Arrow 3x04

Schon am Ende der letzten Episode tauchte Nyssa al Ghul (Katrina Law) in der Arrow-Cave auf und wollte wissen, was mit Sara (Caity Lotz) passiert ist. In The Magician erfĂ€hrt sie nun die traurige Wahrheit. Sara ist tot, wie sie selbst vermutet hat - ermordet durch einen Pfeil und beerdigt in ihrem ursprĂŒnglichem Grab. Ihre Exloverin von der League of Assassins nimmt dies natĂŒrlich mit.
Ein weiterer VerdÀchtiger
Nyssa versorgt Oliver (Stephen Amell), Diggle (David Ramsey) und Roy (Colton Haynes) mit weiteren Informationen zu Saras neuerlichem Besuch in Starling City. Sie war im Auftrag der League hier, da GerĂŒchte laut geworden waren, dass Malcolm Merlyn (John Barrowman) noch am Leben ist. Sara sollte der Sache nachgehen und stellte Recherchen an, die nun in ihrem Ableben geendet sind.
Auf die Nachricht, dass Merlyn noch lebt, reagiert Oliver geschockt, denn er dachte, dass er den BogenschĂŒtzen am Ende von Staffel eins erledigt hatte. Wie die Zuschauer wissen, ist dem nicht so. Das hĂ€ngt auch mit dem englischen Episodentitel „The Magician“ zusammen, wie Malcolm Merlyns Figur auch in den Comics heiĂt, da sie es sich zur SpezialitĂ€t gemacht hat, zu verschwinden. Vielleicht sollten die Macher hier etwas besser deutlich machen, wie er es geschafft hat, seinen Tod zu fingieren, zu verschwinden und wieder aufzutauchen.
Das Wiederauftauchen macht Merlyn sofort zu einem der HauptverdĂ€chtigen, da er ebenfalls ein BogenschĂŒtze ist und die Liga ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt hat, also wird versucht, ihn ausfindig zu machen. Dabei hilft eine Notiz, die Sara bei sich trug und die auf den ersten Blick leer erscheint. Erst, als man eine Flamme in ihre NĂ€he hĂ€lt, kommt die versteckte Information zum Vorschein. Ăhnlich wie bei Olivers Liste aus der ersten Staffel. Dabei kommt heraus, dass sie einen gewissen Jansen sucht, einen Sensai, und darĂŒber mit Quentin Lance (Paul Blackthorne) bereits kurz gesprochen hat. Quentin erwĂ€hnt gegenĂŒber seiner anderen Tochter Laurel aber nichts vom Besuch und fĂŒhlt sich schuldig. Da haben die Ăberlebenden Lances nun wohl etwas gemeinsam. Nur weiĂ Papa Lance immer noch nichts von Saras Ableben...
Statt auf Jansen stöĂt das Team auf Merlyn selbst, der - wie Thea - nun in Starlin City ist und von Nyssa gefunden wird. Doch er wirft eine Rauchbombe und versucht zu entschwinden. Immerhin erwischt Ollie ihn mit einem Streifschuss, der Merlyn laut Oliver durch seine besondere Legierung auffindbar machen soll.
Weil Malcolm entwischen kann, wird diskutiert, wie das passieren konnte. Nyssa und Laurel (Katie Cassidy) sind der Meinung, dass man sich Merlyn ein fĂŒr alle Mal entledigen sollte und ihn töten muss. Das sieht Oliver aber anders, denn er hat sich geschworen, nicht mehr zu töten, was er ja selbst beim Muttermörder Slade Wilson eingehalten hat.
