12 Monkeys 1x13

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Begleitet von dem Song „These Arms of Mine“ von Otis Redding startet das Staffelfinale von 12 Monkeys mit dem selben Monolog von Cole (Aaron Stanford), der zu Beginn der ersten Episode der Serie zu hören war. Dabei wird uns kurz gezeigt, wo sich die Charaktere derzeit befinden und wie deren Verfassung ist. Cassandra (Amanda Schull) und Cole scheinen sich näherzukommen, Jones (Barbara Sukowa) denkt an ihre Tochter und ist weniger zuversichtlich, was den Erfolg ihres Projekts angeht, Ramse (Kirk Acevedo) überdenkt den nächsten Schritt im Plan der Geheimorganisation und Jennifer (Emily Hampshire) hatte wohl wieder eine Kanne Crazy zum Frühstück.
Nach dem Vorspann geht es mit einer Szene weiter, die Cole abermals in kein besonders sympathisches Licht rückt. Er hat Aaron (Noah Bean) ausfindig gemacht und befragt ihn zur geheimnisvollen Gruppe, an die er ihn verraten hatte. Dabei bekommt der arme Kerl an einen Stuhl gefesselt die Jack-Bauer-Behandlung verpasst und wird gefoltert, während Cassandra zusieht. Kurze Zeit später kann er entkommen, wird jedoch auf sehr ungeschickte Weise aus der Geschichte herausgeschrieben. Natürlich sehen wir seine Leiche nicht und es kann sein, dass er noch einmal auftaucht, aber erst einmal sollen wir davon ausgehen, dass er im Feuer zu Tode kam.
Im Jahr 2043 wundert sich Dr. Jones noch immer über die in der Zeitmaschine auftauchenden roten Blätter, während draußen bereits Deacon (Todd Stashwick) und die bisher unbekannte Gruppe blasser Kapuzenträger ihren Angriff vorbereiten. Sie lassen eine LKW-Ladung Fledermäuse auf das Zeitreisehauptquartier los, die nicht anders können, als sich auf die Maschine zuzubewegen, dabei das Ablüftungssystem verstopfen und somit den Kern lahmlegen.

