Walker 1x05

© ared Padalecki als Cordell Walker (c) The CW
Duke
In Duke rückt die zehnmonatige Undercover-Mission in den Fokus, denn August (Kale Culley) hat letzte Woche mit der Nachricht an Twyla (Karissa Lee Staples) schlafende Hunde geweckt. Cordell (Jared Padalecki) ist nun gezwungen, sich als Duke Culpepper erneut ins Geschehen zu begeben, was er eigentlich für abgeschlossen hielt.
Natürlich, ohne seine Vorgesetzten darüber zu informieren, was bei Captain James (Coby Bell) und der FBI Agentin Tessa Graves (Blythe Howard), welche Twylas Telefon überwacht, direkt die Vermutung aufkommen lässt, Cordell könnte sich mit Twyla und einer Tasche vermissten Geldes absetzen.
Die Einblicke, die wir in den vergangenen Undercover-Job bekommen, lohnen sich und füllen gewissermaßen einige Lücken. Mich wundert allerdings, dass der Fall überhaupt als abgeschlossen galt, wenn Twyla und auch Jaxon (Clayton Froning) noch da draußen sind und die Beute des letzten Überfalls der Rodeo Kings ebenfalls vermisst wird.
Diese losen Enden und auch die Überwachung von Twyla durch das FBI deuten eher auf aktive Ermittlungen hin, weshalb sich öfter die Frage stellt, warum Cordell überhaupt seine Undercover-Mission an den Nagel hängen durfte.

Was das Familiengeschehen innerhalb der Walkers angeht, tritt dieses hier ein wenig in den Hintergrund. Während Abeline (Molly Hagan) und Bonham (Mitch Pileggi) komplett fehlen, ist Stella (Violet Brinson) hauptsächlich indirekt von Dukes Rückkehr betroffen, während August beinahe die Identität seines Vaters auffliegen lässt. Micki (Lindsey Morgan) wagt sich derweil in die Undercover-Front, um Cordell zu unterstützen und bei uns die Spannung zu steigern.
Rodeo Kings
Es gibt mehrere Rückblicke auf die vergangenen Geschehnisse, welche uns im Folgenverlauf näherbringen, was damals passiert ist und direkt mit der Handlung in der Gegenwart verknüpft werden. Offenbar verlief die geplante Festnahme der Rodeo Kings nicht so sauber, wie es vorgesehen war, wofür sich Liam (Keegan Allen) die Schuld gibt, der damals (und entgegen Walkers Vorschlag) darauf bestand, dass man die Bande auf frischer Tat ertappt. Dreh- und Angelpunkt in der Gegenwart bleibt derweil die Beute, welche nach wie vor vermisst wird sowie die Beziehung zwischen Duke und Twyla, welche Auggie erst dazu bewegt hat, die Nachricht zu schreiben.
Es gibt verschiedene Faktoren, die mich da eingangs mit der Stirn runzeln ließen. Beispielsweise, weshalb Walker seine Vorgesetzten nicht über seinen jüngsten Alleingang ins Bild setzt. Oder wenigstens Micki. Kommunikation scheint nach wie vor ein Manko zu sein, auch was August betrifft. Vielleicht hätte der tatsächlich die Füße stillgehalten, wenn er vorher erfahren hätte, mit welchen Leuten Cordell zu tun hat und hatte. Dazu hätte er gar nicht mal in Details gehen müssen (über die er vermutlich nicht reden darf), sondern Auggie nur verständlich machen, weshalb er sich jetzt der Vergangenheit stellen muss.
Der Verdacht der FBI Agentin, Walker könne sich mit dem Geld und Twyla absetzen, ist derweil von der anderen Seite sehr weit hergeholt. Schließlich wurde der Ranger uns als eine „Legende“ vorgestellt, da wirken solche Verdächtigungen ein bisschen fehl am Platze. Glücklicherweise hält Micki zu ihrem Partner und wirft sich ins Geschehen. Und sobald sie tatsächlich eingreift und Jaxons Waffe schnappt, fängt die Episode auch erst an, interessant und spannend zu werden. Zwar bleibt das Problem bestehen, dass Micki als Neue noch immer professioneller wirkt als unser Ranger, aber in Sachen Sympathie des Zuschauers bleibt sie auf der Gewinnerseite und für Walker eine sehr gute Partnerin.

