Castle 6x02

Castle 6x02

Beckett kämpft um Castles Leben. Wird sie das Gegengift rechtzeitig finden? Kann sie herausfinden, worum es in dieser ganzen Affäre überhaupt geht? Ist das Gift ein Racheakt von Al-Quaida? Oder gibt es für den Diebstahl ein ganz anderes Motiv?

Beckett (Stana Katic, l.) und McCord (Lisa Edelstein, r.) in „Castle“ / (c) ABC
Beckett (Stana Katic, l.) und McCord (Lisa Edelstein, r.) in „Castle“ / (c) ABC

Das passiert in der Castle-Folge Dreamworld:

Castle (Nathan Fillion) hat nur noch weniger als einen Tag zu leben. Dass er überhaupt so viel Zeit hat, verdankt er allein der Tatsache, dass er nur wenige Minuten bei Branson im Auto gesessen hat - und dem Gift deshalb wesentlich kürzer ausgesetzt gewesen ist. Trotzdem ist die Dosis in seinem Blut tödlich. Und die einzige Ampulle des Gegengifts ist ebenfalls gestohlen worden. Die Herstellung eines neuen Gegenmittels würde zu lange dauern. Seine einzige Hoffnung ist deshalb, dass Beckett (Stana Katic) und McCord (Lisa Edelstein) die gestohlene Ampulle rechtzeitig finden.

Dazu müssen sie aber erst einmal herausfinden, was überhaupt hinter der ganzen Sache steckt. Espositos (Jon Huertas) Information über die Geisterbasis Dreamworld führt sie auf die Spur eines Journalisten (Warren Christie, Alphas), der zu diesem Thema recherchiert hat, dessen Artikel aber nie erschienen ist. Weil, wie er sagt, der Verteidigungsminister Michael Reed (Glenn Morshower, 24) höchstpersönlich bei seinem Herausgeber angerufen und für die Nichtveröffentlichung des Artikels gesorgt hat.

Beckett und McCord sprechen mit Reed, welcher einst Kommandant von Dreamworld gewesen ist. Er will über das Thema eigentlich gar nicht reden, verrät ihnen dann aber immerhin so viel, dass Branson während seiner Zeit in Dreamworld nur mit einer einzigen Mission betraut gewesen ist: einem Raketenangriff auf einen der Anführer von Al-Quaida. Was immer hinter dem Diebstahl des Gifts steckt, scheint irgendwie mit dieser Aktion zusammenzuhängen...

Der Kampf um Ricks Leben

Dreamworld ist eine gute, aber trotz der hochfliegenden Prämisse am Ende recht unspektakuläre Episode. Dass Castle nicht sterben würde, war - wie viele Kommentatoren schon in der vergangenen Woche angemerkt haben - von vornherein klar. Und der Weg dorthin, also die Ermittlungen, die am Ende zu seiner Rettung führen, verlaufen in sehr vertrauten Bahnen. Einziger Unterschied ist, dass das Ganze in Washington und nicht in New York - und in einem etwas anderen Milieu spielt.

Natürlich setzt es alle Beteiligten zusätzlich unter Druck, dass Castles Leben auf dem Spiel steht. Und es ist schön zu sehen, mit welcher Leidenschaft Kate für das Leben ihres Verlobten kämpft. Das war aber auch nicht wirklich anders zu erwarten.

Zweifel

Das einzig Neue, was die Folge im Hinblick auf die Caskett-Beziehung und den D.C.-Storybogen einführt, sind die Zweifel, die Kate am Ende der Folge an ihrem neuen Job kommen. Sie muss sich damit abfinden, dass der Verteidigungsminister trotz seiner Vertuschung, die Castle in Gefahr gebracht hat, unbehelligt bleiben wird. Und sie wiederholt am Schluss gedankenversunken McCords Worte, dass Partner sich gegenseitig unterstützen. Und man kann nur ahnen, was Kate in diesem Augenblick denkt: Castle steht zu ihr - trotz der großen Belastung, die sich durch ihren Ortswechsel ergeben hat. Sie dagegen hat ihn - wenn auch vielleicht nur indirekt - mit ihrem neuen Job in Lebensgefahr gebracht.

Auch um Ryans (Seamus Dever) und Espositos Willen ist zu hoffen, dass dies der Anfang vom Ende der D.C.-Story ist. Captain Gates (Penny Johnson Jerald) und Lanie (Tamala Jones) sind derweil durch die Verlagerung des Handlungsortes sogar völlig abgemeldet.

Berührender Abschied

Ein Gutes hatte die Castle-muss-sterben-Story in Dreamworld doch: zwar war für den Zuschauer völlig klar, dass er überleben würde. Doch gab die Situation natürlich Anlass für einige sehr schöne emotionale Momente mit Castle und seiner Familie. Wie er sich am Telefon von Martha (Susan Sullivan) und Alexis (Molly C. Quinn) verabschiedet, ohne sich tatsächlich zu verabschieden. Und wie beide trotzdem merken, dass etwas mit ihm nicht stimmt, was schließlich sogar so weit geht, dass Martha Ryan und Esposito aufsucht, um sie um Hilfe zu bitten. Das war ein sehr berührender Schlenker in der Episode.

Myko Olivier war unterdessen wieder als Alexis' nervender Freund Pi mit von der Partie. Im ersten Teil war er noch ein durchaus willkommener Comic Relief. In Dreamworld wäre man jedoch gut ohne ihn ausgekommen.

Fazit

Das Spannendste an Dreamworld ist die Frage, wie lange es dauern wird, bis Kate einsieht, dass dieser Job - trotz des glitzernden Karriereversprechens - doch nichts für sie ist. Der Impuls dazu wird auf jeden Fall von ihrer Seite ausgehen müssen. Ein erster Grundstein dazu ist in Dreamworld jedenfalls gelegt worden.

Verfasser: Christian Junklewitz am Dienstag, 1. Oktober 2013
Episode
Staffel 6, Episode 2
(Castle 6x02)
Deutscher Titel der Episode
Vergiftet
Titel der Episode im Original
Dreamworld
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 30. September 2013 (ABC)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Freitag, 10. Januar 2014
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Donnerstag, 18. August 2016
Autor
David Grae
Regisseur
Thomas J. Wright

Schauspieler in der Episode Castle 6x02

Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?