Trapped Staffel 3
Trapped Staffel 3 Episodenguide
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Das passiert
Zwei Jahre nach den folgenschweren Ereignissen der zweiten Staffel von Trapped („Gefangen in Island“) ermitteln Kommissar Andri (Olafur Darri Olafsson, Polizeichefin Hinrika (Ilmur Kristjansdottir und Ermittlungsleiter Trausti (Björn Hlynur Haraldsson erneut in Seydisfjordur in einem mysteriösen Mordfall.
Als im Keller einer heidnischen Sekte Ivar gefunden wird, der einige Jahre zuvor im Verdacht stand, seine Freundin getötet zu haben, reißen bei Andri alte Wunden wieder auf. Schnell gerät Gunnar (Haraldur Ari Stefansson), sein ehemaliger Freund und Mitglied der Rocker-Gang Horns in Verdacht. Denn der Präsident der Bande, Hopper (Thomas Bo Larsen, führt einen Krieg gegen die Glaubensgemeinschaft, um an deren Land zu kommen und plant einen großen Drogendeal. Was hatte Ivar mit den Plänen zu tun und warum musste er sterben?
Verstecktes Krimi-Event
Es ist schade, dass eine Serie wie „Trapped“ einen derart schlechten Sendeplatz auf ZDFneo erhält, anstatt auf einem der großen Streamingdienste zu laufen. Das ist umso mehr bedauerlich, weil Netflix an der Produktion beteiligt war. „Trapped“ ist eine Nordic-Crime-Serie mit starken Figuren und einem stimmigen Drehbuch, das in den rauen Landschaften Islands bestens angesiedelt ist.
In der ZDF Mediathek oder beim Nischensender ZDFneo hat die Serie allerdings leider kaum eine Chance, ein wirklich großes Publikum zu erreichen. Verdient hätte sie es wiederum allemal. Die dritte Season der Serie „Trapped - Gefangen in Island“ greift auf vergangene Ereignisse zurück und vereint das ungleiche Ermittlerteam Andri, Hinrika und Trausti erneut. Der aktuelle Fall erweist sich indes beinahe als eine Nummer zu groß für die Polizisten. Zuerst wird Ivar ermordet, der als Mitgründer einer Sekte auf dem Land lebt. Ihr Anführer Oddur (Egill Olafsson) erweist sich im Verlauf der ersten der drei 90-minütigen Episoden ausgerechnet als Bruder des Rocker-Bosses Hopper, einem eiskalten Verbrecher, der Oddurs Sohn Gunnar benutzt, um einen riesigen Drogendeal vorzubereiten.
Glaubwürdig

Das Sympathische an der Serie ist, dass wir es hier weder mit unfehlbaren Supercops noch mit bis zur Unglaubwürdigkeit dysfunktionalisierten Personen zu tun haben. Andri ist ein kantiger, aber herzensguter Kerl, der die Neigung hat, Menschen, denen er etwas bedeutet vor den Kopf zu stoßen. Dennoch behandelt er alle Personen mit demselben Respekt und gelangt manchmal so an Informationen, an die sein Vorgesetzter Trausti nicht herankäme. Der ist wiederum ein guter und ehrgeiziger Ermittler, der sich aber nicht gerne die Butter vom Brot nehmen lässt, während Hinrika den Ruhepunkt des Trios darstellt. Die Figuren sind detailliert ausgearbeitet und harmonieren trotz ihrer Unterschiede hervorragend.
Klasse ist außerdem, dass die Ermittlungen nicht immer rund laufen. Als die Chefin des Drogendezernats Sonja (Svandis Dora Einarsdottir) auftaucht und die Ermittlungen übernimmt, weil sie seit zwei Jahren hinter Hopper her ist, scheren ihre isländischen Kollegen ein ums andere Mal in ihrem Übereifer aus. Damit torpedieren sie nicht nur Sonjas Fall, sondern scheitern auch folgenschwer, was dem Informanten Sverrir (Davío Guobrandsson) das Leben kostet. Derartige Wendungen machen die Geschichte über ihre gesamten 270 Minuten Laufzeit hinweg interessant und spannend.
Intelligente Crime-Kost
Überhaupt ist das Drehbuch sehr intelligent geschrieben. Großen Raum nimmt der Konflikt zwischen Gunnar, Hopper und Oddur ein, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Gunnar gerät zeitweise in Verdacht, der Mörder zu sein, erweist sich aber mit zunehmender Dauer als eigentlich gutmütiger Typ, der lediglich fehlgeleitet ist. Oddurs Rolle in der Thrillerserie bleibt lange Zeit unklar und erweist sich am Ende glücklicherweise weder als großer MacGuffin, noch als Twist. Damit bildet die Figur einen gelungenen Gegenpol zum Hauptantagonisten, der sich am Ende zwar als richtig fieser Typ, aber eben nicht als Mörder von Ivar erweist. Wer nun der Täter ist, soll an dieser Stelle aus Spoiler-Gründen nicht verraten werden, es sei jedoch vorweggenommen, dass die Geschichte dramatisch und düster endet.
Fazit
Bei Trapped III - Gefangen in Island passt alles zusammen. Die Atmosphäre ist so rau wie die Landschaft, die Hauptfiguren sind wohlüberlegt konstruiert, und die Nebenfiguren sorgen für den spannenden Unterbau. Wer warum welche Ziele verfolgt, bleibt lange im Unklaren. Immer wieder tauchen neue Verdächtige auf, die sich mal mehr, mal weniger schnell als unschuldig herausstellen und das Publikum dennoch mit ihren persönlichen Schicksalen in den Bann ziehen.
Vor allem die Jugendclique, der Ivar, aber auch Gunnar, der Spitzel Sverrir, dessen Geliebter Björgur und einige der Biker-Girls angehören, ist ein interessanter Figuren-Pool, deren Motivationen niemals vollkommen deutlich werden. Doch auch über Andri gibt es viel zu erfahren. So holt er seinen Stiefvater aus dem Knast ab, den er fünf Jahre zuvor selbst dorthin verfrachtete und besucht seine Mutter im Süden der Insel. Im Verbund mit dem Plot um die Rocker-Gang Horns, die am Ende mehr oder weniger zufällig in den Fall hineingezogen werden, aber alles andere als Unschuldslämmer sind, ergibt sich eine grandios erzählte Staffel, von denen sich Miniserien, wie aktuell beispielsweise Der Schwarm, eine große Scheibe in Sachen erzählerisches Können abschneiden dürfen.
Viereinhalb von fünf Skyrs.
«Trapped» Trailer
Trapped Staffel 3 Episodenguide
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