Arrow 5x21

Arrow 5x21

Die Arrow-Episode Honor Thy Fathers handelt von den Vermächtnissen, die Väter den Figuren hinterlassen. Sowohl Held als auch Schurke werden von ihren Erzeugern im Handeln inspiriert und erhalten neue Erkenntnisse.

Szenenbild aus der „Arrow“-Episode „Honor Thy Fathers“ / (c) The CW
Szenenbild aus der „Arrow“-Episode „Honor Thy Fathers“ / (c) The CW
© zenenbild aus der „Arrow“-Episode „Honor Thy Fathers“ / (c) The CW

In der Arrow-Folge Honor Thy Fathers muss der politische Teil des „Arrow“-Teams mit dem Outing von Adrian Chase (Josh Segarra) als Throwing-Star-Killer Prometheus umgehen, denn, wie in einer Folge zuvor angekündigt, bedeutet das, dass die Menschen, die wegen ihm verurteilt wurden, auf freien Fuß kommen. Darunter sind 36 der gefährlichsten Menschen in Star City, die man nun im Auge behalten sollte. Zu ihnen gehört auch der ziemlich unkaputtbare Derek Sampson (Wrestler Cody Runnels), der auch prompt wieder in kriminelle Aktivitäten verwickelt wird.

Oliver bekommt derweil ein Paket von Simon Morrison (wie Chase in Wirklichkeit heißt). Gegen die ausdrücklichen Anweisungen seines Sicherheitstabs öffnet er es und darin befindet sich die Leiche des Councilman Henry Goodwin, der 2002 zu Tode kam, womit Chase eine Botschaft senden möchte. Oliver versichert sich derweil bei Felicity, dass es seinem Sohn William gut geht. Da Felicity keine Spur zu ihm finden kann, wird das als Zeichen gedeutet, dass auch dem Big Bad das nicht gelingt - wir als Zuschauer wissen hingegen schon, dass das nicht stimmt und Chase sehr wohl Kontakt hergestellt hat.

Wer ist der Mörder?

Die verschickte Leiche sorgt dafür, dass Dinah (Juliana Harkavy) polizeilich ermittelt und Quentin (Paul Blackthorne) einweiht. Unter den Fingernägeln wurde nämlich die DNA des mutmaßlichen Killers gefunden: Robert Queen war es. Chase versucht somit, die Queen Familie in ihren Grundfesten zu erschüttern und alles infrage stellen zu lassen, was sie über das Familienoberhaupt dachten.

Passenderweise ist nämlich Thea (Willa Holland) wieder in der Stadt. Olivers erster Gedanke ist, in einer Pressekonferenz zu verkünden, was geschehen ist, um einen Skandal zu verhindern. Doch Thea glaubt, dass das genau das ist, was Chase beabsichtigt. Außerdem will er nicht wahrhaben, dass sein Vater ein Killer sein soll. Er weiß zwar, dass er nicht der Held in der strahlenden Rüstung ist, doch einen eiskalten Mord traut er ihm nicht zu.

Warum war Oliver wieder auf der Insel?

Die Flashbacks erklären, warum Oliver wieder auf der Insel war. Eine Videonachricht von Robert Queen ist es, die Oliver inspiriert, dem Verbrechen in Starling City den Kampf anzusagen, wofür er von Anatoly (David Nykl) Spott erntet, weil für ihn das Kapuzenoutfit nur eine Verkleidung und keine Zweitidentität ist. Ein interessanter Punkt, den der Bratva-Boss setzt, ist die Frage, wer irgendwann einmal das Vermächtnis von Oliver fortführen wird, so wie er es inspiriert durch seinen Vater tut.

Der Plan ist, dass Anatoly in zwei Tagen ein Fischerboot auf die Insel schickt, mit dem Oliver zurück nach Hause geschafft wird. In einer Tasche findet Oliver wohl Utensilien, um so auszusehen wie im Pilot. Dazu hat er wohl die Hilfe des Human Targets oder jemand anderes beim KGB angenommen, der ein Meister im Verkleiden ist.

