White Collar 5x07

Der Dutchman, der Codex, der Tod des Agenten, Peters Beförderung, Neals Freiheitsdrang und noch so einiges mehr. Die fünfte Staffel der Serie White Collar hat so einige Handlungsstränge angefangen und manchmal - so in der Episode Quantico Closure - geht dabei einiges durcheinander und die einzelnen Teile fühlen sich dann nur noch halbherzig umgesetzt an.
Die Ex
Doch in erster Linie wird in dieser White Collar-Episode eine Figur ins Spiel geworfen, die man hoffte niemals zu treffen: Die Dame, die einen Keil zwischen Elizabeth (Tiffani Thiessen) und Peter (Tim DeKay) treiben könnte, nur einen kleinen, aber immerhin. Es ist Peters Ex-Freundin Jill (Kim Dickens, Deadwood, Treme, Sons of Anarchy), die all das hat, was der generell schon traumhaften Ehefrau Elizabeth fehlen könnte: Sie versteht Peters Beruf und seine Anforderungen.
Mit dieser Idee fängt in der Episode Quantico Closure das Klischeemassaker an: Die selbstbewusste Exfreundin, mit der der Mann mal wieder richtig reden kann sowie die Ehefrau, die sich von einem kauzigen Freund in eine Beschattungsaktion quatschen lässt. Aus Versehen sieht sie dann einen verräterischen Moment in dem Mann und Ex sich nah kommen. Doch die Sache liegt natürlich ganz anders als sie zwischenzeitlich interpretiert wird, Peter würde ja nie... Die Sache gipfelt darin, dass Elizabeth eine streng geheime und höchst gefährliche Undercover-Aktion durch laienhaftes Eingreifen gefährdet. Aber es ist ja nur gut gemeint und darum geht auch alles gut aus, was dazu führt, dass alle Guten glücklich nach Hause gehen können.
Ist die Unterhaltung zwischen Neal (Matt Bomer) und Jones (Sharif Atkins) über alte Krimiserien als Vorbild ein Hinweis darauf, dass die White Collar-Macher sich für diese Episode einfach alle Klischees zusammengesucht haben, die sie finden konnten?
Vieles, was die Figuren in dieser Episode tun, fühlt sich außerhalb des Charakters an, insbesondere bei Elizabeth ist das der Fall. White Collar ist auch generell keine ausgesprochen realitätsnahe Serie, aber die Autoren haben immer einen guten Weg gefunden der Klischeefalle zu entkommen. Leider nicht in der Episode Quantico Closure.
Mord und Rätsel
Auf der anderen Seite der Geschichte stehen das Rätsel um den Codex, verbunden mit der Story um den Dutchman und Neals Freiheitsdrang. Zudem der Mord an Agent Siegel, der eventuell ebenfalls mit dem Dutchman vage verbunden ist, oder auch nicht. Der Codex und Siegels Tod sind die größeren Storys im Moment. Gerade darum ist es schade, dass sie nur halbherzig verfolgt werden.
Siegels Tod ist, wie immer wieder erwähnt wird, eine große Sache für das ganze Büro, ein Einschnitt. Doch abgesehen von der ständigen Beteuerung ist davon nicht viel zu spüren. In der Episode Quantico Closure finden Jones und Neal Siegels FBI-Marke. Bedeutet das, dass die White Collar-Abteilung doch im Mord an ihrem Kollegen ermittelt und falls ja, wieso sehen wir davon so gut wie nie etwas?
Auf der anderen Seite steht der Plot um den Codex. Rebecca (Bridget Regan) lässt sich überraschenderweise doch darauf ein, weiter mit Neal an der Enträtselung zu arbeiten. Dass das zu einer Affäre führen würde, ist klar. Enttäuschender ist jedoch die Verblüffung, die die beiden an den Tag legen als sie erkennen, dass die Seiten, auf denen Teile eines Kreises gezeichnet sind, zu einem Puzzle mit komplettem Kreis zusammengelegt werden müssen. Sollen wir wirklich glauben, dass Neal und Mozzie (Willie Garson) wochenlang über diesen Seiten brüten und ausgerechnet darauf nicht kommen?
Fazit
Die Episode Quantico Closure bringt zwar einen netten Besuch von Kim Dickens, aber sowohl der Fall der Woche als auch die Storys um Codex und Agentenmord sind derart klischeeüberladen, dass nur der leichte Ton und die gelegentlichen, kleinen Gags diese White Collar-Episode retten können.
Verfasser: Serienjunkies.de am Samstag, 7. Dezember 2013White Collar 5x07 Trailer
(White Collar 5x07)
Schauspieler in der Episode White Collar 5x07
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?