Diggle ĂŒbernimmt fĂŒr Felicity, die sich in Central City bei The Flash „63489“ befindet, den Job am Computer. Doch die Spur, die verfolgt wird, stellt sich als falsche FĂ€hrte von Merlyn heraus, die Oliver in eine leere Fabrikanlage schickt. Das nutzt Malcolm, um den BogenschĂŒtzen anzurufen. Er will sich nĂ€mlich, statt zu kĂ€mpfen, lieber ohne Verkleidung und Waffen an einem öffentlichen Ort treffen, was die beiden dann auch tun. Dort beteuert Malcolm, dass er nichts mit Saras Tod zu tun hat und schwört auf das Leben seiner Tochter Thea. Genau deswegen und weil Thea (Willa Holland) sich im anschlieĂenden GesprĂ€ch, das sich um die Ereignisse wĂ€hrend des Mirakuru-Kamikaze dreht, sehr merkwĂŒrdig verhĂ€lt, glaubt er seinem Feind und hinterfragt nun ganz offensichtlich Theas Ehrlichkeit noch mehr.
Oliver will Merlyn schĂŒtzen
Oliver trifft eine Entscheidung, die der Rest des Teams wenig nachvollziehen kann: Er will Malcolm unter seinen persönlichen Schutz stellen, was Nyssa als KriegserklĂ€rung versteht. Die Tochter des DĂ€mons lĂ€sst sich nicht vorschreiben, was sie zu tun hat und sucht sich daher dann eben ein anderes Ziel: Thea nĂ€mlich, die sie kurzerhand entfĂŒhrt, um bei Malcolm Druck zu machen. Mit lilafarbenem Rauch erregt sie auch Malcolms Aufmerksamkeit. Allerdings ruft die EntfĂŒhrung natĂŒrlich Ollie auf den Plan, der seine Halbschwester schnell aus ihrer misslichen Lage befreien kann. Bald kommt auch Nyssa dazu und die Kutten kĂ€mpfen in einem sehenswerten Kampf gegeneinander. Das Szenario erinnert allerdings ein wenig an so manchen Kampf aus Staffel eins, in der KĂ€mpfe verdĂ€chtig oft in dunkel beleuchteten Lagerhallen stattgefunden hatten.
Es lĂ€uft darauf hinaus, dass Malcolm Nyssa mit einem drei Pfeilen fixieren kann, dann jedoch Oliver die Oberhand gegen Malcolm gewinnt. Doch Malcolm beteuert erneut, dass er nichts mit dem Mord zu tun hatte. Wohlwissend, dass Oliver vom Töten abgeschworen hat, lĂ€sst er ihm die Wahl, ihn gehen zu lassen oder den Tod zu akzeptieren, denn ein GefĂ€ngnis wird die Mitglieder der League of Assassins niemals halten können. Oliver kann Malcolm tatsĂ€chlich nicht töten, vor allem, weil Thea erst vor so kurzer Zeit ihre Mutter verloren hat. Interessant ist Malcolms Randbemerkung, dass er von Olivers geheimem GefĂ€ngnis auf der Insel weiĂ.
Ein weiterer VerdĂ€chtiger kann also vorerst von der Liste gestrichen werden, aber wer war es dann? Dass es Ra's al Ghul (Matthew Nable) selbst war, wirkt wenig wahrscheinlich, da er ja Nyssa losgeschickt hat, um ĂŒber Sara und Merlyn zu ermitteln. Doch gleichzeitig scheint Sara ihm auch herzlich egal, wie das kurze GesprĂ€ch am Episodenende zeigt. Fest steht jedoch, dass Ollie den Fehdehandschuh in Richtung Familie al Ghul geworfen hat und nun einen Krieg provoziert.
Theas Spiel

Thea ist nun diejenige, die eine Maske trĂ€gt und ihrem Bruder und auch Roy etwas vorspielt. Das fĂ€ngt damit an, dass sie mit der Hilfe von angeblichen Investoren (Malcolm, wer sonst?) das Verdant wieder ĂŒbernehmen und auf Vordermann bringen will. Dazu lĂŒgt sie sich Oliver gegenĂŒber etwas zurecht, als er sie nach dem Vorfall am Bahnhof befragt und Malcolm ihm vorher die wahre Geschichte erzĂ€hlt. Roy hĂ€lt sie gleichzeitig auf Distanz und lĂ€sst ihn wieder nĂ€her an sich heran. Rein platonisch bietet sie ihm an, Assistant Manager des Clubs zu werden, weil er diesen so gut wie sie kennt.
