The Wheel of Time Staffel 1 Episodenguide: Alle Folgen im Überblick!

The Wheel of Time Staffel 1

The Wheel of Time Staffel 1 Episodenguide

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Review zu The Wheel of Time Staffel 1

Der große Fantasy-Hype

Fantasy-Serien aller Couleur stehen derzeit hoch im Kurs. Egal ob Urban- wie im Falle von Motherland: Fort Salem, Shadowhunters oder dem Reboot von Charmed, oder High-Fantasy wie Shadow and Bone, The Witcher und The Wheel of Time. Auf internationalen Bildschirmen tummeln sich so viele Zauberer, Hexen, Dämonen, Trollocs, Bruxas und andere Kreaturen zwischen Licht und Schatten, wie noch nie zuvor. Diese galoppierende Erfolgsgeschichte dürfte in großen Teilen dem US-amerikanischen Warner-Unternehmen HBO zu verdanken sein, das mit der George-R.-R.-Martin-Adaption von Game of Thrones acht Jahre souverän die Hitlisten anführte. Wie so oft in der Fernseh- und Filmlandschaft, ließen sich die Kreativen der Konkurrenz nicht lange bitten und wollten ihr eigenes kleines (oder gerne auch größeres) Stückchen vom Eisernen Thron ergattern, um ganz oben mitzuspielen.

Ein wenig wie der Herr der Ringe (?)

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Seitdem ist es beinahe schon Usus, einer gerade erschienen Fantasy-Serie alsbald das werbewirksame Attribut „neues Game of Thrones“ zu verleihen. So auch im Fall der Serienauflage der gleichnamigen Erfolgsreihe „The Wheel of Time“ von Robert Jordan. Für Fans der Bücher sei (wie schon bei dem Pilot-Review) an dieser Stelle vorsorglich angemerkt, dass aus Mangel an Kenntnis der Romanvorlage keine Vergleiche zwischen jener und der TV-Adaption gezogen werden können. Bewertet wird daher ausschließlich der Eindruck, den die acht Teile auf visueller, auditiver, narrativer und emotionaler Ebene hinterlassen haben.

Es ist kein Geheimnis, dass The Wheel of Time einige Parallelen zur aus Mittelerde stammenden Übermutter aller High-Fantasy, aufweist. Gewisse Namen („der dunkle König“, „der dunkle Herrscher“), Orte, Völker, die Quest der Helden, die Ähnlichkeit zwischen Trollocs und Uruk-Hai in ihrer Entstehung, Herkunft und Funktion und so weiter. All das lässt wohlige Erinnerungen an „Der Herr der Ringe“ aufkommen.

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Frauen an die Macht

Und doch verfügt die Serie über eine erstaunlich erfrischende Eigenständigkeit, die mit einigen netten Überraschungen aufwartet und über weite Strecken überzeugt. Die Pilotfolge (Abschied) mag in den ersten 25 Minuten vielleicht ein wenig am typischen Pilotfilm-Syndrom kranken. Immerhin muss in kurzer Zeit nicht nur das grundlegende Worldbuilding einigermaßen plausibel stehen, auch die Hauptfiguren und der Ausgangspunkt der großen Quest, auf die sich die Protagonisten bald begeben, müssen vorgestellt werden.

Davon ausgehend, nimmt sich die Episode aber sogar ausnehmend wenig Zeit und geht nach circa 30 Minuten actionreich in die Vollen. Bösartig widerwärtige Trollocs überfallen das Dorf unserer vier unfreiwilligen Helden und ermorden alles, was in ihre Klauen gerät. Angeführt werden sie von schrecklichen Kreaturen, den Blassen, die nur das eine Ziel kennen: dem dunklen König zu dienen und seinen Willen zu erfüllen. Spätestens jetzt wird deutlich, dass die eine Macht, die Zaubern überhaupt erst ermöglicht, nur von Frauen gefahrlos beherrscht werden kann - und zwar äußerst wirkmächtig. Doch das Beschwören ihrer Kraft kostet Zeit und so benötigen die Aes Sedai genannten Zauberinnnen einen (oder in einigen Fällen mehrere) Behüter, der sie mit seiner Kampfeskunst beschützt. Dadurch wird ein angenehmes Gleichgewicht geschaffen, das der Geschichte guttut und darüber hinaus für viele tolle Kampfszenen sorgt.

