The White Lotus Staffel 1 Episodenguide: Alle Folgen im Überblick!

The White Lotus Staffel 1

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Manches kann einen bei The White Lotus erst mal abschrecken: Angefangen bei der seichten Serienprämisse (reiche weiße Menschen verbringen ihre Ferien auf Hawaii) über die hedonistisch überzogene Laufzeit von fast einer satten Stunde pro Folge - das muss eine Dramedy heutzutage erst mal rechtfertigen! - bis hin zum wenig charmant vorzubringenden Fakt, dass der Showrunner Mike White seit Enlightened im Jahr 2013 nichts Interessantes mehr im Fernsehen fabriziert hat. Doch dann schaut man den neuen Sechsteiler von HBO und spürt rasch, dass der Ersteindruck täuscht.

The White Lotus ist nämlich kein amerikanisches „Traumschiff“ mit platten Eskapaden, sondern eine messerscharfe Satire, die dort weitermacht, wo die emmyprämierte Senderschwester Succession angefangen hat. Nämlich bei der Sezierung der weißen Oberschicht, mit Mitteln der antiken griechischen Komödie. Mike White entwirft Figuren, die diese Gewinner der Gesellschaft (bzw. modernen Götter) übertrieben schlecht aussehen lassen. Die Serie legt nahe, dass sie die Wurzel allen Übels auf der Welt sind, zeichnet sie aber nicht als geniale Strippenzieher, sondern als hilflose Trampel. Sie werden nicht verurteilt, sie werden bemitleidet.

Gleich zu Beginn der Auftaktepisode erklärt man uns, dass die vermeintlich privilegierten Menschen, die im White Lotus Urlaub machen, wie verwöhnte und gleichzeitig vernachlässigte Kinder zu betrachten sind. Sie dabei zu begleiten, ist auch für die Zuschauerinnen und Zuschauer alles andere als erholend. Die HBO-Dramedy, die schon jetzt bei Sky zu sehen ist, ist vor allem eine aufwühlende Serie mit zeitpolitischer Brisanz (sowie in uralter Tradition), getarnt als locker-leichte Sommerlektüre. Und auch inszenatorisch bietet sie viel mehr als hübsche Strandkulissen.

Worum geht's?

Zwei Lager stehen im Zentrum der Serie: Da wären zunächst die Angestellten vom Luxusresort, angeführt vom manisch veranlagten Manager Armond (Murray Bartlett), dessen größter Spaß im Job das Neinsagen gegenüber seiner anspruchsvollen Klientel geworden ist und der mithilfe subtiler Psychospielchen bei Verstand bleibt. Dann ist da noch die Wellnesschefin Belinda (Natasha Rothwell), die mit ihren Massagen wahre Wunder bewirkt und vielleicht den einzigen durch und durch liebenswürdigen Charakter der gesamten Serie abgibt. Der Surferboy Dillon (Lukas Gage) und der muskelbepackte Kellner Kai (Kekoa Kekumano) dienen dem White Lotus auch mit ihrem guten Aussehen.

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Und dann sind da natürlich die Gäste, die der Chefautor Mike White nicht zufällig nach drei Lebensstadien angeordnet hat: Den Anfang macht das junge Pärchen Rachel (Alexandra Daddario) und Shane (Jake Lacy), das frisch verheiratet seine Flitterwochen genießen will. Doch wir merken schnell, dass diese Zwei das Jawort überstürzt eingegangen sind. Er ist das Paradebeispiel eines gebauchpinselten Millionärssprösslings, der jede Unstimmigkeit als persönlichen Affront auffasst und rasch eine völlig unverhältnismäßige Fehde mit Armond anzettelt. Sie stammt aus einfacheren Verhältnissen und hadert daher selbst noch mit den Eigenarten der angeblich besseren Gesellschaft. Wichtig ist ihr vor allem, dass sie als junge Journalistin in der Ehe nicht ihre Unabhängigkeit verliert. Obwohl sie es schon gern leicht hat im Leben.

So viel zum halbwegs unbeschwerten ersten Lebensabschnitt; Familie Mossbacher stellt derweil den zweiten dar. Dreh- und Angelpunkt ist die Mutter Nicole (Connie Britton), die als erfolgreiche Geschäftsfrau die Brötchen verdient, während ihr Mann Mark (Steve Zahn) sich darum sorgen kann, ob seine Testikel ungesund groß geworden sind. Die Tochter Olivia (Sydney Sweeney) wird als Möchtegern-Idealistin porträtiert, die ihre Boomer-Eltern ständig kritisiert, aber die Welt mit ihrer einzigen Waffe - Zynismus - auch nicht besser macht. Mitgenommen hat sie ihre Freundin Paula (Brittany O'Grady), zu der sie ein sehr vielschichtiges Verhältnis hat. Und dann ist da noch ihr kleiner Bruder Quinn (Fred Hechinger), der während des Urlaubs eins mit der Natur wird und wohl als einziger Charakter eine konstruktive Entwicklung durchmacht.

