Arrow 4x17

You better „bee“lieve that! Die Arrow-Episode Beacon of Hope bringt das Comeback der Brie Larvan aka Bug-Eyed Bandit (Emily Kinney, The Walking Dead) die bereits bei Felicitys (Emily Bett Rickards) Gastauftritt in The Flash während der Folge All-Star Team Up für Ärger sorgte. Damals konnte die Hackerin des Arrow-Teams ihre Nemesis dingfest machen.
Nun ist sie also wieder da und hackt sich in ihrer Internetzeit im Gefängnis aus ebendiesem frei. Da beginnen schon die Albernheiten: Wer würde einer Person, die für Hacking im Gefängnis sitzt, Computerzugang geben? Der Ton für die Episode wird also schon sehr früh festgelegt und ernst nehmen sollte man hier gar nichts.
Sich gehen lassen
Durch die Verhaftung von Damien Darhk (Neal McDonough) ist die Kriminalität in Star City zurückgegangen, das Team hat weniger zu tun, was allerdings auch die Gefahr erhöht, dass man aus der Übung kommt. Diggle (David Ramsey) hat natürlich ebenfalls wegen seiner Vaterschaft nicht mehr so viel Zeit, um zu laufen, wie noch zuvor.
Weil Oliver (Stephen Amell) seine Kandidatur zurückgezogen hat, ist auch sein Wahlkampfleiter Alex ohne Job und ausgerechnet bei Ruvé Adams/Darhk will er sich nun bewerben. Doch Thea weiß von einem kleinen Vögelchen, dass auch eine PR-Stelle bei Palmer Tech frei ist, demnach will sie dort ein gutes Wort für ihren Freund einlegen. Da Felicity und der Rest des Teams eine Pause einlegen, ist diese Situation leicht unangenehm, doch sie ist laut Ollie keineswegs Voldemort, über den man nicht sprechen darf, womit er beweist, dass er auch mal ein paar Popkulturanspielungen machen kann, obwohl er nichts von den überaus erfolgreichen Filmen zu wissen scheint.
Felicity im CEO-Modus
Nun, da sich Felicity (vorerst) vom Team verabschiedet hat, kann sie Energie wieder in die Firmenleitung stecken. Dazu gehört es auch, ihre kranken Mitarbeiter nach Hause zu schicken, was Curtis (Echo Kellum) widerwillig annimmt. Doch dann erscheint Donna (Charlotte Ross) dort und will Felicity von der Trennung per Lunch ablenken und wie angekündigt wird auch Thea vorstellig - bis der Bienenschwarm attackiert. Mutter Smoak glänzt dabei wieder durch ihre charmante Einfältigkeit und kann nicht einmal Trennung richtig buchstabieren. Die Klamaukigkeit zieht sich wie ein roter Pfaden durch die Episode, als das Vorstandstreffen der Firma von Larvin torpediert wird und es mit den schlechten, aber irgendwie doch amüsanten, Wortspielen losgeht. Die Verbrecherin will etwas, das nur Felicity ihr geben kann: den implementierbaren Biochipprototypen, der ihr das Laufen wieder ermöglicht. Um etwaige Rettungsrufe zu verhindern, hat Larvin mit ihren Bienen außerdem die Kommunikationswege blockiert.
Während Oliver noch frustriert und verletzt wegen der Trennung von Felicity ist, versichert Laurel (Katie Cassidy) ihm emotionale Rückendeckung und auch Rückhalt bei den Teameinsätzen. Curtis will sich derweil von seinem Ehemann Paul umsorgen lassen, sieht aber in den Nachrichten, dass sein Arbeitgeber angegriffen wird und kehrt umgehend dahin zurück, weil er glaubt, er könnte eine rettende Idee haben oder aber zumindest dem Arrow-Team Bescheid sagen.
Bienen überall

Die versprengten Teammitglieder versuchen natürlich, Herr der Lage zu werden. Ollie, Laurel und Quentin rätseln in der Höhle und Donna, Thea und Felicity treten die Flucht an, so gut das eben geht.
