Bones 9x03

Bones 9x03

Das Jeffersonian-Team aus Bones ist nicht vollständig. Und wenn einer fehlt, dann kann der nächste Fall vielleicht nicht gelöst werden. Aber wird Dr. Sweets zu seinen Kollegen zurückkehren und helfen?

Booth, Brennan und Sweets in der Serie „Bones“ / (c) Fox
Booth, Brennan und Sweets in der Serie „Bones“ / (c) Fox

Wir haben schon oft über die handlungsübergreifende Geschichte rund um Pelant gesprochen und obwohl man immer sagt, dass Procedurals dann besser sind, wenn zum Fall der Woche eine fortlaufende Geschichte kommt, ist es in Bones' Fall etwas anders. Ehrlich gesagt, ist es eine Erleichterung den Ober-Bösewicht nicht erleben zu müssen.

Pelants Story wurde bis hin zum Überdruss gestreckt und es ist eine Erleichterung einen interessanten Fall der Woche zu sehen ohne sich um die Gefahr durch Pelant (Andrew Leeds) zu scheren. Obwohl diese Aussage nicht ganz stimmt. Womit wir es zu tun bekommen, sind die Auswirkungen der Pelant-Geschichte. So funktioniert sie auch viel besser, als ständig das Überwachungsgenie Pelant zu zeigen und auf jedes Elektronikgerät achten zu müssen.

Sweets (John Francis Daley) hat sich aus seiner FBI-Tätigkeit zurückgezogen, um darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll. Er trägt die Schuld mit sich, die Pelant ihm durch den zweifachen Mord auferlegt hat. So sehr alle ihm einreden, dass es nicht seine Schuld ist, kann er das Gefühl nicht überwinden. Vielleicht sollten die Autoren darüber nachdenken, dass es langsam überflüssig wird, dass Figuren ständig anderen Figuren sagen, wie sie fühlen sollen.

Vielleicht ist es viel besser die Gefühle für sich sprechen zu lassen, ihnen zu folgen und uns zu zeigen wohin sie führen. Genauso wie man es teilweise in dieser Episode mit Sweets gemacht hat. Eigentlich verlaufen die Fälle der Woche nach demselben Muster und sind eine Art Verdopplung eines Problems, das zwischen den Hauptfiguren besteht. Aber dieser Fall geht einem emotional nah und berührte die „harte“ Realität ohne die für die Network-Serien typische „Verschönerungen“.

Ein berühmtes Gangmitglied wird tot aufgefunden und was zunächst nach einem Gang-Krieg aussieht, entpuppt sich als tragische Familienangelegenheit. Dabei wird das Wort Familie von mehreren Seiten beleuchtet und es wird gezeigt, wie manchmal die Wahlfamilie den Vorzug vor der biologischen erhält, sogar wenn Kinder im Mittelpunkt stehen.

Die eifersüchtige Ehefrau vom toten Delcampo, Maria, scheint ihn umgebracht zu haben, aber Sweets und Booth (David Boreanaz) finden schnell heraus, dass die Wahrheit viel schlimmer ist. Warum Sweets? Booth schafft es ihn zu überzeugen bei diesem einen Fall auszuhelfen. Sweets ist gerade dabei in dem Latino-Community-Center zu arbeiten und die erneute Kooperation mit dem FBI scheint dieser Tätigkeit ein schnelles Ende zu bereiten.

Aber Sweets steht zu seinem Wort und klemmt sich hinter die Wahrheit, die eine erschreckende ist. Denn nicht Maria, sondern ihr Sohn Javier hat Delcampo getötet, um seine Mutter vor dem ständigen Prügel und der alltäglichen Erniedrigung zu bewahren. Wenn man denkt, man hat das Schlimmste gesehen, eskalieren die Ereignisse.

Denn Maria sagt sich von ihrem eigenen Kind ab. Für sie ist die Gang, ihre Familie und ihr Kind unwichtig. Die Szene ist nicht nur schockierend für die Beteiligten, sondern auch für uns Zuschauer. Sie kommt überraschend, ist sehr emotional und trifft einen direkt. Nur dank Sweets Hilfe kann dieser Fall gelöst werden und als alles nach einer Rückkehr zum FBI-Job aussieht (Booths Toast: „Here's to Sweets, my little brother who I never wanted but I'm glad that I have. Welcome home.“), schafft es die Serie der Logik der Emotionen und Gefühle einer Figur treu zu bleiben.

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Sweets entscheidet sich weiterhin seine Beurlaubung durchzuziehen und seinen Job in dem Community-Center fortzusetzen. Wird es ihm gelingen das Team für immer zu verlassen? Angela (Michaela Conlin) hat es bereits versucht, aber es war vergeblich.

Mit Sweets kann es natürlich auch nicht klappen, denn mittlerweile ist er als Figur unentbehrlich geworden. Damit kann man nicht annehmen, die Autoren würden ihn aus der Serie schreiben. Eine gelungene Bones-Episode, die nicht nur sehr emotional, sondern auch einfach sehr „menschlich“ war.

Verfasser: Mariano Glas am Dienstag, 1. Oktober 2013
Episode
Staffel 9, Episode 3
(Bones 9x03)
Deutscher Titel der Episode
Wer war schlecht für den Schlachter?
Titel der Episode im Original
The Butcher in the Car
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Montag, 30. September 2013 (FOX)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Dienstag, 9. September 2014
Erstausstrahlung der Episode in Österreich
Donnerstag, 4. September 2014
Autoren
Jonathan Collier, Dean Lopata
Regisseur
Ian Toynton

Schauspieler in der Episode Bones 9x03

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