Warehouse 13 3x12

Episch. So kann man dieses zweiteilige Finale am besten beschreiben. Das SyFy-Drama steigerte sich mit der dritten Staffel und liefert nun mit Emily Lake und Stand den krönenden Abschluss einer gelungenen Staffel ab. Im Vergleich zur zweiten Staffel kann man durchaus sagen, dass die Serie "erwachsen" geworden ist und sich die Bezeichnung Drama verdient hat. Sehr gute Entscheidung der Autoren, ein zweistĂŒndiges Finale anzubieten, denn so konnten die Ereignisse ununterbrochen und in dramatischer Geschwindigkeit auf das Publikum niederprasseln!
NatĂŒrlich ist Warehouse 13 wie fast jede andere Serie nicht völlig frei von kleinen Mankos, wie hier zum Beispiel die Jane-Pete-Story oder Sykes Figur als Bösewicht, aber Warehouse 13-Fans dĂŒrfte das Finale durchaus zufrieden gestellt haben. Vor allem die Myka-Helena-Fans kommen auf ihre Kosten, denn als SchlĂŒssel zu Sykes Endgame ist Helena in beiden Episoden prĂ€sent. Sie nĂ€mlich ist es, was er will - obwohl es Helena (Jaime Murray) eigentlich gar nicht mehr gibt. Pete und Myka (Joanne Kelly) sehen sich mit einer Englisch-Lehrerin konfrontiert, die Emily Lake heiĂt, obwohl vor ihren Augen H.G. Wells steht. Nur kennt Emily weder die beiden Agenten noch eine Frau namens Helena. Hinter all dem stecken natĂŒrlich die Regents, die ihr einen Neuanfang verschafften, wĂ€hrend ihre Vergangenheit namens Helena fĂŒr immer zurĂŒckblieb: gefangen in der Januskopf-MĂŒnze.
Helena steckt voll gefĂ€hrlichen Wissens, das versteckt werden muss, aber Sykes macht sie ausfindig - vor allem dank seinem neuen Helfer Steve (Aaron Ashmore). Es scheint tatsĂ€chlich so, als hĂ€tte Steve endgĂŒltig die Seiten gewechselt. Von dem Zeitpunkt der Konfrontation zwischen Steve und dem Rest des Teams an reiht sich ein dramatischer Höhepunkt an den anderen. Zwei Szenen stechen dabei hervor: In der ersten soll Helena durch Petes Hand fĂŒr immer ausgelöscht werden und verabschiedet sich von allen; in der zweiten hat Pete (Eddie McClintock) Steve tot aufgefunden.
Wie Steve Claudia (Allison Scagliotti) erklĂ€rt - und Mrs. Frederick (CCH Pounder) Artie (Saul Rubinek) -, hat er die ganze Zeit undercover gearbeitet, und dafĂŒr bezahlt er jetzt mit seinem Leben. Dabei scheint alles umsonst gewesen zu sein: Offenbar kann Sykes seinen Plan zu Ende bringen. Kein Wunder, wenn er in Markus einen Untoten als rechte Hand hat! Mit Hilfe eines Artefakts hĂ€lt er Markus in diesem Zustand, obwohl der schon vor langer Zeit getötet wurde. Sykes will das Armband-Artefakt und kommt es sich persönlich holen. Ich selbst habe, wie ich zugeben muss, irgendwann den Ăberblick ĂŒber die eingesetzten Artefakte verloren - aber was soll's: Schlussendlich mĂŒssen sowohl Markus als auch Sykes angesichts der vereinten Warehouse-KrĂ€fte das Zeitliche segnen.
Ein Happy-End? Nicht wirklich, denn Sykes hat mit Hilfe seines Rollstuhls eine Bombe ins Warehouse gebracht, die nicht entschĂ€rft werden kann. Also opfert sich Helena und rettet Artie, Myka und Pete vor der Explosion. Klingt zwar pathetisch, wird aber von den Darstellern gut ĂŒber die BĂŒhne gebracht. Das Warehouse wird komplett zerstört, und mit ihm stirbt auch Mrs. Frederick. Aber nicht jeder, der tot ist, soll tot bleiben. Sekunden vor der Explosion erfahren wir, dass Claudia das Metronom zu benutzen plant, mit dem Markus zum Leben erweckt und am Leben erhalten wurde, um Steve zurĂŒckzuholen. Nun, wie man weiĂ, bedeuten solche Eingriffe tatsĂ€chlich tickende Zeitbomben. Vielleicht gibt es eine andere Möglichkeit, die schweren Verluste ungeschehen zu machen?
Artie hĂ€lt am Ende MacPhersons Uhr in seiner Hand, die er schon frĂŒher in der Episode holte. Mit diesem Cliffhanger kann die Zeit bis zur nĂ€chsten Staffel kaum schnell genug vergehen fĂŒr die Warehouse 13-Fans!
Verfasser: Vladislav Tinchev am Dienstag, 4. Oktober 2011(Warehouse 13 3x12)
Schauspieler in der Episode Warehouse 13 3x12
Was bedeutet eigentlich „TBA“ in der Anzeige bei EpisodenfĂŒhrern?