Glücklicherweise entdeckt Curtis durch Zufall den Zugang zum Arrow-Lair, was zu einem Nerd-Out-Moment für ihn führt, der hochgradig liebenswürdig und unterhaltsam ist und komplett zum albernen Ton der Episode passt. Nachdem er realisiert hat, dass ziemlich prominente Stadtbewohner über Green Arrow eingeweiht sind, macht er sich dann auch sehr nützlich und vertritt Felicitys Position, indem er einen Bienenhack plant.
Während die Smoak-Damen und Thea zu entkommen versuchen, schafft es Curtis also, eine einzige Biene umzupolen, doch das bekommt auch Larven spitz, die ein Ass im Ärmel hat, denn ihr Schwarm kann sich in einen Bienenkrieger verwandeln (ich sagte ja, dass es abstrus zugeht). Curtis' Minisieg ermöglicht aber, dass sich Canary, Green Arrow und Spartan nähern können. Doch gegen die kleinen Biester ist teilweise schwer zu bestehen, eine kann in Olivers Körper eindringen und ihn so außer Gefecht setzen. Wie kriegt man die wieder heraus? Wenn es nur so etwas wie digitalen Honig gäbe! Das bringt Curtis aber auf die rettende Idee. Durch Laurels Canary-Schrei wäre eine (Zer-)Störung der Robobiene möglich - sie muss nur in den Mariah-Carey-Modus wechseln und siehe da: „Achievement Unlocked“!
Felicity fällt verspätet - oder beabsichtigt wegen der Präsenz ihrer Mutter - ein Geheimgang ein, mit dessen Hilfe man die Vorstandsmitglieder befreien könnte, wobei auch Curtis' explosive Terrific-Orbs eine Rolle spielen. Damit wird eine Wand gesprengt, die eigentlich per Aufzug nicht erreicht werden könnte, die Männer und Frauen werden dann gemeinsam mit Donna weggeschickt, damit sich das Arrow-Team um die Angreiferin kümmern kann.
Serious Oliver is serious

Oliver lässt sich derweil von Curtis' Enthusiasmus nicht unbedingt anstecken, sondern maßregelt ihn gar für seinen Humor, wenn es doch um ein ernstes Problem geht. Dafür verdient sich Oliver berichtigerweise eine Standpauke von Laurel, die seine Worte zu hart findet, aber weiß, woher sie rühren.
Oliver hat in seinen knapp dreieinhalb Jahren als Green Arrow lernen müssen, dass das Leben als maskierter Rächer eben kein leichtes ist, sondern ein belastendes, von dem er sich bereit war zu verabschieden, wenn da nicht Felicity gewesen wäre, die ihn zum Comeback überredet hatte. Allerdings hat Felicity nicht wegen seines Heldenlebens mit ihm Schluss gemacht, sondern wegen der Lügen in seinem Privatleben, rund um seinen Sohn William. Thea versucht derweil, Felicity den Wiedereinstieg ins Team schmackhaft zu machen und appelliert an ihren Optimismus, was aber nur bedingt gelingt.
Curtis scheint derweil einen Masterplan zu haben, der ganz eindeutig vom Film „Independence Day“ inspiriert ist. Mithilfe eines Virus, der per Trickpfeil verschossen wird, soll der Schwarm ausgeschaltet werden, was auch Oliver mit einem Kompliment belohnt. Oliver kommt gerade richtig, da Larvin herausgefunden hat, dass Felicity sie damals hinter Schloss und Riegel verfrachtet hatte. Vorher muss jedoch die arme Thea wieder als Prügeldame herhalten und fliegt durch den Glastisch, während Oliver versucht, den Tag und Felicity zu retten, wobei er große Hilfe von Curtis und Felicity erhält, wobei letztere die Riesenbiene schockt.
Larvin erwischt Oliver jedoch noch mit einem Schuss aus der Pistole, ehe Curtis' Hack den Schwarm gegen seine Bienenkönigin umpolen kann. „Beeyotch is down“ (Zitat Felicity) und erst einmal im Koma. Felicity nutzt diese Begegnung, um sich inspirieren zu lassen und will als Palmer Tech anderen Leuten Hoffnung bringen. Womit, bleibt noch geheim. Vielleicht geht ja bald ihr Chip in Serienproduktion? Wer weiß?
