Andor 2x01

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Beutegut
Cassian Andor (Diego Luna, Narcos) gelingt es mit Hilfe der jungen Ingenieurin Niya (Rachelle Diedericks, „This Time Next Year“), in der Testeinrichtung auf Sienar einen imperialen TIE-Abfangjäger zu erbeuten. Nach größeren Startschwierigkeiten und einer Verfolgungsjagd kann er mit dem Schiff entkommen.
Am vereinbarten Treffpunkt mit seinem Komplizen Porko auf einem Waldplaneten findet er jedoch lediglich eine kleine Rebelleneinheit vor, die ihn für einen Imperialen hält und gefangen nimmt. Er erfährt, dass die eigentlichen Verbündeten offenbar sowohl ihre Anführerin Maya Pei als auch Porko getötet haben. Als die innerlich zerrissene Truppe sich zweiteilt und gegeneinander antritt, gerät Cassian zwischen die Fronten.
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Unsichere Zuflucht
Bix Caleen (Adria Arjona, Good Omens), Brasso (Joplin Sibtain, Hard Sun), der junge Wilmon (Muhannad Bhaier, „Mariah: The Diva, the Demons, the Drama“) und Droide B2EMO (im Original gesprochen von Stimmkünstler Dave Chapman) leben währenddessen als Mechaniker getarnt auf dem Landwirtschaftsplaneten Mina-Rau. Brasso hat sein Glück bei der patenten Talia (Claire Brown, Lockerbie: A Search for Truth) gefunden, während Wilmon sich in die naive Beela (Laura Marcus, Bad Education) verliebt hat. Trotz der idyllisch und ruhig scheinenden Umgebung können sie sich auch dort nicht sicher fühlen, da das Imperium seinen Einflussbereich mehr und mehr ausdehnt.
Zweckdienliche Verbindung
Auf Chandrila bereitet sich die junge Leida (Bronte Carmichael, „Christopher Robin“), Tochter von Mon Mothma (Genevieve O'Reilly, Tin Star) und ihres Gatten Perrin (Alastair Mackenzie, The Crown) auf ihre Hochzeit mit Stekan (Newcomer Finley Glasgow) vor. Die Ehe wurde von Perrin arrangiert, der sich dadurch Vorteile bei Stekans schwerreichem Vater Davo Sculdun (Richard Dillane, Young Wallander) verschaffen will.
Zur Hochzeitsgesellschaft gehören auch Mon Mothmas Mitverschwörer Luthen Rael (Stellan Skarsgard, „Dune“-Filmreihe), Vel Sartha (Faye Marsay, Adolescence) und Kleya Marki (Elizabeth Dulau, „Maternal“), die am Rande der Feierlichkeiten Vorbereitungen weiterer Schläge gegen das Imperium treffen. Für Schwierigkeiten sorgen die Probleme ihres zunehmend strauchelnden Financiers Tay Kolma (Ben Miles, The Capture).
Teuflische Pläne

Der hochrangige imperiale Direktor Krennic (Ben Mendelsohn, The Outsider) hat einen geheimen Kreis rekrutiert, der ihm bei seinem neuesten Eroberungszug helfen soll. Er will den für seinen durch einheimische Spinnen erzeugten Twill berühmten Planeten Ghorman wegen wertvoller Bodenschätze ausbeuten. Zu seinem entsprechenden Team gehört auch Dedra Meero (Denise Gough, The Stolen Girl), die ihm einen wertvollen Ratschlag erteilt.
Privat ist Dedra inzwischen mit Muttersöhnchen Syril Karn (Kyle Soller, Bodies) verbandelt. Sie erteilt seiner herrschsüchtigen Mutter Eedy (Kathryn Hunter, „The Front Room“) eine wichtige Lektion.
Schattenkrieg
Cassian kann schließlich mit dem gestohlenen Raumjäger entkommen, indem er sich die Feindseligkeiten zwischen den beiden Splitterfraktionen zunutze macht. Er fliegt nach Mina-Rau, wo seine Freunde durch eine anstehende imperiale Inspektion sowie Verrat durch einen vermeintlichen Vertrauten in eine schwere Bredouille geraten sind. Doch muss er hierbei einen großen persönlichen Verlust hinnehmen.
Endlich!
Soweit in Kürze die Zusammenfassung der Handlung der drei zusammenhängenden Auftakt-Folgen der zweiten Staffel der Serie Andor. Diese tragen die Titel One Year Later, Sagrona Teema und Harvest. Die restlichen neun der erneut insgesamt zwölf Episoden (welche die Serie zum Abschluss bringen und vermutlich direkt in den zugrundeliegenden Kinofilm „Rogue One: A Star Wars Story“ von 2016 übergehen) werden bis zum 14. Mai in gleicher Weise als Dreierpacks herausgebracht.
