13 Reasons Why Staffel 4 Episodenguide: Alle Folgen im Überblick!

13 Reasons Why Staffel 4

13 Reasons Why Staffel 4 Episodenguide

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In der finalen Staffel von 13 Reasons Why bereiten sich Clay (Dylan Minnette) und Co auf ihren Schulabschluss vor. Währenddessen müssen sie ihr gemeinsames Geheimnis - die Vertuschung des Mordes an Bryce (Justin Prentice) - weiterhin hüten. Das gestaltet sich umso schwieriger, da Freunde von Monty (Timothy Granaderos) hinter ihnen und der Wahrheit her sind.

Dabei werden diverse große Themen behandelt und Handlungsstränge abgearbeitet. Hierzu gehören die Menschen, die versuchen, den Mord von Bryce aufzuklären und Montys Erbe reinzuwaschen, die stetige Verschlechterung von Clays mentalem Zustand, die fast konträr zu Justins Lage erscheint, die Emanzipation von Frauen und die stetig zunehmende Kontrolle der Autoritäten (Schule, Eltern, Polizei) über die Jugendlichen. Auch vor noch kontroverseren Themen wie Polizeigewalt, Amokläufen und vielem mehr wird nicht Halt gemacht.

Monty Was Framed

Gerade zu Beginn der vierten Season dreht sich alles um den Tod Montys und die Rache seines Todes: Es gehen (erst mal) unbekannte Kräfte gegen Clay und Co vor: Sie wollen herausfinden, wer wirklich für den Tod von Bryce Walker verantwortlich ist, denn sie glauben an die Unschuld von Montgomery de la Cruz. Von Anfang an verdächtigen sie die Gruppe um Jess (Alisha Boe), Clay und Co hinter dem Mord, da ihre problematische Vergangenheit mit Bryce und Monty kein Geheimnis ist.

Beinahe jeder, der Monty nahestand, macht Jagd auf die Gruppe und die Wahrheit: Hier kommen auch neue Charaktere ins Spiel. Diego (Jan Luis Castellanos) war ein guter Freund Montys, der ebenso mit ihm im Footballteam der Liberty High spielte. Außerdem kommt Winston (Deaken Bluman) an die Schule, um dort als „Spion“ Informationen zusammenzutragen, die ihm auch gegeben werden, da er als Fremder und Unbeteiligter erscheint. Während er auf die Methode des freundlichen Verhören setzt, wählt das Footballteam einen etwas dramatischeren Weg, um an ihr Ziel zu gelangen: Sie erpressen Clay, setzen ihn unter Druck, terrorisieren ihn psychisch mit Anrufen, was Serienjunkies an den Stalker A der Coming-of-Age-Serie Pretty Little Liars erinnern dürfte. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, Fakeblut aus Duschen kommen zu lassen und auf Dummys zu verteilen, was den ohnehin schon instabilen Clay Jensen die letzten Nerven kostet. So verfolgen ihn sowieso schon die ganze Zeit die Geister von Bryce und Monty, die er hier nun erneut vor sich liegen sieht. Während diese Taten seine beginnende Psychose zwar nicht verursacht haben, so haben sie doch bestimmt zu einem Großteil dazu beigetragen. Auf den mentalen Zustand Jensens komme ich später noch zu sprechen.

Letzten Endes ist es Winstons Methode, die Früchte trägt: Während eines „Drills“, einer Amoklauf-Übung, bei der Zach (Ross Butler) Todesangst verspürt, gesteht er ihm, dass er Bryce kurz vor seinem Tod ordentlich verprügelt hat, so dass dieser seinem Mörder hilflos ausgeliefert war. Zu einem späteren Zeitpunkt offenbart sich Alex (Miles Heizer) ihm gegenüber als Mörder von Bryce Walker. Trotz oder gerade aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit - Alex und Winston hatten sich ineinander verliebt, Alex wollte jedoch nicht mit ihm zusammen sein - lässt Winston es gut sein. So scheinen seine Gefühle für Alex stärker als die für Winston, der wohl seine erste große Liebe war. Schließlich lässt er den Typen, der den Mord begangen hat, davonkommen und der, der sich nicht mehr gegen seine Mordanschuldigung wehren kann, so stehen.

