Vikings - Valhalla: Die Grönländer: Review der Pilotepisode

Vikings - Valhalla: Die Grönländer: Review der Pilotepisode

Der hinterhältige englische König Aethelred lässt die in seinem Land siedelnden Wikinger auf hinterlistige Weise ermorden. In Norwegen bereitet sich eine gewaltige Streitmacht von ihnen auf einen Rachefeldzug vor, allerdings schwelen schwerwiegende Konflikte unter ihnen.

Poster zur Serie Vikings: Valhalla (c) Netflix
Poster zur Serie Vikings: Valhalla (c) Netflix
© oster zur Serie Vikings: Valhalla (c) Netflix

Rund 100 Jahre nach den Ereignissen in der Serie Vikings beschließt der die Überfremdung seines Landes befürchtende englische König Aethelred, die in der Siedlung Danelag lebenden Wikinger auszulöschen und setzt seinen Plan sogleich um. Im Anschluss an die feige Schandtat versammeln sich die Streitkräfte der Wikinger in Kattegat, um unter König Canute (Bradley Freegard, „Keeping Faith“) dafür blutige Rache an den bisherigen Verbündeten zu nehmen. Unter ihnen befinden sich auch der kurz vor dem Massaker aus England abgereiste Wikingerprinz Harald Sigurdsson (Leo Suter, „Victoria“) sowie der spätere Entdecker Leif Eriksson (Sam Corlett, „Chilling Adventures Of Sabrina“) und seine jüngere Schwester Freydis (Frida Gustavsson, „The Witcher“), die mit den Dämonen ihrer Vergangenheit zu kämpfen hat.

Als Haralds älterer Halbbruder Olaf (Johannes Haukur Johannesson, „The Last Kingdom“) ebenfalls nach Kattegat kommt, entbrennt ein heftiger Konflikt unter den Wikingern: Olaf ist zum Christentum konvertiert und prangert seine Landsleute und Mitstreiter als Heiden an, was zu schwerwiegenden Zerwürfnissen in der ohnehin schon brisanten Situation führt. Insbesondere Freydis hat mit Olaf noch eine alte Rechnung offen. In der Festung von Jarl Haakon (Caroline Henderson, vorwiegend bekannt als Jazzsängerin), von wo aus die lange Fahrt nach England starten soll, eskaliert die Situation zwischen Christen und Heiden - und zwischen Freydis und ihrem einstigen Peiniger.

Eine neue Saga

Nach dem riesigen Erfolg der aus sechs Staffeln bestehenden Serie Vikings, in der es um die teils auf historischen Tatsachen basierenden, teils fiktiven Abenteuer des späteren Wikingerkönigs Ragnar Lothbrok ging, stand schon vor deren Einstellung im Jahr 2019 fest, dass es ein „Spin-off“ geben würde. Nun ist es so weit und mit Vikings: Valhalla startet dieses am heutigen 25. Februar bei Netflix. Im Gegensatz zur zwar von Netflix verwerteten, jedoch vom amerikanischen „History Channel“ hergestellten Haupt- beziehungsweise Vorgängerserie ist sie diesmal auch von dem Streamingdienst produziert.

Wie nicht anders zu erwarten, erzählt die Nachfolgeserie eine neue Geschichte aus der Welt der Wikinger, die rund 100 Jahre nach den Geschehnissen in Vikings angesiedelt ist. Als Showrunner engagierte man Jeb Stuart (Drehbuch-Autor von Actionfilmklassikern wie „Stirb Langsam“ und „Auf der Flucht“) sowie Michael Hirst, der bereits für Vikings verantwortlich zeichnete. Da es sich bei Vikings: Valhalla um eine internationale Produktion handelt, stammen die Darsteller aus vielen Teilen der Welt. Drehte sich ein Großteil der Handlung der Vorgängerserie um Ragnar Lothbrok, geht es hier um den späteren Entdecker Leif Eriksson, der um das Jahr 1000 herum als erster Europäer das amerikanische Festland betrat.

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Neue Gesichter

Zwar kommt in der Pilotfolge zu Vikings: Valhalla auch schwertklirrende Action zum Zuge, doch stehen hier in erster Linie die Vorstellungen eines Großteils der neuen Hauptfiguren im Vordergrund. Aus diesem Grund lässt man sich zunächst die hierfür nötige Zeit, was jedoch nicht bedeutet, dass die Handlung wie bei vielen anderen Serienpiloten auf der Stelle tritt: Der Zuschauer lernt die beiden neuen männlichen Helden Harald Sigurdsson und Leif Eriksson näher kennen sowie Haralds im wahrsten Sinne des Wortes scheinheiligen Halbbruder Olaf, der sich einst den mörderischen Hass von Leifs jüngerer Schwester Freydis zugezogen hat.

Andere Charaktere, die in dem neuen Wikinger-Epos eine Rolle spielen werden wie Königin Aelfgifu (gespielt von Pollyanna McIntosh, Serienfans bekannt als undurchsichtige Jadis in The Walking Dead) oder die Normannenkönigin Emma (verkörpert vom deutschen Model Laura Berlin) werden erst im späteren Verlauf der Handlung der acht Folgen der ersten Staffel auftreten (insgesamt sind bislang 24 Episoden aufgeteilt in drei Staffeln geplant).

Konflikte

Zu einem Kernthema könnte der bereits in der Pilotfolge thematisierte und schon sehr bald bei weitem nicht mehr nur unterschwellig glimmende Konflikt zwischen dem aufkommenden Christentum und der auf der nordischen Mythologie basierenden Religion der Wikinger werden. Ebenfalls wird man mit ziemlicher Sicherheit den Beginn des Werdegangs von Leif Eriksson zu seinem späteren Status als Entdecker miterleben können.

Spannung im hohen Norden

Die Pilotfolge macht ohne jeden Zweifel auch Zuschauer neugierig auf Vikings: Valhalla, die die Haupt- beziehungsweise Vorgängerserie entweder gar nicht oder nur sporadisch gesehen haben (in heutigen Streaming-Zeiten ist dergleichen kein Problem mehr, da sich verpasste Serien im Nullkommanichts nachholen lassen). Das offene Ende der Pilotfolge (der man ihren beträchtlichen Produktionsaufwand in so gut wie jeder Szene mühelos ansehen kann) macht zudem gespannt auf die weiteren Episoden, wobei neben dem bereits genannten Konflikt zwischen den Wikingerchristen und den Heiden auch das Schicksal der jungen Freydis im Vordergrund stehen dürfte. Angesichts derartiger Voraussetzungen stehen die Chancen gut, dass Vikings: Valhalla sowohl in Sachen Qualität als auch Erfolg an den vielgerühmten Vorgänger heranzureichen vermag. Ansonsten ein klarer Fall für den Rezensenten: Vier von fünf gehörnten Wikingerhelmen (die diese bekanntermaßen weder in der Wirklichkeit noch in der Serie jemals tatsächlich trugen).

Vikings: Valhalla - Serientrailer

Hier abschließend noch der aktuelle Trailer zur neuen Serie „Vikings: Valhalla“:

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