Für viele Fans von „Star Wars“ ist „Andor“ unbestrittener Höhepunkt der Streaming-Serien bei Disney+ - und das zu Recht. Nach bald zweieinhalbjähriger Wartezeit geht es seit dem 23. April endlich weiter mit den Geheimoperationen der Rebellenallianz, die schließlich zum Fall des galaktischen Imperiums führten. Und Staffel zwei büßt gegenüber der ersten nicht das kleinste Quäntchen an Qualität ein.
Start in altbekannter Manier
Die actionreiche Eröffnungssequenz der ersten Folge zeigt dem Zuschauer von vorneherein, in welchem Universum wir uns hier befinden. Cassian Andor, der den erbeuteten TIE-Abfangjäger freilich längst nicht mit der Routine imperialer Piloten steuern kann, muss sich seinen Weg freischießen. Natürlich gehört dazu auch ein anschließendes zünftiges Weltraumgefecht mit den auftauchenden Verfolgern. Doch danach kehrt die Geschichte in den gewohnten unterschwellig bedrohlichen, von langer Hand aufgebauten Erzählstil zurück.
Die drei Eröffnungsfolgen wirken wie aus einem Guss, was sie in der Tat auch sind. Auf dem Regiestuhl saß bei allen davon Ariel Kleimann, dessen bisherige Credits abgesehen von vier Folgen der Serie Top of the Lake hauptsächlich Kurzfilme sowie das Sektendrama „Partisan“ umfassen. Man muss sich fragen, warum man die Folgen nicht von vorneherein als über zweistündigen Film herausgebracht hat. Wie schon in der ersten Serien-Staffel steht vor allem das persönliche Drama der im Kampf vereinten Gefährten im Vordergrund. Der Eröffnungsdreiteiler zeigt dessen unterschiedliche Facetten.
Während Cassian sich eigentlicher Gesinnungsgenossen erwehren muss, intrigiert Mon Mothma inmitten mehrtägiger rauschender Hochzeitsfeierlichkeiten gegen die Machthaber. Diese wiederum haben nun einen neu auftretenden, aber bereits bekannten Anführer - den in „Rogue One“ eingeführten Direktor Orson Krennic, erneut verkörpert von Ben Mendelsohn. Das, was er mit dem Planeten Ghorman vorhat, um an dessen Bodenschätze zu gelangen, macht Schaudern und verleiht der Serie gleichzeitig erschreckende Aktualität. Dass es Krennic dabei um den geplanten Bau des Todessterns gehen dürfte, ist sicherlich nicht schwer zu erraten.
Den Rebellenkräften auf Mina-Rau hingegen bleibt nur wenig Zeit, im Landleben neue Kräfte zu schöpfen. Denn auch dort demonstriert das Imperium zunehmend seine große Macht, die vor allem von niederrangigen Vertretern in übler Weise ausgenutzt wird, wie sich zeigt.
Erdfarbenes Spin-off
Beibehalten hat man in Staffel zwei neben der hohen atmosphärischen Dichte auch die farbliche Grundstimmung der ersten Staffel, die der Serie große Anteile an Glaubwürdigkeit gegenüber dem ansonsten oftmals märchenhaften Hauptfranchise verleiht. Nicht allein dadurch, aber durch sie mitbedingt wird ein Stück Realität in die mittlerweile bald 48 Jahre alte Saga-Welt eingebracht. Es geht hier nicht um oft übergroße Helden, sondern um die vielen kleinen Leute, denen sich auch Fans von „Star Wars“ oftmals näher fühlen können.
Fazit
In den drei Eröffnungsfolgen steht Staffel zwei von „Andor“ der ersten in nichts nach. Showrunner Tony Gilroy gibt uns weiterhin das, was gute Spin-offs auszeichnet - eine eigene Geschichte, die auf bereits Bekanntem basiert, weiterzudenken anstatt nachzuahmen. Schon jetzt ist die Serie gerade wegen ihrer Unterschiedlichkeit einer der großen Klassiker des neuen „Star Wars“. Und so, wie es aussieht, wird man dem auch in der zweiten Staffel gerecht, deren Fortsetzung vielleicht nicht alle, aber doch recht viele Warsler in den kommenden Wochen begeistern dürfte. Ein leider schon letztes Mal.
Von uns gibt es für die Eröffnung daher volle fünf Rebellenabzeichen.
Verfasser: Thorsten Walch am Mittwoch, 23. April 2025Andor 2x01 Trailer
(Andor 2x01)
Schauspieler in der Episode Andor 2x01
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