ist gar nicht tot! Die Leiche ist in Wahrheit ihr Double...

Sitcomreif

Limelight ist in jeder Hinsicht eine sehr leichte, spaßige Episode. Sie hat auch ihre ernsteren Momente, etwa als Mandy und Alexis sich über die Probleme in ihrem jeweiligen Leben austauschen. Doch der Grundton der Folge ist ganz klar heiterer Natur.

Es gibt zahlreiche sitcomreife Szenen, etwa als Alexis freimütig dem Promi-Klatsch fröhnt (und die Warnsignale ihres Vaters ignoriert), während Mandy am Tisch daneben sitzt. Köstlich ist auch der Blick, den Mandy zunächst Castle zuwirft, als er zu sagen versucht, dass er die Probleme, die sich aus dem ständigen Schweinwerferlicht der Öffentlichkeit ergeben, sehr gut nachvollziehen kann - und sie hat ersichtlich keine Ahnung, wer Castle überhaupt ist.

Hannah Montana

Es ist eine Folge, die natürlich aus dem Image und Trara rund um den beschädigten Popstar humoristisches Kapital schlägt, ohne die Figur jedoch der Lächerlichkeit preiszugeben. Stattdessen kann die Frau einem zwischendurch sogar ein wenig leid tun - und bekommt dank ihres Reformwillens am Ende sogar ein sehr verdientes Happy End.

Alexis is back

Nach Gott-weiß-wie-vielen-Folgen taucht Alexis mal wieder aus der Versenkung aus. Ihre Szenen mit Mandy, vor allem als die beiden gemeinsam versuchen, selbst Detektiv zu spielen (worin Alexis ja nicht erst seit Like Father, Like Daughter eine gewisse Erfahrung besitzt), sind durchweg höchst unterhaltsam. Viele Fans werden sich außerdem darüber freuen, dass sie zum Ende hin offenbar den Entschluss faßt, den wenig geschätzten Pi in den Wind zu schießen. Ein bisschen fragt man sich natürlich schon, was die ganze Pi-Geschichte dann überhaupt sollte. Offenbar wollten die Autoren Alexis irgendwie in der Serie behalten (was ja ganz löblich ist) und sind auf nichts anderes gekommen, um Konflikte und Geschichten mit ihr zu generieren.

Eine öffentliche Beziehung

Der Caskett-Plot ist ausgesprochen passend zur Hauptstory gewählt worden: In beiden Linien geht es um die Rolle der Öffentlichkeit. Dass Beckett nicht als öffentliche Person im Rampenlicht stehen möchte, ist auf dem Hintergrund ihrer Charakterisierung absolut nachvollziehbar. Gleichzeitig muss sie sich jedoch mit dem Gedanken vertraut machen, dass sie eine öffentliche Person heiratet. Sehr schön wird das die Folge über immer wieder eingearbeitet (der Anruf ihres Vaters; der Scherz, den Ryan und Espo mit ihr treiben).

War es in der vergangenen Episode, Deep Cover, Castle, der seine Buchtour für den Hochzeitstermin abgeblasen hat, ist es hier nun an Beckett, eine romantische Geste zu erbringen: sie springt über ihren Schatten und setzt eine Verlobungsanzeige in die Zeitung. „If they are going to write about you, I want it to be the truth... I want it to be about us...“ Und weil Bilder mehr als tausend Worte sagen, zeigt uns die Serie in der dazu gehörigen Einstellung Castle und Beckett in liebevoller Umarmung und Ryan und Espo strahlend dahinter. Dieser Screenshot dürfte wohl bald viele Computer-Desktops zieren...

Verräterisches Handy

Der Fall als solcher ist wendungsreich erzählt. Nur da und dort kratzt sich der geneigte Zuschauer ein wenig am Kopf, so etwa basiert die Auflösung am Ende darauf, dass die Stage Mom (Mutter, Managerin und Mörderin in Personalunion) das Prepaid-Handy, mit dem sie ihr Opfer in die Falle gelockt hat, nach dem Mord bei sich behalten hat. Da hatten Castle und Beckett aber mal ganz viel Glück, an so eine minderkluge Täterin geraten zu sein!

Fazit

Ein durchschnittlicher Fall mit etwas unbefriedigender Auflösung. Abgesehen von diesem kleinen Schönheitsfehler ist es jedoch eine sehr heitere Folge, die reichlich Anlass zum Lachen und Schmunzeln gibt. Und in der nach langer Zeit auch Alexis mal wieder ihren Platz findet.

Verfasser: Christian Junklewitz am Mittwoch, 22. Januar 2014
Episode
Staffel 6, Episode 13
(Castle 6x13)
Deutscher Titel der Episode
Im Rampenlicht
Titel der Episode im Original
Limelight
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 20. Januar 2014 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 28. März 2014
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Freitag, 2. September 2016
Autor
Rob Hanning
Regisseur
Bill Roe

Schauspieler in der Episode Castle 6x13

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