12 Monkeys 1x12

12 Monkeys 1x12

Im Jahr 2015 ist Cassandra auf der Suche nach einer Möglichkeit, Cole doch noch vor den Folgen seiner wiederholten Zeitreisen zu retten. Dabei treffen wir auf mehrere Personen, deren ältere Versionen wir bereits kennen.

Cassandra (Amanda Schull) und die junge Dr. Jones (Barbara Sukowa) / (c) Syfy
Cassandra (Amanda Schull) und die junge Dr. Jones (Barbara Sukowa) / (c) Syfy
© (c) Syfy

In der letzten Folge hat Cole (Aaron Stanford) seinen letzten Zeitsprung getan und ist nun im Jahr 2015 gestrandet, wo er nicht mehr lange zu leben hat. Das viele Splintern fordert endlich seinen Preis. Der temporale Sensenmann hat die Rechnung allerdings ohne Cassandra (Amanda Schull) gemacht, die kurzerhand eine Spielzeugpistole in die Hand nimmt und mit der Adresse (die sie vor ihrem Tod selbst Cole gegeben haben wird) jene Person ausfindig macht, die den Zeitreisenden retten könnte: die junge Dr. Jones (Barbara Sukowa), die gerade mit ihrem liebenswürdigen Vater (gespielt von dem stets großartigen Mark Margolis) in New York ist, um in einem amerikanischen Labor eine Anstellung zu finden, um ihre Theorien testen zu können.

Als Cassandra die junge Wissenschaftlerin mit ihrer Attrappe überfällt, fällt sie nicht so einfach darauf rein, ist aber rasch vom Anliegen der unbekannten Frau überzeugt, als sie Daten vorgelegt bekommt, die ihr sehr bekannt vorkommen. So suchen sie Cole auf, dessen Leben kurz zuvor von Aaron (Noah Bean) gerettet werden musste, der Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet hatte. Eine weitere Blutprobe bestätigt den Verdacht: Coles Verfall beschleunigt sich. Was ihn jedoch retten könnte, ist das Blut eines Jungen, der im Jahr 2009 geboren ist. Sein eigenes Blut. Es wurde zwar etabliert, dass derartige Paradoxa großes Kawumm verursachen, aber dies ist wohl ein Fall von ghostbustereskem „Nicht die Strahlen kreuzen!“ - „Kreuzt die Strahlen!

Die junge Jones (Barbara Sukowa) wird von Cassandra (Amanda Schull) %26bdquo;überredet%26ldquo;. © Syfy
Die junge Jones (Barbara Sukowa) wird von Cassandra (Amanda Schull) %26bdquo;überredet%26ldquo;. © Syfy

Beim Markridge-Unternehmen geht es unterdessen heiß her. Jennifer Goines (Emily Hampshire) kommt in ein Meeting hereingeschneit und inszeniert auf ihre typische Weise eine feindliche Übernahme. Natürlich inklusive Herumgespringe auf dem Tisch und alles, was wir mittlerweile von ihr erwarten würden. Ich applaudiere ihr allerdings für ihr revolvergemustertes Kleid.

Bevor Cassandra und Jones an den jungen James Cole (Jack Fulton) und dessen Blut herankommen, müssen sie an Mr. Cole (Patrick Garrow) vorbei, der sehr beschützend agiert, wenn es um seinen Sohn geht. Etwas, das ihm Coles Mutter (neben dem Vater von Jones' Kind eine weitere Mysteryidentität) eingebleut hat. Der Mechaniker kann die verrückte Geschichte von Zeitreisen und einem Virusausbruch aber nicht länger als Humbug abtun, als er in die Augen seines gealterten Sohnes blickt.