Auch Sheriff Daughtry (Benito Martinez), der - nach den uns unbekannten Mitteln - dahintergekommen ist, dass Alex hinter dem Mord an Bryce steckt, legt den Fall Bryce Walker zu den Akten. Somit geht dieser Teil der Season letzten Endes „gut“ aus. Die Gruppe kommt ungestraft für ihren Mord beziehungsweise die Vertuschung des Mordes davon.

Außerdem soll hier noch Erwähnung finden, dass bei einer Hausparty und generell im ersten Teil der Staffel auf einmal die komplette Liberty High so tut, als ob sie Monty gemocht hätte oder mit ihm befreundet gewesen wäre. Dabei waren viele von ihm wohl selber Opfer seines Mobbings. Ich kann mir nicht erklären, wo diese Verehrung Montys auf einmal herkommt.

Dieser erste Part der Season hat zudem ausgeprägte (Horror-/Psycho-)Thriller-Elemente, die durch Clays mentale Labilität und die Terrorisierung des Footballteams hervorgerufen werden. Seine andauernden audiovisuellen Halluzinationen, die in Form von Bryce und Monty auftreten, sind zwar bei weitem nichts Neues - man denke hier an die zweite Staffel, in der er überall Hannah sah -, jedoch treten sie hier so gehäuft auf und werden mit intensiven, spannenden, gruseligen und aufgeladenen Szenen verbunden, dass diese Halluzinationen ein neues Ausmaß annehmen. Außerdem sorgt seine dissoziative Störung immer wieder für Horrorszenarien, die zum Teil ihm zugeschrieben werden und zum Teil im Dunklen bleiben.

Einerseits finde ich diesen Part äußerst spannend gestaltet, jedoch auch sehr irrational, da wir kaum Hintergrundinformationen erhalten und vieles schlichtweg aus dem Nichts kommt oder manche Situationen letztlich gar nicht aufgelöst werden. So lassen sie uns bis zum Ende der Staffel im Dunkeln, wer bei dem Abschluss-Camping den Terror verursacht. Wie sich dann erst herausstellt, war das Clay. Es ist logisch, dass wir erst mit seiner Diagnose und der Offenbarung seiner anderen Taten, auch von dieser Tat erfahren, jedoch gibt man uns bestimmte Informationen nicht an die Hand und selbst, wenn dies geschieht, ergibt alles noch nicht wirklich Sinn: So stellt sich zum Beispiel die Frage, wie Clay überhaupt aus der Höhle herausgekommen ist, in die er von dem Footballteam geworfen wurde. Außerdem hat die Entführung Clays durch das Footballteam keinerlei Auswirkung auf die Täter: Es findet keine strafrechtliche Untersuchung oder Ähnliches statt. Es wird einfach so hingenommen.

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Netflix - © Netflix

Brother

Justin und Clay sind zwei der wichtigsten Figuren von „Tote Mädchen lügen nicht“. Dabei haben die beiden eine starke Verbindung zueinander, die auch einen dementsprechenden bedeutenden Platz in der Netflix-Serie einnimmt: Sie haben über die letzten Staffeln und Jahre eine unglaublich enge Beziehung zueinander aufgebaut. Das ist zwar in der finalen Staffel wiederum nicht ganz so stark zu spüren wie sonst, weil Clay so sehr abdreht, aber gegen Ende wird noch einmal deutlich, wie viel sie einander bedeuten.