2015 machen wir erstmals die Bekanntschaft von Dr. Jones' Exmann - ebenfalls Dr. Jones - der in Form des gern gesehenen Kanadiers Peter Outerbridge daherkommt. Er arbeitet im Raritan National Laboratory am Project: Splinter und ist derjenige, der die Blätter als Testobjekte durch die Zeit schickt. Ehe er die Chance bekommt, die Zeitmaschine an einem Menschen auszuprobieren, kommt schließlich der Investor auf einen Besuch vorbei und übernimmt das Gerät. Dabei handelt es sich um Ramse, der nach wie vor die Existenz seines Sohnes in der Zukunft gewährleisten will und deshalb die undurchsichtigen Pläne der Geheimorganisation unterstützt.
Cole und Cassandra, die sehr schnell über den Tod ihres Freundes Aaron hinweggekommen ist, machen in der Zwischenzeit Jennifer Goines ausfindig, die mir nun doch langsam ans Herz wächst und hier eine der witzigsten Szenen der gesamten Serie bekommt. Während der Investorenversammlung der Firma Markridge, deren Geschäftsführung sie übernommen hat, zollt sie zunächst ihrem Vater Tribut, der furchtbar schlecht und mit stets dem selben Foto in verschiedene Szene gephotoshoppt wurde. Danach verkündet sie die neue Ausrichtung des Unternehmens, welche Tierschutz und Artenzurückgewinnung lautet. „This year the dodo, next year the unicorn!“
Von der neuen Markridge-Chefin erfahren Cole und eine mittlerweile sehr resolute Cassandra zum einen, das dies nur Show war, um die Investoren zu schocken. In Wahrheit hat sie ganz andere Pläne mit dem Unternehmen, wie wir noch sehen werden. Zum anderen machen die beiden über sie Ramse und die frühe Version der Zeitmaschine ausfindig. Während der Konfrontation, bei der Ramse versichert, nicht der Zeuge zu sein, ist es allerdings Cassandra, die ihn erschießt und nicht Cole. Sie selbst wird daraufhin von einem der Handlanger angeschossen. Ramse übergibt Cole mit letzter Kraft die Zeitreiseinjektion, die er Cassandra verabreicht, um sie zu Jones ins Jahr 2043 zu schicken. Auch Cole hat im letzten Moment einen Sinneswandel und rettet seinen alten Freund, obwohl die Geschichte eigentlich dessen Tod an jenem Ort vorgesehen hat.
Cassandra kommt in jenem Moment in der Zukunft an, als Jones die Zeitmaschine an die Eindringlinge übergibt. Sie hatte Sprengstoff platziert, um wenigstens das Leben ihrer Mitarbeiter auszuhandeln. Doch wer sind die Blassgesichter? Wie durch eine Szene mit der geheimnisvollen Frau (Alisen Down) aus der verschwörerischen Gruppe angedeutet wird, handelt es sich bei diesen Personen um Die Zwölf. Ein speziell für einen Zweck aufgezogenes Dutzend, das im Jahr 2015 noch aus Babys besteht.
In jenem Jahr begibt sich Jennifer schließlich mit einem Jet auf Weltreise. Sie wird zwölf Städte besuchen und hat zwölf Koffer mit spezieller Ladung der Firma Markridge im Gepäck.
Fazit
Wie spätestens nach Bestellung der zweiten Staffel zu erwarten war, rundet das erste Staffelfinale von 12 Monkeys die Story nicht ab, sondern fügt noch ein paar neue Elemente hinzu und lässt uns etwas hängen, was gewisse Handlungsstränge angeht. So wird erneut die Frage nach dem Zeugen aufgeworfen, bei dem es sich wohl doch nicht um Ramse handelt und wir erfahren, dass die Future-Goths eine von der Geheimorganisation herangezogene Sondereinheit sind, deren Aufgabe jedoch nicht klar wird. Cliffhanger sind natürlich clever platziert im Finale, aber ein paar Auflösungen hätte ich mir schon gewünscht, um ein bisschen Befriedigung und Belohnung für das Durchschauen der ersten Staffel zu bekommen.

Der Showdown zwischen Cole und Ramse fiel ebenfalls etwas enttäuschend aus. Ramse hatte sich mit seinem Schicksal und seiner Rolle in der Geschichte bereits abgefunden und die Sache einfach ablaufen lassen. Wenigstens hat man ihn nicht sterben lassen, wenn wir schon Aaron verlieren mussten, der für mich ebenfalls ein interessanter Charakter als Protagonist Cole ist beziehungsweise war. Das liegt nach wie vor zum einen daran, dass ich Aaron Stanford die Badass-Rolle nicht abkaufe und zum anderen, dass der Hardliner aus der Zukunft einfach langweilig geschrieben ist.
Negativkritik beiseite, 12 Monkeys hat sich in der zweiten Hälfte der ersten Staffel viel besser entwickelt, als es die meisten wohl nach den ersten beiden Episoden vermutet hätten und das Staffelfinale Arms of Mine weiß, das Interesse für eine Fortführung der Geschichte zu schüren. Zum Glück hat man sich nicht zu lang mit dem Angriff der Scavangers aufgehalten, sondern viele Charaktermomente untergebracht. Mit Cassandra in der Zukunft, Cole und Ramse in der Gegenwart sowie der noch immer mysteriösen Geheimorganisation und Wild-Card Jennifer Goines (der ich als Figur endlich etwas abgewinnen kann - lang genug hat es gedauert) bleiben in der Zukunft genügend interessante Anknüpfungspunkte für weitere Episoden.
Verfasser: Mario Giglio am Samstag, 11. April 2015(12 Monkeys 1x13)
Schauspieler in der Episode 12 Monkeys 1x13
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?