Aufmerksame Zuschauer haben sicher schon in früheren Folgen Coles kurze Flashbacks in die Kindheit bemerkt, die hier ihren Ursprung finden. Und wer den Film von Terry Gilliam kennt, weiß, dass das nichts Gutes bedeutet. In dieser Version wird Cole jedoch nicht Zeuge seines eigenen Todes, sondern dessen seines Vaters. Der Pallid Man (Tom Noonan) und die Geheimorganisation um Ramse und die mysteriöse Frau (Alisen Down) ist ihnen mithilfe von Aaron auf die Schliche gekommen, der für ihn und Cassandra Sicherheit während der seiner Meinung nach nicht aufhaltbaren Plage erkaufen wollte. Doch, bevor sie Cole endgültig den Garaus machen, spritzt dieser sich das Blut seines jüngeren Ichs und verursacht eine sehr gelegen kommende Paradox-Detonation.

Der Waisenjunge Cole wird kurz darauf ins Heim gegeben, wo er auf seinen Freund José Ramse trifft, während Cole dank seines Tricks nicht mehr in der Lage sein wird, durch die Zeit zu reisen und endgültig im Jahr 2015 gestrandet ist. Im Jahr 2043 spielen sich viel seltsamere Dinge ab: Um die Zeitmaschine herum erscheinen rote Ranken aus einer anderen Zeit (wie wir sie unter anderem in der Folge Shonin gesehen haben) und die Anlage sieht sich abermals einem Angriff ausgesetzt, als Scavanger-Anführer Deacon (Todd Stashwick) eine Gruppe schwarzgekleideter Personen mit blassen Gesichtern (Future-Goths?) zum Aufenthaltsort der Zeitmaschine führt.

Fazit

Von einer Episode mit dem Titel Paradox hatte ich eigentlich erwartet, mehr über die Zeitreisemechanik zu erfahren und ob Dinge überhaupt geändert werden können oder alles immer so passiert, wie es in der Zukunft bereits geschehen ist und jeder Versuch, etwas zu ändern, wieder nur dazu führt, (mehr oder weniger) denselben Ablauf herzustellen. Dies scheint bisher der Fall zu sein, wie erneut an Jones' Tochter Hanna, für die sie sich erst nach dem Abenteuer mit Cole und Cassandra entschieden hat, oder dem Kennenlernen von Cole und Ramse zu sehen ist. Leider bezieht sich der Episodentitel aber vielmehr auf eine dieser rettenden Paradox-Explosionen, welche in diesem Fall auch noch den Protagonisten für die zweite Staffel kuriert.

Fühlbar abwesend war hingegen der ältere Ramse, von dem ich nach seiner Transformation in der letzten Folge gerne mehr gesehen hätte.

Der kleine Cole (Jack Fulton) und Cassandra (Amanda Schull) © Syfy
Der kleine Cole (Jack Fulton) und Cassandra (Amanda Schull) © Syfy

Ein Lob ist an dieser Stelle für die Leute aus der Maske und Castingabteilung fällig. Sowohl die jüngere Jones als auch der Junge, der den kleinen James Cole spielt, sind sehr gut getroffen und geben überzeugende Vergangenheitsversionen der bereits bekannten Charaktere ab.

Als Nächstes steht das erste Staffelfinale von 12 Monkeys an und es sind noch sehr viele Fragen offen. Wer sind die blassen Angreifer im Jahr 2043? Wer ist die mysteriöse Frau? Coles Mutter? Mrs. Goines? Was hat es mit den roten Blättern auf sich? Wie wird die Armee der 12 Äffchen den Virusausbruch hervorrufen? Wer ist der offensichtlich durch die Zeit gereiste Torso, der den Ursprung des Virus ausmacht? Wer ist der Exmann von Dr. Jones? Was genau will die verschwörerische Geheimorganisation?

Vermutlich wird es nicht auf all diese Fragen Antworten geben. Wollen wir nur hoffen, dass die Story im Finale nicht wieder in uninteressantere Konflikte mit den agitativen Zukunftsbewohnern um Deacon und Co abdriftet.

Verfasser: Mario Giglio am Samstag, 4. April 2015
Episode
Staffel 1, Episode 12
(12 Monkeys 1x12)
Deutscher Titel der Episode
Das Paradoxon
Titel der Episode im Original
Paradox
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Freitag, 3. April 2015 (Syfy)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Mittwoch, 15. Juni 2016
Regisseur
Dennie Gordon

Schauspieler in der Episode 12 Monkeys 1x12

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