Dabei haben die beiden eine scheinbar konträre Entwicklung hingelegt - und zwar über die gesamte Serie hinweg, aber vor allem im Laufe der letzten Season: Zu Beginn war es Justin, der Footballer, der sich um nichts und niemanden kümmerte, der es zuließ, dass seine Freundin von seinem besten Freund vergewaltigt wird, Hannahs Ruf zerstört hat und vieles mehr. Daraufhin wird er drogenabhängig, obdachlos und prostituiert sich. Sein Leben befindet sich auf dem absteigenden Ast.

Doch an einem gewissen Punkt tritt Clay in sein Leben und rettet ihm dieses. Im Laufe ihrer Freundschaft retten sie einander unzählige Male. Doch leider kann Clay, der den Drang hat, jeden zu retten, ausgerechnet seinen Bruder zuletzt nicht retten: Justin hat sich bei seiner Sexualarbeit HIV eingefangen, was sich mit der Zeit zu AIDS entwickelte. Daran verendet er schnell und plötzlich. Dass ausgerechnet Dr. Ellis Grey (Kate Burton, Grey's Anatomy) ihn nicht retten kann, ist bedauerlich. Doch gegen AIDS gibt es keine Heilung, so dass Clay, Jessica und Co Abschied nehmen müssen.

Leider passt das Ende seines Lebens natürlich zu dem tragischen Verlauf dieses selbst. Es scheint beinahe so, als ob er seinem Schicksal nicht entkommen kann. So wie seine Mutter stirbt er an den Umständen seines Lebens. Während ihm, im Gegensatz zu ihr, eine Gelegenheit auf ein besseres Leben geboten wurde, stand das seiner Mutter leider nicht zu. Ihm wird diese Möglichkeit zwar geboten, aber dann auch wieder entzogen, als ihn sein vorheriges Leben durch AIDS einholt.

Im Gegensatz dazu hatte Clay ein privilegiertes Leben als Kind eines Professors und einer Anwältin. Durch den Tod seiner ersten großen Liebe und besten Freundin, Hannah Baker (Katherine Langford), wird seine Welt jedoch erschüttert und er hat immer mehr zu kämpfen. Schließlich kommen der Mord an Bryce, die Vertuschung seines Mordes und das Beschuldigen von Monty, der im Gefängnis stirbt, dazu. Das ist einfach zu viel für ihn und er entwickelt eine, wie sich später herausstellt, dissoziative Störung, Angstzustände und Depressionen.

Deshalb besucht er auch wöchentlich, später zweimal wöchentlich, einen Psychiater (Gary Sinise). Diese Therapie hilft ihm zwar, insgesamt aber viel zu langsam, so dass sich seine Krankheit ungeahnt ausbreiten und Schaden verursachen kann. Dabei passiert all das, ohne dass sich Autoritätspersonen oder seine Freunde um ihn sorgen und dementsprechend kümmern. Sie wundern sich lediglich, tun jedoch nichts gegen den sich immer weiter verschlechternden Zustand. So verprügelt er grundlos einen Typen auf einer Party, baut einen Autounfall, weil er wie weggetreten ist, brüllt immer wieder, tut scheinbar unerklärliche Dinge und greift schließlich zur Waffe. Auch diese Reaktionen auf sein Verhalten erscheinen mir unlogisch.

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Erhöhte Überwachung durch die Autoritäten

Was Gewalt, Düsternis und Behandlung von sozialkritischen Themen angeht, legt diese Staffel erneut einen auf das bisher Dagewesene. Sie wendet sich noch intensiver den unangenehmen Themen der US-(Schul-)Gesellschaft zu. So nimmt die Überwachung der Schule über ihre Schüler und die der Eltern über ihre Kinder im Verlauf der vierten Staffel stetig zu.

Diese Überwachung, die sie als Schutz für die Schüler deklarieren, nimmt mit Detektoren, die am Schuleingang aufgebaut werden, ihren Anfang. So weit, so gut. Doch die Maßnahmen nehmen immer weiter zu und letztlich immer radikalere Ausmaße an. So kommt es dazu, dass Polizisten in der Schule eingesetzt werden.