Nicht auszuschlieĂen ist, dass Thea und Merlyn einen gemeinsamen Plan verfolgen. StĂ€ndig sieht man Thea am Telefon, nachdem Roy oder Oliver mit ihr gesprochen haben. Es scheint, als wĂŒrde sie Merlyn ĂŒber jeden Schritt auf dem Laufenden halten. Sie bedankt sich bei ihm, was hier zum ersten Mal in dieser Episode ehrlich wirkt. Malcolm benutzt ihr gegenĂŒber einen Ă€hnlichen Satz wie Ollie und verspricht, dass er alles tun wĂŒrde, um sie zu beschĂŒtzen.
Nur: Welches Spiel spielt Merlyn hier? Warum sagt er Oliver am Plazza unverblĂŒmt die Wahrheit? Benutzt er Thea doch nur als Spielball, um sich an Oliver zu rĂ€chen?
Audienz bei Amanda Waller
Oliver muss in den Hong-Kong-Flashbacks AuftrĂ€ge fĂŒr ARGUS erfĂŒllen. Diesmal wird er sich nicht rauswinden können, wie noch im Fall von Tommy geschehen. Er soll einen harmlos aussehenden Mann umbringen, der durch die Stadt lĂ€uft und unschuldig ein Eis isst. Nach anfĂ€nglichem Zögern schafft Oliver das auch. Doch er hinterfragt nun ganz direkt den Sinn der Mission. Bei den Yamashiros zu Hause nutzt er den jungen Akio (Brandon Nomura) aus, um im Tausch gegen SĂŒĂigkeiten Zugriff auf einen Laptop zu erhalten und Amanda Waller (Cynthia Addai Robinson) nach Hong Kong zu zitieren.
Ihm brennen einige Fragen unter den NĂ€geln. Etwa, was sie mit dem Abschuss des Flugzeugs zu tun hatte und warum Oliver Adam Castwidth (John Wadlow), den Kontaktmann eines gewissen Edward Fryers, töten sollte. Er droht damit, den USB-Stick, den er bei ihm gefunden hat, an die Ăffentlichkeit zu bringen, wenn sie nicht damit aufhört, Yamashiros Familie zu bedrohen. Seine Absichten sind also nobel. Doch Waller sitzt am lĂ€ngeren Hebel: Niemand weiĂ, dass Oliver Queen noch lebt. Darum kann sie ihm auch sagen, dass sie ihn auf der Insel stĂ€ndig beobachtet hat - wie man schon lĂ€ngere Zeit vermuten konnte - und dass der geplante Abschuss der Ferris Air 637 dazu diente, eine einzige Person zu stoppen: China White (Kelly Hu). Doch durch seine Aktion auf der Insel hat Oliver ihr das Leben gerettet und nun befindet sie sich in China.
Endlich kommt einmal etwas Spannung in die Flashbackhandlung und die losen FĂ€den scheinen verwoben zu werden. China White gehörte bisher allerdings in ihren Auftritten nicht unbedingt zu den ĂŒberzeugendsten Schurken, darum muss man wohl abwarten, wie sich die Storyline entwickelt.
Laurel und Nyssa

Laurel und Nyssa lernen sich in dieser Episode ein wenig besser kennen. Laurel erfÀhrt beispielsweise, dass Nyssa und Sara ein Paar waren und wie wichtig ihr ihre Schwester dementsprechend war. Nyssa ist diejenige, von der Sara ihre Canary-Jacke bekommen hat. Nun versucht Laurel, diese in Ehren zu halten. Doch Nyssa glaubt nicht, dass ihr das gelingen kann.
