Warehouse 13 1x12

Warehouse 13 1x12

Man muss in der Eröffnungswoche der neuen Season aufpassen, laufende Serien nicht aus den Augen zu lassen. Vor allem solche, die gerade ihre erste Staffel beendet haben. Warehouse 13 lieferte ein spannendes Finale und, verteidigte mit der Entwicklung der letzten Episoden die Entscheidung, der Serie noch eine Staffel zu geben.

Warehouse 13 under Attack! / © 2009 SyFy // Universal Cable Productions
Warehouse 13 under Attack! / © 2009 SyFy // Universal Cable Productions

Als ich den Piloten und die ersten zwei-drei Episoden von Warehouse 13 sah, war ich zwar nicht enttäuscht, aber viel versprechend war alles auch nicht. Aus diesem Grund ließ ich für gewisse Zeit die Finger von Warehouse 13 und beschloss, die folgenden Episoden dann en bloc zu sehen, um wirklich einschätzen zu können, was die Serie dem Zuschauer bietet.

Nachdem die News über die tollen Ratings kamen und SyFy Warehouse 13 frühzeitig verlängerte, war es für mich soweit. Und es hat sich gelohnt, die komplette Staffel zu sehen. In den letzten Monaten vollbrachte Warehouse 13 eine bemerkenswerte Entwicklung. Die Serie machte exzellenten Gebrauch von bekannten SyFy-Gaststars (fast von der kompletten Eureka-Crew), schaffte eine „wasserdichte“ Hintergrundstory für die Figuren und einen episodenübegreifenden Erzählstrang um Arties alten Partner MacPherson (Roger Rees).

Die finale Episode der ersten Staffel, MacPherson, zeigt uns die komplette Warehouse-Crew, die intensiv daran arbeitet, MacPherson zu finden. Außerdem erfahren wir durch Flashbacks über den Kernkonflikt zwischen Artie und seinem damaligen Partner, was ich sehr gelungen fand.

Bei einem Brand entschied MacPherson, mit Hilfe eines Artefakts seine Frau zu retten und dafür das Leben von fünf Feuerwehrmännern zu opfern. Ja, im Kern steht die Grundeinstellung zum Thema Menschlichkeit: Einen Menschen zu opfern und mehrere zu retten? Warehouse 13 balanciert in diesem Schlusswort zur ersten Staffel sehr geschickt zwischen dem Beantworten von Fragen und dem Vorbereiten von neuem Zündstoff für die kommende Staffel. So ist es, wenn die Autoren früh genug erfahren, dass sie noch mindestens 13 Erzählstunden zur Verfügung bekommen.

Im Finale versucht MacPherson eine Auktion, die mehrere Artefakte beinhaltet, zu organisieren. Es stellen sich zunächst zwei Fragen: Wie kann er Artefakte haben, die eigentlich im Warehouse sein müssen? Und ist die Auktion eine Falle für die Warehouse-Crew?

Als Claudia (Allison Scagliotti) während ihrer Recherche ein Foto von MacPherson sieht, erkennt sie ihn: Joshuas Professor! Er hat ihr geholfen, sich in das Warehouse-System einzuhaken. Interessanterweise bleibt Leena (Genelle Williams) gleichgültig, während Claudia in Schock ist. Mrs. Frederic (CCH Pounder) und Leena konfrontieren Claudia mit der Tatsache, dass unter ihrem Log-In die Artefakte entwendet wurden. Sie verneint das und rennt davon.

Letzten Endes schaffen es Artie, Myka und Pete MacPherson gefangen zu nehmen (trotz seines Formwandlerrings - die Shapeshifter-Thematik ist heutzutage in!) und er wird in den „Bronze Sector“ gebracht und „eingefroren“ (wie der Prozess noch mal funktioniert, kann ich nicht sagen). Und dann befreit ihn jemand! Claudia! Ja! Nein! Wir erinnern uns an Formwandlerring! Es ist Leena! Nachdem sie die ganze Staffel nicht wirklich was zu tun und ebenso wenig Hintergrund bekam, erhielt sie am Ende die „Überraschungsei“-Funktion. Na ja, alles etwas weit her geholt, aber viele Castmitglieder hat man ja bei Warehouse 13 nicht, um solche Wendungen zu starten.

Also MacPherson flieht, startet einen Lockdown, Artie versucht es zu verhindern, dass sein Ex-Kollege das Gebäude verlässt und wird in die Luft gejagt. Ich bin gespannt auf die Erklärung, warum er diese alles vernichtende Explosion überlebt.

Nichtsdestotrotz waren die Szenen mit Rees und Saul Rubinek sehr gut gelungen und hervorragend gespielt. Eddie McClintock und Joanne Kelly als Pete und Myka, die einen ziemlich schweren Start hatten, machten nach und nach Fortschritte und verwandelten sich von langweiligen in Interesse erweckenden Figuren. Und hoffentlich wird die Besetzung der Serie für die neue Staffel erweitert: Warehouse 13 braucht eindeutig noch mehr Nebenfiguren.

Alles in Allem, ist es gut, dass auf uns im nächsten Sommer die zweite Staffel zukommt. Nicht nur um uns vor dem Sommer-Reality-Mist zu retten, sondern weil ich jetzt mit Sicherheit sagen kann: Die Serie hat Potential. Obwohl Warehouse 13 in der ersten Staffel die Kurve irgendwie kriegte, ist es noch lange nicht so weit, dass sie aus dem Mittelmaß heraus sticht. Aber anders gesehen, muss das auch nicht sein - denn Spaß macht das Zuschauen sowieso.

Verfasser: Vladislav Tinchev am Mittwoch, 23. September 2009
Episode
Staffel 1, Episode 12
(Warehouse 13 1x12)
Deutscher Titel der Episode
Ein Ende mit Schrecken
Titel der Episode im Original
MacPherson
Erstausstrahlung der Episode in den USA
Dienstag, 22. September 2009 (Syfy)
Erstausstrahlung der Episode in Deutschland
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Autor
Jack Kenny
Regisseur
Stephen Surjik

Schauspieler in der Episode Warehouse 13 1x12

Darsteller
Rolle
Eddie McClintock
Saul Rubinek
Genelle Williams

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