Den vorzeitigen Höhepunkt bildet der sogenannte „Drill“, ein Fake-Amoklauf, der ausschließlich Übungszwecken dient. Das ist im Grunde für die Schüler und Lehrer der Liberty High nichts Außergewöhnliches. Sie kennen bereits Übungen dazu, wie man einen Mitschüler bei einer Schusswunde vor dem Verbluten rettet. Auch Amoklaufübungen wurden bereits durchgeführt, bei denen sie lernen, sich still zu verhalten. Doch dieses Mal ist alles anders: Dieses Mal wissen die Lehrer nichts von der Übung. So gehen sie und alle anderen davon aus, dass es sich um eine reale Situation handelt. Diese Einschätzung wird durch Personenschatten vor den Fenstern und Türen sowie durch entfernte Schüssen verstärkt. Dadurch geraten alle Anwesenden in Todesangst.

Die Situation wird umso tragischer, wenn man bedenkt, dass solche Szenarien durchaus real sind und manche Schüler wirklich solche letzten Anrufe getätigt haben, in denen sie Todesangst verspürt hatten und ihren Liebsten Tschüss sagen mussten, weil sie nicht wussten, ob sie diesen - eigentlich normalen - Schultag überleben würden.

Als kurze Anmerkung dazu sollen hier die Michael-Moore-Dokumentation „Bowling for Columbine“ und die Shooting-Episode von One Tree Hill erwähnt werden. Es gibt bestimmt noch andere Beispiele, in denen Amokläufe an Schulen behandelt werden. Das sind jedoch die zwei, die mir sofort einfielen, als ich diese Episode von „Tote Mädchen lügen nicht“ gesehen habe. Diese äußerst spannende Folge - auch hier setzt die Serie erneut auf Thriller-Elemente - wurde übrigens von Brenda Strong, die die Mutter von Bryce Walker mimt, inszeniert.

So unecht die Situation gewesen sein mag, die Erfahrungen der Beteiligten waren überaus passend - auch unsere, denn wir wurden so, genau wie die Schüler, bis zum Schluss im Dunkeln gelassen. Dabei hat die Schule ein Trauma ihrer Schüler für deren Schutz in Kauf genommen - eine überaus kontroverse Entscheidung. Hierbei stellt sich nun auch die Frage, was den größeren Schaden angerichtet hätte: ein echter Amoklauf mit psychischen und physischen Verletzungen, zu dem es vielleicht nie gekommen wäre, oder eine Amoklaufübung, die definitiv psychische Schäden hinterlässt?

Auf diesen Umstand weist auch Clay in einer überaus mitreißenden und emotionalen Rede hin. Dabei wird das starke und überwältigende Schauspiel von Dylan Minnette, wie so oft, deutlich spür- und sichtbar: Tragik, Drama und Emotion kann er hervorragend vermitteln. An dieser Stelle hat Clay jedoch auch seinen mentalen Tiefpunkt, da er zur Waffe eines der anwesenden Polizisten greift. Schließlich muss er in die psychiatrische Klinik eingeliefert werden.

Die Lage spitzt sich zu, als ein Polizist bei einer Prügelei zwischen den Liebhabern Jessicas, Diego und Justin (Brandon Flynn), auf dem Schulgelände eingreift. Dieser nimmt nur Diego in die Mangel und lässt rassistische Kommentare los. Schließlich werden die Beteiligten handgreiflich und Diego wird als Einziger festgenommen. Diese offensichtlich rassistisch motivierte Polizeigewalt, die gerade zurzeit ein äußerst brisantes Thema in den USA ist, wird von den Mitschülern beobachtet und das Fass kocht schlussendlich über. Dass Diego auf einmal wenige Momente später wieder auftaucht und frei ist, wird an keiner Stelle kommentiert.