Die Schauspieler

Eine solche Bindung benötigt ein starkes Schauspielerduo, dem es gelingt, die innige und übernatürliche Verbundenheit zwischen Beschützer und Aes Sedai glaubwürdig darzustellen. Mit Rosamunde Pike („James Bond 007: Stirb an einem anderen Tag“) als Moiraine Demodred und Daniel Henney (Criminal Minds) als Lan Mandragoran hat das Casting Department zwei herausragende Mimen gefunden. Das Paar strahlt Würde, Gefühl und gleichzeitig kriegerische Finesse und Furchtlosigkeit aus. Doch auch die vier jungen Helden, von denen einer der wiedergeborene Drache ist, um den es in der Serie geht, wissen zu gefallen.

Josha Stradowski („Just Friends“) wirkt zu Beginn der Season als Rand zwar wie der obligatorische Coming of Age-Schönling, wird aber im Verlauf der acht Folgen immer stärker. Im letzten Teil nimmt er es so gekonnt mit dem dunklen König auf, dass man gespannt darauf wartet, ihn kommendes Jahr wiederzusehen. Zoe Robins (The Shannara Chronicles) ist ebenfalls ein relativ unbekanntes Gesicht und gibt die fast übermächtige Heilerin Nynaeve al'Meara mit der richtigen Mischung aus Misstrauen, Selbstbewusstsein und Weiblichkeit. Mit Madeleine Madden (Egwene Al'Vere), Marcus Rutherford (Perrin Aybara) und Barney Harris (Mat Cauthon) gesellen sich weitere Jungtalente dazu, die ihre erste wirklich große Produktion fantastisch meistern.

Die Technik

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Technisch hinterlässt The Wheel of Time, wie Kollege Tim Krüger in seinem Review zur Pilotfolge ganz richtig schreibt, einen insgesamt guten, aber nicht ganz tadellosen Eindruck. Für die Produktion standen pro Folge geschätzt zehn Millionen Dollar zur Verfügung, was auf dem Fernsehbildschirm durchaus zu sehen ist. Die physischen Komponenten wie Sets, Kostüme und Requisiten sind erstklassig und stehen den großen Konkurrenten in Film und TV in nichts nach. Die Kleider der Aes Sedai sind teilweise atemberaubend, die Rüstungen der Weißmäntel wirken hochwertig und selbst die schlichte Kleidung der einfachen Bevölkerung der Westlande ist gut gewählt. Die zu sehenden Waffen umfassen von Katanas über Lang- und Kurzschwerter, Speere, Bögen, Armbrüste, Stäbe, Dolche und so weiter alles, was in eine gute Fantasygeschichte gehört.

Gleiches gilt für die Außen- und Studiodrehs. Gefilmt wurde hauptsächlich in Tschechien, aber auch Slowenien. Ältere Zuschauer, die sich beim Anblick der weißen Gebirgskämme, die im ersten Teil der Season zu sehen sind, vage an ihre Kindheit erinnert fühlen, liegen genau richtig. Die jeweiligen Szenen entstanden in Kroatien, dem Land, in dem die meisten der legendären Karl-May-Filme das Licht der Welt erblickten. Die Innenaufnahmen drehte man im Prager Stadtteil Letnany, wo extra ein 32000 Quadratmeter großes Studio eingerichtet wurde. Die digitalen Mattepaintings fügen sich nahtlos in die mittelalterliche Kulisse ein und sind ohne Frage wunderschön designt.

Selbiges gilt für die meisten CGI-Effekte, vornehmlich jene, die die das Wirken der einen Macht visualisieren. Die Bewegungsanimationen der Trollocs hinterlassen hingegen beispielsweise nicht immer einen ganz perfekten Eindruck. Einige Splatterszenen fallen außerdem aufgrund ihrer auffallenden Künstlichkeit stark ins Auge. In Anbetracht des Gesamteindrucks sind diese kleinen Ausrutscher jedoch vernachlässigbar.