Nyssa guckt zunĂ€chst von oben herab auf Laurel, gewinnt aber mit der Zeit Respekt vor ihr. Die AnwĂ€ltin trainiert weiter fleiĂig bei Ted Grant in der Boxschule, damit sich die Ereignisse aus der letzten Episode nicht wiederholen. Sie bekommt dabei sogar noch am Schluss der Episode einen Rat von der al-Ghul-Tochter.
Laurel wird in dieser Episode insgesamt wieder sehr rachsĂŒchtig gezeigt. Sie ist eine der Personen, denen am liebsten wĂ€re, dass Merlyn von Ollie bestraft und getötet wird. Reichlich kurzsichtig, diese Blutlust, denn es ist nun schon wieder eine Person, die nichts mit dem Mord zu tun hat. Ja, Merlyn ist durch das Undertaking hundertfacher Mörder, aber warum will Laurel nun kurzen Prozess mit allem und jedem machen? Wie im Ăbrigen auch Diggle, der Oliver vorschlĂ€gt, eine Ausnahme von seinem Schwur zu machen. Kaum ist Felicity (Emily Bett Rickards) mal nicht da, steigt die Mordlust wieder an. Es ist Oliver deswegen hoch anzurechnen, dass er standhaft bleibt und nicht sofort abdrĂŒckt. Obwohl sich das sicherlich noch rĂ€chen wird... Ebenso wie die Tatsache, sich die League of Asssasins zum Feind zu machen.
Laurel will zwischenzeitlich, dass Nyssa das tut, was Oliver nicht vermag. Damit sie selbst irgendwann mal austeilen kann, trainiert sie jedenfalls fleiĂig weiter, was sich schon ganz eindeutig an ihren Muskeln abzeichnet. Doch reicht ein wenig Boxtraining, um als Vigilant auf Streife zu gehen? Den armen Papa Lance weiht sie jedenfalls weiterhin nicht ĂŒber Saras Schicksal ein, was zu einem kleinen traurigen Moment fĂŒhrt, als er versucht, mit ihr zu sprechen beziehungsweise einfach nur ihre Stimme zu hören.
Fazit

Die dritte Staffel der US-Serie Arrow hat noch leichte Probleme, zur gleichen Hochform wie in Staffel 2 zu finden.
Es ist ein interessanter Ansatz, die Geschichte rund um den Mordanschlag auf Sara zu einem lĂ€ngeren Handlungsbogen zu machen und systematisch Kandidaten auszuschlieĂen. Auch die Tatsache, Malcolm Merlyn offensiv einzusetzen, ist eigentlich zu begrĂŒĂen. Nicht nur, weil es deswegen zu einem schönen Dreierkuttenkampf kommt, sondern auch, weil der Schurke - vor allem nun durch seine Beziehung zu Thea - wieder neues ErzĂ€hlpotential mit sich bringt. Trotzdem fesselt das Drehbuch aktuell nicht so sehr, wie es das in anderen Folgen schon getan hat. Vielmehr fĂŒhlt es sich so an, als wĂŒrde man Ă€hnliche Storyfacetten nun schon zum wiederholten Male sehen - und wir sind gerade mal in Episode vier. Immerhin verbessern sich nun auch die Flashbacks, die zuletzt nutzlos erschienen, merklich.
Hoffentlich ist die Tendenz nur ein kleiner DurchhĂ€nger auf hohem Niveau, denn vor allem das Auftauchen von Ra's al Ghul sollte eigentlich dazu fĂŒhren, dass das Tempo wieder ordentlich an Fahrt aufnimmt.
Videovorschau auf die Episode The Secret Origin of Felicity Smoak (3x05) der US-Serie Arrow:
Verfasser: Adam Arndt am Donnerstag, 30. Oktober 2014Arrow 3x04 Trailer
(Arrow 3x04)
Schauspieler in der Episode Arrow 3x04
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