Jessica und Clay, die stets einen starken Gerechtigkeitssinn hatten und diesem immer nachgeben mussten, zetteln einen Aufstand an. Die ganze Schülerschaft streikt. Dabei kommt es zu Gewaltausbrüchen zwischen der Polizei und der Schülerschaft. In den weiteren Folgen werden die Auswirkungen dieser Eskapade dann wieder nicht weiter thematisiert. Es wird beinahe unter den Tisch gekehrt. Wie so oft beschäftigt sich die Serie leider nicht mit den Folgen ihrer Handlungen, so dass diese beinahe wirkungslos erscheinen.

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Als wäre diese Art der Überwachung und Kontrolle noch nicht genug, kommt dabei außerdem noch heraus, dass die Schule und Eltern zusammengearbeitet haben. So benutzen sie ein Programm, bei dem sie Zugriff auf die privaten E-Mails und Nachrichten ihrer Kinder haben. Sie begründen ihre Entscheidung damit, dass ihre Kinder zu viele Geheimnisse vor ihnen haben und sie wissen müssen, was in dem Leben ihrer Kinder vor sich geht, um sie ausreichend beschützen zu können. Dass sie damit ihre Privatsphäre und Datenschutzrechte verletzen, also erneut eindeutige moralische und auch legale Grenzen überschreiten, scheint keinem wichtig genug zu sein, um sich gegen den Einsatz dieser Technik zu entscheiden. Auch hier wartet man vergeblich auf eine Auswirkung der Handlung der Eltern, auf einen Ausbruch der Fassungslosigkeit der Kinder und eine Diskussion über ihre Privatrechte.

Insgesamt lässt sich zu diesem Thema sagen, dass es, wie so oft, äußerst reale und tragische Umstände der US-amerikanischen Gesellschaft behandelt. Doch leider werden sie hier lediglich platziert. Es scheint so, als ob die Macher der Serie nur die größten, dramatischsten, tragischsten und bewegendsten Themen der aktuellen US-Gesellschaft auf ihre Agenda setzen und behandeln wollen. Damit hat sich die Serie natürlich viel vorgenommen und ich finde es bewundernswert und ambitioniert zugleich, sich diesen komplexen Themen zu widmen. Denn es ist wohl jedem klar, dass man diese Phänomene nie ganz von allen Seiten - und dann noch in einem Nebenhandlungsstrang - beleuchten und dem Thema vollends gerecht werden kann.

Somit können es die Showrunner natürlich auch nicht jedem recht machen. Man kann sich nun also darüber aufregen und behaupten, dass sie es nur für das Drama tun oder es ihnen zugutehalten, dass sie sich überhaupt diesen schwierigen und schwer verdaulichen Themen widmen.

Abschluss/finale Worte

Wie jedes Finale, so hat auch dieses die Aufgabe, den Zuschauern und den Figuren einen Abschluss zu bieten, denn es stellt auch eine Möglichkeit des Abschieds der Figuren voneinander, aber auch der Zuschauer von den Figuren dar.

Der Schulabschluss des Jahrgangs von Clay, Jessica und Co bildet somit auch den Abschluss der Serie. Nachdem wir ein Abschlusscamping hatten, folgen als krönender Abschluss ein Abschlussball und eine Abschlussfeier, bei der feierliche Reden von Clay und Jensen (wie könnte es anders sein?) gehalten werden. Dabei finden auch letzte kleine Gespräche statt, die die vielen Beziehungen zwischen den Jugendlichen darstellen. Außerdem kehren bekannte Figuren aus der ersten Stunde wieder zurück, die uns etwas nostalgisch stimmen sollen.

