Warehouse 13 2x01

Warehouse 13 ist der lebende und blühende Beweis dafür, dass man manchen Serien einfach die nötige Zeit geben muss, um ihr Potential entwickeln zu können: Time Will Tell. Vielleicht sollte ich mir angewöhnen, diesen klugen Satz am Ende eines jeden Piloten-Reviews zu setzen. Was in vielen Piloten und manchmal sogar während mehrerer Episoden der ersten Staffel als unserer „Sehzeit“ nicht würdig erscheint, entwickelt sich dann zu einer sehr unterhaltenden und interessanten Angelegenheit. Zugegeben, es ist nicht immer so, aber im Fall von Warehouse 13 kann man nur den TV-Schaffenden gratulieren, wie sie ihre Serie Stück für Stück gestaltet haben.
Die Abenteuer der Secret-Service-Agenten (jetzt Warehouse-Agenten) Pete Lattimer (Eddie McClintock) und Myka Bering (Joanne Kelly) in Zusammenarbeit mit ihrem Vorgesetzten Artie (Saul Rubinek) wurden im Laufe der ersten Staffel immer spannender. Die Serie schaffte es, nicht nur aus Budgetgründen, eine Balance zwischen Gastdarstellern und neuen, wiederkehrenden Figuren zu halten. Was mir persönlich an Warehouse 13 sehr gefällt, ist das Timing bei der Einführung der Figuren und dem Beenden von Figurengeschichten. Zum Beispiel Claudia: sie wurde zu einem Zeitpunkt ins Team geholt, als das Beziehungsdreieck Artie-Pete-Myka überstrapaziert zu werden drohte. Claudias (Allison Scagliotti) Einführung sorgte dafür, Arties Figur auch von einem neuen und anderen Blickwinkel zu betrachten. Dazu kommt Roger Rees in der Rolle von Arties altem Freund und Feind MacPherson.
Man serialisierte damit die Handlung, lieferte Hintergrundinformationen über das Warehouse und wusste der Geschichte eine Art Ende zu setzen. Rechtzeitig! Denn in Time Will Tell stirbt MacPherson und diesmal ist es endgültig. Somit lassen sich die Autoren nicht nur mehr Raum für neue Geschichten, sondern sie liefern gleichzeitig einen Abschluss. Denn nach so vielen Wendungen, Täuschungen aber auch Enthüllungen kann man die Figur nicht bis ins Unendliche auf Lager halten. Apropos Lager: Im Warehouse befinden sich, wie wir wissen, nicht nur interessante und gefährliche Objekte, sondern auch Subjekte mit denselben Eigenschaften. Eins davon ist H.G. Wells. Ja, der Autor von Krieg der Welten. Entschuldigung, die Autorin! MacPherson ist nicht der einzige, der von Leena frei gelassen wurde, sondern auch Mrs. Wells (Jaime Murray, Dexter).
Während MacPherson glaubt, Wells für eigene Pläne zu benutzen (wonach auch immer er strebte), wird er in Wahrheit benutzt. Mrs. Wells, nachdem sie zuerst eine interessante Begegnung mit Pete und Myka in London hat, entwendet einen bestimmten Ring aus dem Warehouse. Das stellen Artie und Mrs. Frederic (CCH Pounder) am Ende fest, als sie einen Spaziergang durch den interessant konstruierten Tresorraum unternehmen. Hier sind die Effekte nicht so berauschend, aber die Idee vom Ganzen - als einem sich zusammenstellenden Puzzle aus Treppen - ist sehr schön. Genauso wie die immer intensiver werdende Beziehung zwischen Artie und Mrs. Frederic, was bei zwei Darstellern dieses Formats ein absoluter Zugewinn für die Serie ist.
Außerdem darf Leena (Genelle Williams) auch wieder Teil des Teams sein, denn sie half MacPherson auch nur ungewollt. Um das festzustellen, bedarf es handgreiflicher Entschlossenheit seitens Mrs. Frederic. Jaime Murray in der Rolle von Mrs. Wells ist eine Top-Besetzung und auf ihre Wiederkehr darf man sich im Laufe dieser Staffel freuen.
Außerdem kommt auf die Warehouse 13-Zuschauer eine Firefly-Reunion zu: Jewel Staite und Sean Maher befinden sich unter den Gaststars der nächsten Wochen, zusammen mit Paula Garces (The Shield), Nolan Gerard Funk (Aliens in America), Tia Carrere (als Agent Katie Logan - alte Flamme von Pete), Lindsay Wagner (The Bionic Woman) und David Anders (Alias, Heroes).
Verfasser: Vladislav Tinchev am Mittwoch, 7. Juli 2010(Warehouse 13 2x01)
Schauspieler in der Episode Warehouse 13 2x01
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