Damien Darhk im Knast
Apropos Knast: Auch Damien Darhk sitzt nun ein und bekommt dabei Besuch von Malcolm Merlyn (John Barrowman), der ihm mitteilt, dass HIVE auch ohne ihn gut mit dem Projekt Genesis vorankommt und ihn quasi nicht mehr braucht. Darhk würde Meryln am liebsten auf der Stelle magisch erwürgen, doch dazu reicht seine Magie (wir erinnern uns an den geschmuggelten Ring) noch nicht. Außerdem greift ihn Murmur (Adrian Glynn McMorran) (zuletzt gesehen in der Episode The Offer) mit einigen Lakaien an, dabei kann sich Darhk zur Wehr setzen und wird bald durch den Eingriff der Gefängnisleitung gerettet. Später wendet sich dann das Blatt, als Darhk Murmurs Oma entführt und ihm droht, ihr etwas anzutun, wenn er nicht spurt. Man sieht also, dass seine Ressourcen auch im Gefängnis noch längst nicht erschöpft sind - oder ist das nur ein gutes Pokerface? Wir haben jedenfalls nicht gesehen, dass er mit der Außenwelt kommuniziert hat.
Der Gefängniskampf erinnert an die zweite Staffel von Daredevil, was aber wieder einige qualitative, inszenatorische und finanzielle Unterschiede zwischen einer Network und einer Netflix-Serie verdeutlicht. Hier hat der VoD-Anbieter einfach die Nase vorne.
Flash Flashback
Im Flashback wagen Ollie und seine Begleiterin den Kampf gegen Reiter, dem aktuell jedoch nicht einmal Pistolenkugeln etwas antun können, weil das Totem ihn mit Kraft speist. Sie verstecken es jedoch vor ihm, damit er nicht zum Gott werden kann. Als er danach sucht, wollen sie die Chance nutzen, die Geiseln auf der Insel zu befreien und Reiters Männer umzubringen. Aha. Spannender wird es dadurch auch nicht und sollte sich Reiter irgendwie noch als Big Bad der Staffel herausstellen, face palme ich mich bis zur Unendlichkeit.
Verräter?
Malcolm trifft sich am Episodenende derweil mit einem neuen Verbündeten, den er als Ass im Ärmel bezeichnet. Dabei handelt es sich um Andy Diggle (Eugene Byrd). Verrät er seinen Bruder also doch wieder und ist die ganze Zeit nur ein HIVE-Schläfer oder ist das nur ein elaborierter Plan? Doch momentan scheint das Arrow-Team von Malcolms Machenschaften rein gar nichts zu wissen. Also doch ein Verrat...
Fazit

Ich bewundere zutiefst, dass die Autoren so viele Wortspiele mit bee zu Papier bringen konnten. Larvin erinnert mich dabei an den Schurken Clock King (Robert Knepper), der auch schon The Flash und Arrow das Leben schwer machte und auch laute schlechte Kalauer raushauen durfte. Nun in Beacon of Hope ist es also the Bug-Eyed Bandit. Ich finde Emily Kinney sympathisch, sehe aber auch, dass das Material, das ihr geschrieben wurde, bewusst albern rüberkommen sollte und sie zu übertriebenem Schauspiel animierte. Aufgrund der überzogenen Komik, die stellenweise auch zu einem Samstagmorgencartoon gepasst hätte, wurde ich dennoch gut unterhalten.
Momentan fehlt aber gerade wieder etwas der allgemeine Fokus in Bezug auf die staffelübergreifende Handlung. Mal sehen, ob die Kurve in diesem Aspekt bald wieder geschafft wird.
Trailer zur nächsten Episode, Eleven-Fifty-Nine (4x18), der US-Serie Arrow:
Verfasser: Adam Arndt am Donnerstag, 31. März 2016Arrow 4x17 Trailer
(Arrow 4x17)
Schauspieler in der Episode Arrow 4x17
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?