Diese Beziehungen wurden insgesamt in der vierten Staffel gut dargestellt. Sie stellen die starken Seiten dieser Season dar. Hier ist Folgendes zu nennen: die Freundschaft zwischen Alex und Zach, die Liebesbeziehung zwischen Alex und Charlie, die Freundschaft zwischen Jess und Arni, die Freundschaft zwischen Clay und Justin, die Freundschaft zwischen Tony und Tyler und vieles mehr. Um diese Jugendlichen, ihre Beziehungen zueinander, ihre Clique - darum ging es nun mal stets in der Serie.

Hier ist es außerdem schön zu beobachten, welche tolle Entwicklung die verschiedensten Figuren durchgemacht haben: Tyler, Jessica und Justin entwickeln Selbstbewusstsein. Sie lernen auch, für andere und ihre Überzeugungen einzustehen und für ihr Glück zu kämpfen. Clay versucht außerdem weiterhin, wie immer, sich für seine Freunde stark zu machen und ihnen zu helfen - das steht für ihn an höchster Stelle.

Wir werden sie zwar nicht weiter auf ihrem Lebensweg am College begleiten. Dafür erfahren wir aber, wie ihre Zukunft aussehen wird. Nachdem sie ihre Bewerbungsgespräche mehr oder weniger gut gemeistert haben, gehen sie diesen nächsten Ausbildungsweg.

Auch die Kassetten werden wieder zum Vorschein gebracht. Womit es angefangen hat, endet es daher auch. Hannah Baker, ohne die es diese Erzählung nie gegeben hätte, taucht auch noch ein letztes Mal auf und Clay kann sich von ihr verabschieden.

Zu guter Letzt sollte die große Diversität der Serie angesprochen. Diese lässt sich sowohl bei den Charakteren als auch bei den Handlungen finden. So haben die Figuren unterschiedliche Ethnien, unterschiedliche sexuelle Orientierungen und unterschiedliche Charaktereigenschaften, so dass für jeden Identifikationspotential besteht. So schemenhaft und stereotypisch diese Figuren in den ersten Staffeln noch gewirkt haben mögen, so individuell und multidimensional erscheinen diese in der finalen Runde. Zudem behandelt die Serie, wie bereits öfters angesprochen, keine gewöhnliche, sondern außergewöhnliche soziale, schulische, jugendliche Themen wie Selbstmord(-gedanken), Depressionen, sexuelle Misshandlung, Amokläufe, rassistische Polizeigewalt und vieles mehr.

Fazit

Auch in ihrer finalen Staffel bleibt 13 Reasons Why kontrovers. Über die Jahre hinweg hat sich das Teendrama natürlich weiterentwickelt und verändert, wodurch es mit der ursprünglichen Geschichte nicht mehr allzu viel zu tun hat. Dabei ist jedoch das Motiv, kontroverse, höchst aktuelle und wichtige Themen zu behandeln, vorhanden geblieben. Dabei erscheint es dennoch leider öfter so, als ob sie das nur wegen dramaturgischer Effekte tun. Hier vergessen sie leider aber auch viel zu oft, die Auswirkungen dieser Handlungen weiter zu behandeln, so dass diese etwas kontext- und folgenlos erscheinen. Dadurch verlieren sie ihre gewünschte Wirkung und Bedeutung.

Die Drehbücher der Staffel erscheinen mir manchmal einfach zu sehr konstruiert, aber das Schauspiel der guten bis großartigen Jungdarsteller macht dieses Manko oft wieder wett. Meiner Meinung nach hatte die finale Staffel Startschwierigkeiten und wusste nicht so genau, wo sie hin möchte, doch gerade gegen Ende gelang es ihr, sich noch mal zu fangen und einen Fokus zu setzen.

Alles in allem stellt das Finale der Serie einen gelungenen Abschluss dar. Wir konnten von den Figuren Abschied nehmen und wir wissen, dass ihnen eine gute Zukunft bevorsteht.

Hier abschließend noch der Trailer zur letzten Season „13 Reasons Why“ aka „Tote Mädchen lügen nicht“:

«13 Reasons Why» Trailer

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