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Inhalt
Gnadenlos wird Dana Walsh von ihren Peinigern gefoltert. Dass die Beweise für die Machenschaften der Russen überhaupt nicht existieren sollen, ist etwas, das Bledsoe überhaupt nicht glauben kann. Derweil treffen Jack und Cole bei dem Gebäude ein, in dem Dana gefangen gehalten wird. Nachdem sie zuvor noch einmal Chloe in Sicherheit gewogen haben, dass sie auf dem Weg zur CTU sind (und dass Cole Jack in Gewahrsam hat), machen sie sich daran, Dana zu befreien - was nach einem gepflegten Schusswechsel und einer Kugel in Bledsoes Kopf auch relativ zügig vonstatten geht.
Chloe fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass Jack Cole (angeblich) als Geisel genommen hat. Sie ahnt sofort, wo Jack zu finden sein wird. Doch als sie den Satelliten auf das Gebäude der privaten Gefängnisfirma richten lässt, ist schon alles zu spät: Von oben sind nur noch die Polizeiautos zu sehen, die bereits vor dem Haus zusammengekommen sind. Jack, Cole und Dana sind derweil schon längst weg.
Auch die Präsidentin reagiert schockiert auf die Nachricht von Danas Befreiung. Gerade noch wurde sie von Dalila Hassan vor der Weltpresse in den höchsten Tönen wegen ihrer moralischen Integrität gepriesen, da hängt sie auch schon am Telefon mit Charles Logan, der ihr das Zugeständnis abringt, dass sein Adjutant Jason Pillar innerhalb von CTU die Jagd nach Bauer übernehmen soll. Dieser stellt auch kurz nach seinem Eintreffen in der Behörde klar, dass es keine Samthandschuhe für Bauer mehr gibt: Statt „nicht-tödliche Mittel“ heißt es nun „unbegrenzte Gewalt“.
Um das Problem Jack Bauer ein für alle Mal los zu sein, trifft sich Ex-Präsident Logan auch mit dem russischen Außenminister Novakovich, dessen rechte Hand Pavel die tödlichen Schüsse auf Renee abgeben hatte. Sobald CTU Bauer lokalisiert und festgesetzt hat, sollen die Russen auf Pillars Tipp hin Jack ermorden.
Dieser droht unterdessen selbst mit tödlicher Gewalt, falls Dana die Beweise gegen die Russen nicht herausrückt. Doch sie weigert sich. Sie glaubt, dass Jack sie aus Rache erschießen werde, sobald er die Beweise in den Händen hält - und sie nicht länger von Nutzen ist. Auch Cole wird angesichts des Temperaments seines älteren Kollegen nervös. Doch Jack versichert ihm, dass das alles nur gespielt ist, um Dana in dem Glauben zu lassen, er würde sie töten. Tatsächlich gelingt es ihnen von Dana zu erfahren, dass die Videoaufnahmen in einem Bankschließfach deponiert sind, welches sie gemeinsam mit Cole eingerichtet hat.
Sie fahren zur Bank, wo Cole und Dana sich zu den Schließfächern begeben. Jack muss im Hintergrund bleiben, um nicht ins Sichtfeld der Überwachungskameras zu geraten. Als sie für einen Moment allein sind, will Dana Cole begreiflich machen, wie es dazu kam, dass sie sich auf die Geschichte eingelassen hat - und dass sie ihn noch immer liebt. Doch er glaubt ihr kein Wort. Wichtiger noch wäre es jedoch gewesen, wenn er beim Öffnen der Schließfach-Box etwas vorsichtiger gewesen wäre, denn darin befindet sich nicht nur eine Pistole mit Schalldämpfer, sondern auch eine Rauchbombe. Von deren Explosion geschockt wird Cole von Dana überwältigt und bewusstlos geschlagen. Einen herbeieilenden Bankangestellten erschießt sie kurzerhand.
Über den Polizeinotruf meldet sie, dass sie den zur Fahndung ausgeschriebenen Jack Bauer bei der Bank gesehen habe. Während zwei Streifenpolizisten versuchen, Jack festzunehmen (was ihnen natürlich nicht gelingt), macht sich Dana vor Jacks Augen davon.
Doch schon kurze Zeit später ist Jack ihr auf den Fersen. In einem Haus, das gerade renoviert wird, kommt es zwischen den beiden zum Showdown. Am Ende geht Dana die Munition aus. Und Jack stellt sie. Er lässt sich von ihr eine Art Speicherchip geben, den sie aus der Schließfach-Box mitgenommen hat. Sie fragt, ob es irgendetwas gibt, was sie tun könne. Doch Jack sagt nur leise: „Nichts.“ Und streckt sie mit zwei Schüssen nieder, die sie tödlich verwunden.
Kritik
Stunde Nr. 20 ist eine geradlinige Actionfolge, die neben den beiden längeren Schießereien vor allem durch die spannende Frage glänzt, worin eigentlich Jacks Absicht besteht: Will er wirklich nur die Wahrheit herausfinden und publik machen? Oder will er eigentlich nur Rache? Die Antwort, die die Folge darauf am Ende gibt, kann man nicht wirklich überraschend nennen. Allerdings führt sie die Figur Jack Bauer damit an einen ausgesprochen dunklen Ort. Denn damit er genau das getan, wovor Chloe ihn schützen wollte.
Nicht wenige Fans dürften sich angesichts des Abgangs der viel gehassten Figur Dana Walsh gefreut haben. Allerdings muss man Katee Sackhoff wie den Autoren zugute halten, dass sie es geschafft haben, die Figur in diesen beiden letzten Folgen deutlich interessanter zu gestalten.
So war der Rezensent eigentlich fest davon überzeugt, dass Dana in der vergangenen Woche die Wahrheit gesagt hat, als sie behauptete, die Existenz der Beweise nur erfunden zu haben. Das war jedoch gelogen. Dagegen schien das Liebesgeständnis zunächst nur ein billiges Ablenkungsmanöver zu sein. Doch die Tatsache, dass Dana Cole nicht getötet hat - und sie ihm sogar zum Abschied noch die Wange streichelt, weist wohl darauf hin, dass sie wirklich etwas für ihn empfunden haben muss.
Der wahrscheinlich beste Charakter-Moment dieser Folge kam jedoch (wieder einmal) Charles Logan zu: Die Präsidentin hat das Telefonat mit ihm bereits abrupt beendet. Doch selbst gegenüber seinem Lakaien kann er diesen Gesichtsverlust nicht eingestehen - und tut deshalb so, als würde er noch weiter mit ihr sprechen.
Die Bühne für die letzten Folgen ist damit also bereitet: Jack gegen den Rest der Welt. CTU, die Russen - alle sind hinter ihm her. Und nach dem Mord an Dana kann er Cole als Verbündeten wohl abschreiben. Von Chloe gar nicht zu reden.
Verfasser: Christian Junklewitz am Mittwoch, 5. Mai 2010(24 8x20)
Schauspieler in der Episode 24 8x20
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