This Is Us 2x17

© éjà (Lyric Ross) in der Serie „This Is Us“ (c) NBC
In der Episode This Big, Amazing, Beautiful Life begleiten wir Déjà (Lyric Ross) im Schnelldurchlauf durch ihre Kindheit. Eine Zeit, in der sie zwischen einer unzuverlässigen Mutter und furchtbaren Pflegefamilien hin und her wanderte, nur unterbrochen von einigen frühen schönen Momenten mit ihrer erstaunlich jungen Urgroßmutter.
Die Vorgeschichte
Diese This Is Us-Episode ist die wenig überraschende Erklärung, wie Déjàs Leben außer Kontrolle geraten konnte. Es ist eine lange Reihe von generationsübergreifenden Enttäuschungen, die sich besonders in Shaunas (Joy Brunson) Leben niederschlägt. Noch vor der Einschulung übernimmt Déjà die Rolle der Verantwortlichen in der Wohnung. Der Tod ihrer Urgroßmutter ändert alles. Denn bis dahin war sie es, die sich um Shauna - selbst erst 16 Jahre alt, als sie Mutter wird - und Déjà kümmert. Dann stehen die beiden alleine da. Und kommen doch recht gut klar. Shauna, so attestiert ihre Oma dem Teenager im Wochenbett, ist wie ihre eigene Mutter zu sehr auf Männer fixiert - zu dem Zeitpunkt kann man das eigentlich nur Jungs nennen. Die This Is Us-Autoren lassen sich nicht auf die Küchenpsychologie ein, uns zu erklären, woher das Urproblem rührt und mit wem oder was es angefangen hat, sie zeigen uns lediglich die Auswirkungen, die das auf Déjàs Leben hatte. Und das ist auch alles, was wir wissen müssen. Wir sind dabei, als das Jugendamt in das Leben der beiden tritt. Wir wissen, dass es das Ende einer langen Reihe von Problemen ist, aber der Auslöser ist eine Verletzung, die sie sich zufügt, als sie sich Essen machen will.
Shauna ist nicht das Klischee einer drogenabhängigen Mutter, die beiden haben viele gute Zeiten miteinander. Die Wohnung ist aufgeräumt, Shauna denkt an die Rechnungen, wenn auch etwas zu spät, etwas, nachdem Déjà sich schon darum gekümmert hat. Was die erste Hälfte der Episode uns zeigt, ist, dass das Leben nicht so simpel ist, wie es scheint. Shauna war zu jung, als sie Mutter wurde und sie schafft es nicht, die volle Verantwortung zu übernehmen, auch wenn sie es gerne tun würde. Die Probleme entstehen immer dann, wenn sie ausgeht. Wenn sie dann ins Krankenhaus stürmt, riecht sie zwar nach Alkohol, aber sie macht nicht viel anders als andere Mittzwanziger in ihrer Freizeit. Mit dem Unterschied, dass sie ein Kind hat. Und das landet aufgrund der Unzuverlässigkeit ihrer Mutter immer wieder im Pflegesystem. Aus der Episode bei dem gewalttätigen Pflegevater erfahren wir, dass Déjà, vermutlich dank ihrer Urgroßmutter, noch nicht aus den Augen verloren hat, welche Art von Leben sie verdient hat. Anders als ihre Freundin rechnet sie die guten Seiten nicht gegen die schlechten, sondern weiß, dass Geschlagenwerden keine Option ist. Es ist eine andauernde Unbeständigkeit, die nach 25 Minuten in dem ersten Zusammentreffen mit den Pearsons mündet. Aus Déjàs Sicht ist die erste Unterkunft bei Randall (Sterling K. Brown) und Beth (Susan Kelechi Watson) nichts anderes als ein weiteres Hindernis, das bald in Vergessenheit geraten wird, wie die Unterkünfte zuvor auch.
Doch sie prallt auf die die geballten Hoffnungen und Träume eines der Big Three und das ist einfach ein Unterschied. Doch damit soll Beths Anteil nicht zurückgestellt werden, sie gewinnt das Vertrauen der Jugendlichen als Erste.
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Die letzte Tage
„Hier spricht Randall von RnB-Properties, bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich rufe zurück.“ Selbst, wenn er nur über seinen Anrufbeantworterspruch anwesend ist, ist Randall immer für einen Lacher gut. Doch das kann nicht über die Verzweiflung hinwegtäuschen, durch die wir an Déjàs Seite gehen. Ihre Mutter hat das Geld für die Miete und die Rechnungen ausgegeben, doch zum ersten Mal seit dem Tod ihrer Urgroßmutter hat der Teenager jemanden, an den sie sich wenden kann. Und das nicht nur, weil die beiden reich sind. Randall und Beth haben sich als die einzigen Menschen in ihrem Leben bewiesen, auf deren Wort sie sich verlassen kann. Besonders schmerzhaft wird das durch die reingeschnittenen Szenen aus dem Pearson-Alltag deutlich. Alle Familien durchleben die gleichen Meilensteine, Geburten, Tode, Erbstücke, Probleme, zum Beispiel mit Sucht.
Doch wie diese Meilensteine im Detail aussehen, ist so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während Rebecca (Mandy Moore) und Beth sich im Krankenhaus um ihre Babys reißen, will Shauna die kleine Déjà nicht auf den Arm nehmen. Das tut beim Zuschauen weh und zeichnet einen Weg vor, in dem eine Mutter nicht reif genug ist, um ihrem Kind zu geben, was es verdient hat. Am Ende landen die beiden im Pearson-Haus und Shauna setzt Beth gegenüber zu einer reumütigen Beichte an. Sie entscheidet sich dafür, Déjà zurückzulassen, oder besser gesagt, in einem besseren Leben zu lassen. Shauna hat ihre Tochter bei den Pearsons glücklich gesehen und das ist das Leben, das sie für sie haben möchte, auch wenn sie selbst nicht Teil davon sein kann. Und vielleicht sieht sie auch eine Möglichkeit, sich selbst erst einmal zu finden, während sie Déjà in guten Händen weiß.
Fazit
Im Zentrum von This Big, Amazing, Beautiful Life steht Déjà und das ist auch dringend nötig. Bei allen anderen Figuren sind die Erfahrungen, die wir mit ihnen gesammelt haben, einer der größten Bausteine für den Charakter, nur bei Déjà waren wir auf unsere Fantasie und jede Menge daraus resultierender Klischees angewiesen. Nach dieser This Is Us-Episode ist das endlich anders.
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Verfasser: am Mittwoch, 7. März 2018This Is Us 2x17 Trailer
(This Is Us 2x17)
Schauspieler in der Episode This Is Us 2x17
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