Doch dazu kommt es nicht, denn Oliver wird von Kovar (Dolph Lundgren) überrascht, der, wie wir wissen, durch Malcolms Hilfe noch am Leben ist.

It's a trap!

Szenenbild aus der „Arrow“-Episode „Honor Thy Fathers“
Szenenbild aus der „Arrow“-Episode „Honor Thy Fathers“ - © The CW

Felicity (Emily Bett Rickards) findet eine vermeintliche Spur zu Chase und schickt Ollie und Diggle zur Untersuchung. Doch fehlende andere Hitzesignaturen lassen den Anschein erwecken, dass es sich um eine Falle halten muss und bald sollen die beiden in nassem Zement beerdigt werden. Glücklicherweise sind Dinah und Curtis (Echo Kellum) in der Gegend und können sie retten - mithilfe der T-Spheres und Morsecode.

Eigentlich sollten Canary und Mr. Terrific die Machenschaften von Sampson im Auge behalten und immerhin kann Oliver herausfinden, dass geplant wird, erneut das waffenfähige TBC freizusetzen, das schon Chases Vater tun wollte. Oliver und Thea denken, durch ein Gespräch mit Anwalt Kaufman mehr zu Prometheus' Plan herauszufinden. Doch der Anwalt ist eingeschüchtert, besteht auf seine Schweigepflicht und spielt den Boten, der Thea und Ollie eine Aufnahme zukommenlässt, die beweist, dass Vater Queen ein Mörder ist.

Es folgt ein erster Kampf mit Sampson und seinen Männern, währenddessen sich Thea die Aufnahme anschaut und die Wahrheit mit eigenen Augen sieht. Robert Queen beging einen Mordversuch. Witzig ist Theas Bemerkung, dass Oliver immer davon ausgeht, dass sein Wort Befehl ist, doch sie hat Recht, wenn sie meint, dass nicht jeder stets nach seiner Pfeife tanzen muss.

Die beiden Geschwister nutzen diese schockierende Information und philosophieren darüber, dass sie wissen, dass ihre Eltern keine Heiligen waren und dass Thea nach der Malcolm-Offenbarung eigentlich kaum noch etwas überraschen kann. Gleichzeitig meint sie, dass es nicht verwunderlich ist, dass sie bisweilen monströse Tendenzen hat, was Oliver aber nicht so im Raum stehen lassen will.

Auch Felicity wird über das Video und Roberts Schuld eingeweiht und Oliver folgert, dass Chase beabsichtigt, das Fundament des Teams zerstören zu wollen. Denn Olivers Heldenreise wurde maßgeblich durch seinen Vater angetrieben (man erinnere sich an Staffel eins und die Liste). Felicity hat den richtigen Ratschlag, der auch ein passendes Motto der fünften Staffel sein könnte: Lass' die Vergangenheit endlich Vergangenheit sein und sei dein eigener Held.

Vermächtnis oder Familienschande?

Szenenbild aus der „Arrow“-Episode „Honor thy Fathers“
Szenenbild aus der „Arrow“-Episode „Honor thy Fathers“ - © The CW

Der Showdown findet dann passenderweise beim Robert Queen gewidmeten Institut für angewandte Wissenschaften bei Palmer Tech statt, wo Oliver auf Prometheus stößt und der Rest des Teams sich Samson widmet. Rene wird dabei besonders in die Mangel genommen, weil Wild Dog an der Wandlung Samsons damals beteiligt war, diesmal sind aber Dinah und Diggle zur Stelle und helfen dem superstarken Verbrecher, während Curtis die Biobombe entschärft.

Hätte man wegen seiner Schweigsamkeit annehmen können, dass Prometheus nur einen Doppelgänger geschickt hat, wird, als er die Maske abnimmt, doch klar, dass er es wirklich ist. Sein Ziel - zumindest das, was er gegen Oliver artikuliert - ist, dass das Vermächtnis seines Vaters alles und jeden tötet, der Oliver etwas bedeutet und das offenbar mit dem TBC. Doch Oliver hat herausgefunden - wahrscheinlich durch einen zu gesprächigen Anwalt -, dass Chases Vater ihn enterben wollte, weil er verrückt ist und sich für seinen Sohn schämt.

