Burn Notice 5x18

Nach den letzten Burn Notice-Minuten dieser Season verspĂŒrte ich fĂŒr kurze Zeit EnttĂ€uschung, aber nach weiteren zehn Minuten und einem Kaffee bin ich doch recht zufrieden damit, wie Matt Nix & Co. die fĂŒnfte Staffel beendet haben. ErklĂ€rung folgt sogleich: Eigentlich bildet die Art und Weise, wie Michael (Jeffrey Donovan) und sein Team auch aus den schwierigsten Situationen Auswege finden, das Fundament der Burn Notice-Dramaturgie.
Da das Finale die Truppe mehr oder weniger als Verlierer dastehen lĂ€sst, fĂŒhlt man sich als Zuschauer ebenso. Andererseits ist selbstverstĂ€ndlich noch nichts verloren - und man muss der USA-Serie zugute halten, der Route dieser fĂŒnften Staffel die Treue gehalten zu haben. Anson wurde als Mastermind an der Spitze der Pyramide prĂ€sentiert, mit deren Erklimmen Michael in der ersten Minute der Serie begann. Und obwohl es in einer Sommerfrische-Serie wie Burn Notice nicht ungewöhnlich erscheint, wenn Michael & Co. auch die gröĂten Schwierigkeiten in den Griff bekommen, muss man auch etwas fĂŒr die GlaubwĂŒrdigkeit tun.
In diesem Finale schlĂ€gt Burn Notice zwei Fliegen mit einer Klappe: Anson (Jere Burns) bleibt im Spiel und damit eine Gefahr - und die Beziehung zwischen Michael und Fiona wird auf einen Höhepunkt gebracht. Emotion und Action sind die zwei Worte, die Fail Safe am besten zu beschreiben vermögen. Mir persönlich gefĂ€llt die Wendung der USA-Serie - bei all ihren SchwĂ€chen. Durch die Gefahr fĂŒr Fiona verwandelt sich Michaels bisher ziemlich egozentrischer Kampf gegen Ansons WindmĂŒhlen in eine emotionalere und tiefer gehende Angelegenheit. Denn als Michael Anson am Anfang der Episode frontal angeht, damit Fiona (Gabrielle Anwar) ihn erschieĂen kann, hat Anson letztendlich Recht: Er macht Michael darauf aufmerksam, was er vor dem "Burn Notice" (nur) hatte und was er durch es bekam, nĂ€mlich ein wirkliches Leben - Familie, Freunde und... Fiona.
WĂ€hrend die FĂ€lle der Woche meistens unspektakulĂ€r verliefen und mehr oder weniger in den Hintergrund gerieten, gilt es auf der Plus-Seite die Arbeit hervorzuheben, die die Autoren nicht nur mit der Michael-Fiona-Story, sondern auch mit Jesse (Coby Bell) und Maddie (Sharon Gless) geleistet haben. Maddie ist im Finale nicht zu sehen, aber Jesse steht wieder an Michaels Seite, um ihm beim nĂ€chsten CIA-Auftrag zu helfen. Der nĂ€mlich ist ein besonderer. Pearce teilt Michael feierlich mit, dass er wieder ein CIA-Team anfĂŒhren dĂŒrfe, zu welchem Superman und Terminator gehören - zwei der Agenten werden von Dean Cain (Lois And Clark) und Kristanna Loken (bekannt als T-X Terminatrix aus Terminator: Rise Of The Machines) gespielt. Das Ziel: Reed (Eric Roberts), ein Mann, der Spione rekrutiert, damit sie ihm Regierungsgeheimnisse verkaufen.
Aber die Operation verlĂ€uft nicht nach Plan. Kein Wunder, wenn Anson die Finger im Spiel hat! Zuerst fordert er von Michael, alle inklusive Pearce zu „burnen“, um ihm so die nĂ€chste Generation an Mitarbeitern zu liefern; als Michael das tut, findet er heraus, dass Rebecca (Kristanna Loken) die ganze Zeit ĂŒber fĂŒr Anson gearbeitet hat. Michael kann zwar Jesse retten, aber nicht Fiona.
Sie entscheidet sich, alles zu beenden, bevor noch mehr Leben ruiniert werden, und stellt sich dem FBI. Michael kommt zu spĂ€t, um sie daran zu hindern, nachdem er Anson offiziell den Krieg erklĂ€rt hat: „It's over. I see you in hell!“ Fionas Voice Over - die Worte aus ihrem Abschiedsbrief an Michael - besiegelt dieses dramatisch-traurige Ende... und verspricht einen höllischen Kampf im nĂ€chsten Jahr, um die Frau an Michaels Seite zu retten!
Verfasser: Vladislav Tinchev am Freitag, 16. Dezember 2011(Burn Notice 5x18)
Schauspieler in der Episode Burn Notice 5x18
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?