Den dritten Abschnitt stellt schließlich Tanya McQuoid dar, gespielt von der alles überstrahlenden Jennifer Coolidge - auch bekannt als Stifler's Mom. Sie hat sowohl die Illusion der Leidenschaft (anders als Rachel und Shane) als auch der Liebe (anders als Nicole und Mark) längst begraben. Nun muss sie nur noch ihre verstorbene Mutter bestatten, die sie in einer Urne mit ins White Lotus bringt. Diesen härtesten Verlust kann sie nur dank der Hilfe Belindas verkraften. Mit ihr lacht und weint man bei The White Lotus am liebsten. Dabei gehört natürlich auch sie - so unschuldig sie erscheinen mag - am Ende zu den großen Fischen, die die armen kleinen Fische von Natur aus verschlingen muss...

Wie ist es?

Aus ihren notwendigen Tragödien macht die Dramedy The White Lotus tatsächlich nie einen Hehl, doch, weil so viel anderes Interessantes in der HBO-Miniserie vonstatten geht, vergisst man manches einfach und ist dann umso überraschter. So gibt es in dem Sechsteiler auch einen ganz zentralen Todesfall, der gleich zu Beginn angeteasert wird und normalerweise jede Szene künstlich mit Spannung füllen würde. Doch diese Serie ist spannend genug, dass es ein solches Mysterium gar nicht braucht und man sich später nur denkt: „Stimmt, das war ja auch noch offen.

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Dem Serienschöpfer Mike White, der alle sechs Folgen von The White Lotus selbst geschrieben und auch inszeniert hat, ist hier etwas ganz Besonderes gelungen. Kaum jemand dürfte sein neues Werk als eine der erstaunlichsten Serien des Jahres auf dem Zettel gehabt haben. Sein Drehbuch ist intelligent und witzig, seine Regie unerwartet und trotzdem stilsicher. Allein die Tatsache, dass er so viele Slow-Motion-Szenen einsetzt und das Ganze trotzdem nicht albern wirkt, beweist das kleine Wunder, mit dem wir es zu tun haben.

Sehr wichtig zu erwähnen ist bei The White Lotus auch die Musik, die nicht Mike White, sondern dem kanadischen Komponisten Cristobal Tapia de Veer (The Third Day) angerechnet werden kann. Seine sonderbaren Klänge, die als eine Mischung aus Trommeln, Tierlauten und hawaiianischen Hechelgesängen beschrieben werden können, verleihen der Serie ihr besonderes Tempo oder ihre Hektik, die sie so unentspannt für eine Sommerserie macht.

Ausnahmsweise ist man kaum verleitet, zu sehr auf die Darbietungen der Schauspieler einzugehen. Was nicht bedeuten soll, dass sie ihre Sache nicht gut machen, sondern eher, dass die Serie so gut vorbereitet ist, dass sie auch mit einer anderen Darstellerriege genauso funktioniert hätte. Trotzdem hat zumindest Jennifer Coolidge noch mal ein spezielles Lob verdient, denn sie sticht am meisten hervor und man freut sich einfach, dass die 59-Jährige noch mal so eine fantastische Rolle an Land gezogen hat wie die der Tanya McQuoid.

Wie sehr gute Serien es an sich haben, wird jede Zuschauerinnen und wird jeder Zuschauer ganz eigene Lehren aus der Geschichte ziehen. Für mich geht es in The White Lotus wie gesagt darum, dass unverschämt reiche Menschen, die für die allermeisten Probleme dieser Welt verantwortlich sind, selbst auch nicht richtig wissen, was sie tun. Und es drängt sich für mich die Parallele auf zu griechischen Sagen, wenn Götter wie Zeus sich auf selbstsüchtige Kinderspiele einließen und am Ende immer die Sterblichen den Preis dafür bezahlen mussten...

Hier abschließend noch der Trailer zur HBO-Miniserie The White Lotus:

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«The White Lotus» Trailer

The White Lotus Staffel 1 Episodenguide

1x01 – Die Ankunft
12. Juli 2021

Eine neue Welle von Gästen kommt im White Lotus an. Der Resortmanager Armond (Murray Bartlett) versucht den unvernünftigen Shane und seine lockere, neue Ehefrau Rachel zu beruhigen.... weiterlesen

19. Juli 2021

Belinda (Natasha Rothwell) ist vorsichtig optimistisch und geht auf Eierschalen um Tanya herum. Armond (Murray Bartlett) überlegt, wie er mit Shane umgehen soll. Nachdem ihr Ehemann sie auf der... weiterlesen

26. Juli 2021

Nachdem Quinn Mossbacher (Fred Hechinger) seine technischen Spielereien losgeworden ist, ist er zögerlich für einen Tauchkurs mit Mark Mossbacher (Steve Zahn) bereit. Dieser hat Schwierigkeiten,... weiterlesen

2. August 2021

Als Shane Patton (Jake Lacy) ihre neueste Karriereplanung torpediert, wird Rachel Patton (Alexandra Daddario) von einer unerwarteten Ankunft überrascht. weiterlesen

Gerade als Belinda (Natasha Rothwell)... weiterlesen

9. August 2021

Während Armond (Murray Bartlett) sich in Schadensbegrenzung übt, versucht Belinda (Natasha Rothwell) Tanya McQuoids (Jennifer Coolidge) Blick auf ihre Geschäftsidee zu lenken weiterlesen

Paula (Brittany... weiterlesen

1x06 – Abreise
16. August 2021

Rachel Patton (Alexandra Daddario) teilt einige schmerzhafte Wahrheiten mit Shane Patton (Jake Lacy). Dieser vertraut sich Belinda (Natasha Rothwell) an, die ebenfalls gerade schlechte Nachrichten... weiterlesen

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