Das bringt Prometheus dazu, auf die Knie zu gehen und Oliver die Möglichkeit einzuräumen, ihn per Schwert zu töten. Weil das jedoch nicht das Staffelfinale ist, ist das noch nicht das Ende, auch wenn das Team es als Sieg verbucht. Chase wandert bei Argus in eine Zelle ein, Oliver hält seine Pressekonferenz und weiht die Öffentlichkeit über den Mord seines Vaters ein. Allerdings ehrt er seinen Vater trotzdem und nennt dessen Suizid, damit er überleben kann - eine Heldentat, ohne die er heute nicht an dieser Stelle wäre.

Thea grübelt darüber nach, ob sie ihren Zielvater je wieder im alten Licht sehen kann. Aber wenn das bei Malcolm auf eine Art und Weise gelungen ist, dann wohl auch bei Robert, der immerhin kein verrückter Massenmörder und Anführer der League of Assassins ist sowie Star City dem Erdboden gleichmachen wollte. Oliver zeigt ihr ein Video, in dem Robert ihre Stärke lobt und hofft, dass aus ihr einmal eine besondere Frau wird, die Oliver mehr braucht als andersherum. Robert Queen ist also auch ein Prophet! Das Mantra der Folge ist aber klar: Schaue in die Zukunft und nicht dauernd in die Vergangenheit.

Chase ist derweil offenbar dort, wo er sein will, denn er schaut grinsend drein, während Oliver nicht ahnt, was er mit William angestellt hat.

Rene versucht in der Folge derweil, für sein Sorgerecht zu kämpfen und bittet Quentin um seine Unterstützung, die er natürlich auch erhält. Allerdings zweifelt Wild Dog, weil er glaubt, seine Tochter bei der Anhörung unnötigem seelischen Unheil auszusetzen. Doch Quentins Argument stimmt ihn um: Lieber drei Minuten Schmerz, die dann durch neue, schöne Erinnerungen überschrieben werden, als ein Leben lang ohne sie. Der Kampf mit Sampson sorgt dann aber wohl dafür, dass er seinen Termin verpasst und der Antrag auf Sorgerecht abgelehnt wird.

Fazit

Szenenbild aus der „Arrow“-Episode „Honor thy Fathers“
Szenenbild aus der „Arrow“-Episode „Honor thy Fathers“ - © The CW

Tatsächlich hätte ich es mutig gefunden, wenn die Arrow-Autoren den Kampf gegen Prometheus auf dieser ruhigen Note hätten enden lassen, was auch für die Flashbacks gilt. Aber nun ist die Chance vergeben und die „Arrowverse“-Regeln sehen wohl eine große finale Schlacht vor, in der es noch einmal um alles - oder vielleicht doch nur William? - geht.

Ich bin mir ebenfalls nicht sicher, ob man nun auch Robert Queen noch mit einer Leiche im Keller versehen muss. Es passt sicherlich zur Spiegelpersönlichkeit von Prometheus als Schurke, der als Anti-Arrow mit düsterem Vaterkomplex daherkommt.

Nun bin ich wieder gespannt, was in den letzten Folgen noch aufgefahren wird, weil es im Netz ja bereits einige eindeutige Hinweise zu gewissen Rückkehrern gibt, und wie das erste Kapitel dann abgeschlossen und der Bogen zur ersten Folge der Serie gespannt wird. Hoffentlich verschwendet man dabei nicht zu viel Zeit mit den Flashbacks.

Trailer zur nächsten Episode der US-Serie Arrow, Missing (5x22):

Verfasser: Adam Arndt am Donnerstag, 11. Mai 2017

Arrow 5x21 Trailer

Episode
Staffel 5, Episode 21
(Arrow 5x21)
Deutscher Titel der Episode
Das Erbe der Väter
Titel der Episode im Original
Honor Thy Fathers
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Mittwoch, 10. Mai 2017 (The CW)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 22. August 2017
Regisseur
Laura Belsey

Schauspieler in der Episode Arrow 5x21

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