Ich hätte übrigens gerne den geplanten Einbruch gesehen und eingangs auch, wie Cordell sich beim Aufnahmetest der Bande schlägt. Dennoch ist der Verlauf des Falls nicht schlecht und die brenzligen Situationen werden gut getroffen. Von mir aus darf es gerne mehr Fälle dieser Art geben, die im Vordergrund stehen und direkt wie indirekt Auswirkungen auf unsere Figuren haben.
Obendrein werden ein paar Lücken aus der Vergangenheit geschlossen, wir verstehen ein paar Figuren (wie Liam) besser als vorher und die Partnerschaft zwischen Micki und Cordell kommt ebenfalls voran.
Trey (Jeff Pierre) als neuer Co-Trainer von Stella macht einen guten Eindruck. Ihm fällt direkt auf, dass sie mit den Gedanken woanders ist und steht mit Rat und Tat zur Seite. Auch die Beziehung mit Micki verzeichnet diese Woche ein paar Fortschritte, womit Trey als Figur ebenfalls Punkte sammeln kann. Stella bleibt im Vergleich zu August ein wenig im Hintergrund, unter anderem auch, weil die Geschichte um Bels (Gabriela Flores) Eltern pausiert.
Dass Cordell aber nicht zu ihrem Spiel erscheint und Trey eingreifen darf, lässt vermuten, dass sich Mickis Lebenspartner demnächst verstärkt ins Familiengeschehen der Walkers einmischen wird. Mal schauen, was uns da bevorsteht.
August begeht einen schweren Fehler, als er zusammen mit Ruby (Madelyn Kientz) seinen Vater zur Rede stellen will. Ich kann zwar nachvollziehen, dass er Angst hat, Cordell könnte jetzt wieder untertauchen und auch die Neugierde auf die mysteriöse Frau aus dem Foto ist berechtigt. Aber ihm müsste halt auch klar sein, wie gefährlich die Arbeit seines Vaters ist.
Die Szene wirkt da gleichzeitig spannend wie nervend und wie oben weiter bereits angeführt, läuft es im Endeffekt auf mangelnde Kommunikation zwischen Vater und Sohn hinaus, dass August hier überhaupt erscheint. Cordell muss da noch deutlich an der Balance zwischen Beruf und Familie arbeiten. Nur gut, dass Duke am Ende Geschichte ist, was uns noch einen versöhnlichen Moment mit den Kindern beschert.

August und Stella
Sonstiges
Der Fall Emily (Genevieve Padalecki) wird gegen Episodenende erneut von Liam ins Spiel gebracht, der gegenüber James meint, dass es dort Unstimmigkeiten gibt. Unstimmigkeiten, die mit Aufnahmen zusammenzuhängen scheinen, die sich beide angesehen haben. Mehr erfahren wir nicht, aber diese kleinen Szenen jede Woche bestärken den Verdacht, dass es früher oder später eine Folge geben wird, die sich mit den genaueren Umständen von Emilys Tod befasst.
Fazit
Anfängliches Stirnrunzeln verflüchtigt sich im Verlauf der Episode, schmälert aber trotzdem ein wenig den an sich positiven Eindruck, den Duke hinterlässt. Micki sticht dabei als gute Partnerin hervor, während August stellenweise und nur bedingt nachvollziehbar zum nervenden Kind wird. Von mir gibt es diese Woche 3,5 von 5 Sternen. Und von euch?
Trailer zur nächsten Episode: Walker 1x06
Verfasser: Christian Schäfer am Samstag, 20. Februar 2021Walker 1x05 Trailer
(Walker 1x05)
Schauspieler in der Episode Walker 1x05
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