Der Handlungsbogen

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Wie verhält es sich aber nun auf narrativer Ebene? Wie oben angedeutet, könnte die Startepisode auf den einen oder anderen in den ersten 30 Minuten etwas langatmig wirken, wobei die Vorstellung der Welt, der Figuren und der Prämisse bereits auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht wurden. In den nächsten beiden Folgen, Shadow's Waiting („Drohende Schatten“) und A Place of Safety („Eine sichere Zuflucht“) treten unsere Helden ihre große Reise ins Abenteuer an der Seite von Moirane und Lan an. Sie werden getrennt und erhalten ungeahnte Hilfe. Das worldbuilding wird elegant vorangetrieben, man erfährt mehr über die politischen Strukturen und Nebenstränge beginnen, sich zu etablieren.

The Dragon Reborn („Der wiedergeborene Drache“), Blood Calls Blood („Der Ruf des Blutes“) und The Flame of Tar Valon („Die Flamme von Tar Valon“) befassen sich anschließend mit den guten, aber auch schlechten Eigenschaften der Protagonisten. Eine Folge versucht sogar, den Zuschauer in die Irre zu führen und rückt die Bedrohung immer weiter in den Fokus. The Dark Along the Ways („Dunkelheit über den Kurzen Wegen“) schickt die Gemeinschaft auf ein wichtiges Abenteuer, in dem nicht nur klar wird, wie es den Trollocs gelingt, ungesehen von einem Ort zum anderen zu gelangen. Auch wer der wiedergeborene Drache ist, offenbart sich, zumindest, wenn man genau hinhört.

Das Finale The Eye of the World („Die Suche nach dem Auge der Welt“) beschert uns schließlich eine epische Schlacht, einen nicht allzu überraschenden Twist und einen fiesen Cliffhanger. Der Plot der Staffel ist logisch aufgebaut und wird im Großen und Ganzen stringent, in der Regel aber höchstens auf zwei Ebenen vorgetragen. Das ermöglicht es auch Nicht-Kennern der Materie, inhaltlich weitestgehend mitzukommen, obwohl immer wieder Handlungsstränge zu schnell abgehandelt und fallengelassen werden. Andererseits bleiben nach der letzten Folge recht viele Fragen offen, die einer Beantwortung bedürfen.

Fazit

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The Wheel of Time ist weder ein neues Game of Thrones noch ein „Der Herr der Ringe“ im Fernsehen. Die Show bietet trotz gewisser Anleihen eine ganz eigene Erzählweise, die zudem toll in Szene gesetzt ist. Ein wenig Anlass zur Kritik gibt die bisweilen inkonsequente Umsetzung der digitalen Effekte, aber auch die Tatsache, dass Unbedarfte am Ende der Season mit zu vielen Fragen zurückgelassen werden. Vor allem das Finale lässt das Gefühl aufkommen, dass der Umsetzung des (im Original) 816-Seiten-Werks zwei Folgen mehr gutgetan hätten.

Der eine oder andere Handlungsstrang oder Protagonist wäre so vielleicht etwas besser verständlich geworden. Was genau für ein Wesen ist Perrin? Inwiefern ist das Schicksal der vier jungen Helden miteinander verwoben und warum leben sie alle im selben Dorf? Warum hat Mat seine Freunde nicht begleitet? Ist er die Balance zwischen Licht und Schatten, von dem der verräterische Händler im Finale redet? Was ist dem dunklen König geschehen und warum ist die gesehene Schlacht nur die Erste von vielen, obwohl Rand doch siegte? Und wer, um des Lichts willen, sind die Eroberer, die an der Küste landen und einen verheerenden Tsunami vorausschicken? Fragen über Fragen, auf die die Autoren im Laufe der nächsten Staffeln hoffentlich zufriedenstellend eingehen. Möge das Licht einen Weg finden und sie erhellen.

Hier abschließend noch der aktuelle Trailer zur Serie „The Wheel of Time“:

The Wheel of Time - Ist WoT das neue GoT? | Serienjunkies-Podcast

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«The Wheel of Time» Trailer

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1x01 – Abschied
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Eine seltsame Adlige kommt in ein abgelegenes Bergdorf und behauptet, einer von fünf Jugendlichen dort sei die Reinkarnation einer alten Macht, die einst die Welt zerstörte und wird es wieder... weiterlesen

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17. Dezember 2021

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24. Dezember 2021

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