What If...? 1x06

© zenenfoto aus der Episode What If... Killmonger Rescued Tony Stark? der Serie What If...? (c) Marvel Studios/Disney+
Die sechste Folge der Serie What If...? fühlt sich erneut wie ein Test für eine Figurenrückkehr im echten Marvel Cinematic Universe an. Diesmal geht es zurück in die Welt von „Black Panther“, denn das Motto lautet Was wäre, wenn Killmonger Tony Stark gerettet hätte?. Nach dem tragischen Ableben von Chadwick Boseman ist nämlich weiterhin noch nicht geklärt, wer den Mantel des Beschützers von Wakanda übernimmt. Hier könnte es Shuri (diesmal Ozioma Akagha, sonst Letitia Wright) sein, aber auch Erik Killmonger (Michael B. Jordan), der im ersten Teil verstorben war und nun in dieser Folge eine große Rolle einnimmt.
What If... Killmonger Rescued Tony Stark?

Denn er ist derjenige, der Tony Stark (diesmal Mick Wingart) in Afghanistan rettet und somit seine Entführung verhindert. Gleichzeitig kommt somit nie seine Heldenseite zum Vorschein. Stattdessen entlarvt er Obediah Stane (diesmal Kiff Vandenheuvel) als Auftraggeber des Anschlags, so dass diese Bedrohung für Stark eliminiert ist. Zusammen arbeiten Erik und Tony fortan an einigen neuen Projekten, darunter Eriks Idee namens Liberator, der konventionelle Soldaten ersetzen soll und vom Design an Gundams erinnert, weil Killmonger Anime-Fan ist (siehe auch seine Weste, die an Vegata aus „Dragonball Z“ erinnert). Ich hatte kurz die Idee, dass der Liberator, der auch durch Jarvis (Paul Bettany) unterstützt wird, zu Ultron werden könnte, doch so weit gehen die Macher dann doch nicht. Stattdessen wird viel getestet und gespaßt. Im Endeffekt soll Vibranium als Energiequelle dafür sorgen, dass die Bots rund laufen, dafür bringt Erik seine Kette ins Spiel und auch Ulysses Klaue (Andy Serkis).
Happy (Jon Favreau) und auch Pepper (diesmal Beth Hoyt) trauen dem Bündnis nicht, so dass Pepper Rhodey (Don Cheadle) befragt, der in dessen Militärvergangenheit eintaucht. Rhodey sorgt später für den offiziellen Kontakt mit Klaue, damit kein internationaler Vorfall erzeugt wird. Dabei zeigt sich der Black Panther (Chadwick Boseman), der den Vibranium-Deal verhindern will. Doch der kaltblütige Killmonger mit Stark-Tech zeigt keine Gnade und bringt in kurzer Zeit nicht nur T'Challa, sondern auch Rhodey um. Das soll nicht das einzige Opfer sein, das er später auf seiner Haut verewigt. Via Jarvis erfährt Tony, was wirklich vorgefallen ist und ergreift Gegenwehr mit den fertigen Bots, doch dieser Tony ist nur bedingt ein Kämpfer, während Erik durch und durch als Krieger mit Tötungsabsichten daherkommt. Zudem ist dieser Tony aber weiterhin sehr arrogant und ungeschützt. Schon, als Killmonger auf den Liberator schießt, dachte ich mir, dass er die Waffe auch einfach auf Stark richten könnte. Doch stattdessen geht er einen kleinen Umweg mit einem Speer. Dort endet also die Zusammenarbeit der zwei Waisen, aber noch lange nicht Eriks Reise zu seinem immerwährenden Ziel. Thunderbolts Ross berichtet in Amerika, dass der Speicher von Jarvis gelöscht wurde und nur Pepper glaubt so richtig daran, dass die Morde keine Zufälle sein können...
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Yibambe! - Wakanda Forever

Klaue ist derjenige, mit dem Killmonger insgeheim gemeinsame Sache macht und der ihm dann auch den Weg nach Wakanda zeigt, was auch sein eigentliches Ziel ist. Killmonger bleibt Opportunist und bringt den Waffenhändler um, damit er ihn als Gastgeschenk in Wakanda abliefern kann. Dort wird er diesmal deutlich offener empfangen als bei seinem anderen Ansatz im Film „Black Panther“. Allerdings scheint diesmal dort auch keiner so recht zu ahnen, was seine wahren Taten und Absichten sind. Mit einer ganzen Mech-Armee tritt er die Reise nach Wakanda an und setzt seinen findigen Plan in die Tat um.
T'Chaka (John Kani) offenbart, dass er Eriks Existenz verschwiegen hat und wird an seinen Bruder erinnert, dessen Augen Erik haben soll. Die Einzige, die ansatzweise misstrauisch über Eriks Erscheinen ist, ist Shuri, die übrigens exorbitant klein aussieht. Soll das ihr noch junges Alter verdeutlichen? Ich bin mir nicht ganz sicher... Killmonger lässt seine Verwandten in dem Glauben, dass die USA eine Invasion auf Wakanda planen und dass Tony Stark daran Schuld trägt. Königin Ramonda (Angela Bassett) ist in dieser Version übrigens General statt Okoye (Danai Gurira) und so stimmt man sich schnell auf die Verteidigung des Landes ein. Denn mit seinen Lügen kann Erik punkten. General Ross ist überrascht, dass die Drohnen aktiviert werden, aber sicherlich auch dankbar, weil ihm so die Existenz von Wakanda bestätigt wird. Killmonger führt die königliche Familie mit einer Fernbedienung hinters Licht und aktiviert die kurzzeitig deaktivierten Roboter-Krieger, um in den Familienkreis aufgenommen zu werden und seinen Wert zu beweisen. Beispielsweise, indem er Okoye rettet.
Black Panther Again?!?
Schön ist, dass die Macher wieder allerhand Score-Elemente aus „Black Panther“ einstreuen können, so dass man sich direkt wieder nach Ryan Cooglers Wakanda versetzt fühlt. Die Story an sich ist diesmal wieder etwas bodenständiger als zuletzt, als Magie und Zombies an der Tagesordnung waren, und auch sonst hangelt man sich in einer Mischung aus „Iron Man“ und „Black Panther“ mit Killmonger im Zentrum an vertrauten, aber leicht veränderten Rahmenhandlungen entlang. Da ich sowohl Killmonger als auch Michael B. Jordan jedoch sehr gerne sehe, hatte ich damit keinerlei große Probleme, aber vielleicht auch nicht ganz so viel chaotischen Spaß wie bei den Zombies.
Im Endeffekt erschleicht sich Erik so den Mantel des neuen Black Panthers - den er ja auch im Film bereits tragen konnte - und trifft im Panther-Paradies auf T'Challa, der als einer der wenigen ahnt, was für ein Spiel er eigentlich spielt. Nur kann er von dort wohl niemanden warnen. Immerhin gibt es Hoffnung durch das Team-up von Pepper und Shuri, die der Wahrheit auf der Spur sind und sie ans Licht bringen wollen.
Fazit
Wie schon im Fall des bösen Doctor Strange wirkt diese Folge wie ein Testballon für eine Rückkehr durch die Hintertür für Michael B. Jordan. Aber ob Kevin Feige so etwas tatsächlich beabsichtigt, muss sich zeigen. Noch wirkt What If...? stark nach einer Testwiese für Konzepte, die man als Zeichentrick umsetzen kann, aber im Kino eben nicht will, zumal der Bodycount hier oft auch einfach immens hoch ist. Nie würde man im Kino Tony Stark ständig so leichtfertig über den Jordan schicken. Wie bereits erwähnt mag ich Killmonger als Schurken sehr gerne und bedauere auch, dass man sich bei ihm voreilig fürs Umbringen entschieden hat, weil seine Motivation und Backstory zu den besten des MCU gehören und weil Jordan ein wahnsinnig guter Performer ist. Andererseits: Die „Black Panther“-Comics haben sicherlich noch viel mehr zu bieten, so dass man im Sequel auch neue Feinde oder Regenten zeigen könnte. Die Gerüchte in Richtung Namor oder Dr. Doom reißen sicherlich erst ab, wenn es Trailer gibt oder „Black Panther: Wakanda Forever“ tatsächlich im Kino gestartet ist. Bis dahin wird aber noch einige Zeit vergehen. Für mich eine ordentliche, aber keine perfekte oder herausragende Episode. Darum sehr solide vier Sterne.
Hier ein Sneak Peek zur Serie „What If...?“ in Richtung Midseason:
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Verfasser: Adam Arndt am Mittwoch, 15. September 2021What If...? 1x06 Trailer
(What If...? 1x06)
Schauspieler in der Episode What If...? 1x06
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei Episodenführern?